Viele Besucher bei Infoveranstaltung zum Thema „Armut im Alter“

Großes Interesse, aber auch nachdenkliche Gesichter zeigten sich bei der Infoveranstaltung zum Thema „Armut im Alter“, zu der die Euskirchener Seniorenvertretung SIE (=Senioren In Euskirchen) in das CityForum eingeladen hatte. Schwerpunkt war die Situation in Euskirchen, wobei neben den Problemlagen auch bestehende Hilfsangebote vorgestellt wurden.

Zahlen und Fakten aus dem Fachbereich Schulen, Generationen und Soziales der Kreisstadt machten deutlich, dass die Anzahl der Betroffenen auch in Zukunft stetig steigen wird. Wie sehr dies der Fall sein wird, hängt auch von Entwicklungen wie Rentenniveau und Mieten ab, so dass Fachbereichsleiter Alfred Jaax keine konkrete Prognose sondern verschiedene Szenarien darstellte. Hinzu kommt bereits derzeit eine unklare Anzahl an Menschen, die keine Leistungen beantragen, obwohl sie ihnen zustehen würden. „Ältere Menschen sind oft zu stolz, sie haben gelernt, mit wenig zurecht zu kommen, da sie Zeiten massivsten Mangels erlebt haben“, berichtete Hermann- Josef Schneider vom Caritasverband. Hier müsse man gemeinsam ansetzen, denn eine materielle Armut führe auch oft zu Einsamkeit und Isolation mit allen ihren Negativfolgen.

Im Beratungsalltag der Verbaucherzentrale zeige sich häufig, dass gerade ältere Menschen erst dann kommen, wenn die Siuation so dramatisch sei, dass eine Sperrung der Energieversorgung unmittelbar bevorstehe. Für Monika Schiffer, von der Euskrichener Beratungsstelle steht dann an erster Stelle, Schritte in die Wege zu leiten, damit die Menschen wieder „ruhig schlafen“ können. Die Forderungen müssten gesichtet und der Kontakt mit den oft rücksichtslos auftretenden Inkassebüros gesucht werden.

Pfarrer Gregor Weichsel von der ev. Kirchengemeinde stellte gemeinsam mit Diakon Werner Jacobs und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Waltraud Leymann von der katholischen Pfarrei St. Martin Eindrücke und Hilfen aus dem Bereich der Seelsorge vor. Bei den zahlreichen Angeboten in den Gemeinden achte man sehr bewußt darauf, dass sie Menschen aller Einkommensgruppen offen stehe. Gemeindecaritas und Gemeindediakonie könnten Menschen in konkreten Notlagen helfen, die keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung haben, da ihr Einkommen knapp überhalb einer bestimmten Grenze liege. „Und hier kommen sehr viele ältere Menschen“, so Waltraud Leymann.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass man sich auch in Zukunft gemeinsam mit der Thematik beschäftigen müsse, bei der es aufgrund ihrer Komplexität keine einfachen Lösungen gebe.

Die Präsentation der Veranstaltung kann auf dem Seniorenportal abgerufen werden: www.senioren-euskirchen.de

Informationen gibt die: Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Telefon: 02251 / 14-324 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

E-Scooter im Linienbus: Ebenso selbstverständlich wie sicher

E-Scooter im Linienbus: Ebenso selbstverständlich wie sicher
Erst durften sie nicht in den Bus, seit mehr als einem Jahr unter bestimmten Bedingungen nun aber doch: Die Rede ist von den so genannten E-Scootern.
"Im Sinne der UNBehindertenrechtskonvention muss alles getan werden, um denjenigen, die auf ein solches Elektromobil angewiesen sind, die Mitfahrt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen", so fordert die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW). Als selbstverständlich ist für deren Vorsitzende Gaby Schnell dabei eines allerdings zu beachten: "Es muss sicher für alle Beteiligten sein!".
 
Damit weder die E-Scooter-Fahrer- und Fahrerinnen noch andere Fahrgäste von Linienbussen des ÖPNV durch die bis zu 300 Kilo (mit Nutzer) schweren Mobile gefährdet werden, regelt ein NRW-Erlass aus dem Frühjahr 2018 nun die Voraussetzungen, unter denen die Gefährte mitgenommen werden dürfen.
Wichtigste Neuerung dabei: Die Scooter müssen das blauweiße Siegel der Hersteller tragen, dass ihnen die Mitnahmetauglichkeit bestätigt. Außerdem, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDK), muss der E-Scooter über eine zusätzliche Feststellbremse verfügen, für
die Rückwärtseinfahrt in den Bus geeignet sein und bestimmte 
Beschleunigungskräfte aushalten.
Zweite Voraussetzung für die ungetrübte Mitfahrt ist natürlich die Einrichtung des Linienbusses, der einen ausreichend dimensionierten
Rollstuhlplatz mit einem Haltebügel zum Gang hinaufweisen
muss, um die sichere Aufstellung des E-Scooters zu gewährleisten.
In Köln etwa werden derzeit die Autobusse der Verkehrsbetriebe
für die Mitnahme von Elektromobilen umgerüstet und werden
anschließend mit einer Plakette signalisieren, dass sie dem 
Landeserlass entsprechen und E-Scooter mitnehmen können.
"Wieweit die Technik zu einer sicheren Fahrt für alle Busfahrgäste
beiträgt, ist die eine Seite der Medaille", weist Gaby Schnell
allerdings auch auf die Praxis der Nutzerinnen und Nutzer der 
Elektromobile hin.
"Wir fordern deshalb neben der flächendeckenden Umsetzung
des Landeserlasses vor allem Schulungsangebote, wie sie etwa
Münster mit der so genannten ,Mobilitätsprüfung' auf dem
Stadtwerke-Betriebshof oder an einer Haltestelle anbietet.
" Auch die Kölner Verkehrsbetriebe haben solche kostenlosen
Schulungstermine für berechtigte EScooter-Fahrer, die in Theorie
und Praxis auf eine sichere Beherrschung der Mitfahrt vor-
bereiten. "Um behinderten und alten Menschen die Chance auf
eine selbstbestimmte Mobilität zu geben, die mehr als den
häuslichen Umkreis betrifft, sollten sich überall im Land nun
die Verkehrsbetriebe rasch auch um diese Gruppe der Fahr-
gäste bemühen", resümiert die LSV-Vorsitzende.
 
Gaby Schnell
Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW

Generationenspieletag in der Stadtbibliothek

Generationenspieletag in der Stadtbibliothek am 25. Oktober _ Anmeldung zum Vortreffen bis zum 7. September

Spielen Sie gerne? Kennen Sie Brett- oder Kartenspiele? Haben Sie gerne mit Kindern und Jugendlichen zu tun? Möchten Sie mehr über deren elektronische Spielewelt – das Gaming – erfahren?

Die Stadtbibliothek Euskirchen hat es sich zur Aufgabe gemacht, traditionelle und moderne Medien verschiedenster Art anzubieten und zu vermitteln. Neben unterschiedlichen Medien können und sollen sich dort aber auch unterschiedliche Menschen begegnen.

Das Team der Stadtbibliothek möchte mit seinem Veranstaltungsangebot unter anderem auch diese Begegnung und den Austausch untereinander fördern. Deshalb wird zurzeit der erste Generationenspieletag unter dem Motto „Spiel mit mir – lern von mir“ in den Herbstferien, für Donnerstag, 25. Oktober von 15 bis 19 Uhr, geplant. Die Stadtbibliothek organisiert den Nachmittag und stellt ihre schönen Räume und viel tolle Technik zur Verfügung. Geplant ist, dass sich Teams aus Kindern plus Eltern, Tanten, Opas usw. sowohl mit traditionellen als auch mit modernen elektronischen Spielen gemeinsam vergnügen und lernen können.

Möchten Sie mitmachen? Haben Sie Lust, Kindern und Jugendlichen ein Gesellschaftsspiel beizubringen und mit ihnen zu spielen? Wollen Sie ein Spiel empfehlen oder ein eigenes beisteuern? Möchten Sie mit überlegen, wie ein solcher Generationenspieletag besonders gut gestaltet werden könnte? Dann melden Sie sich gerne bis zum 7. September bei Carmela Rizzuto telefonisch unter 02251 65074-54 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Sie vereinbart für alle Interessierten ein gemeinsames Vorab-Treffen, an dem Sie Ihre Ideen mitbringen können und weitere Informationen erhalten.

Wer einfach nur an dem Spielenachmittag teilnehmen will, kann gerne schon einmal den Termin vormerken und sich überlegen, mit wem man als Generationen-gemischtes Team antreten könnte. Weitere Informationen folgen rechtzeitig in der Stadtbibliothek, über die Presse oder die Homepage des Kulturhofs unter https://www.kulturhof.de/bibliothek/veranstaltungen-termine/

Viel Spaß beim „Gaming“!

 

Auskommen mit dem Einkommen - Finanzen im Alter

Da ist sie nun - die erste Renten-/ Pensionszahlung. Ist doch irgendwie deutlich weniger als das bisherige Einkommen !

Man benötigt eine Eingewöhnungszeit in die neue Lebenssituation und die geänderten Bedürfnisse. Das Auskommen mit dem neuen Einkommen muss man tatsächlich ein wenig üben und für manchen wird es sogar richtig knapp!

Damit die Landesregierung NRW die politischen Weichen hier richtig stellen kann, bedarf sie einer guten Informationslage und wendet sich daher an die Mitbürger des Landes, besonders die Senioren mit der Bitte um Unterstützung durch Teilnahme an einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe.

Informieren Sie sich und machen Sie aktiv mit Politik sachkundig zu gestalten.

Hier der Aufruf:

2018 wird von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder die Erhebung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (kurz „EVS”) durchgeführt.

Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als amtliche Statistikstelle und Landesbehördesucht für diese Befragung insgesamt 16 600 Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen, die bereit sind, Auskunft über ihre Einkünfte und Verbrauchsgewohnheiten zu geben. Dazu werden die Haushalte gebeten drei Monate lang für eine Prämie ein Haushaltsbuch zu führen, in das die Einnahmen und Ausgaben aller Haushaltsmitglieder eingetragen werden.

Die Ergebnisse der EVS bilden eine wichtige Datengrundlage für die Sozial-, Steuer- und Familienpolitik aber auch für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung von Bund und Ländern.

Uns fehlen für die Erhebung noch tausende Haushalte! Da wir noch Haushalte suchen, insbesondere von bzw. mit Rentnern sowie Pensionären, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Weitere Informationen folgenden Link : www.evs.nrw.de

Informationen zur Teilnahmeprämie von mindestens 90EUR  sind ebenfalls auf der Seite zu finden.

Ein Werbevideo ist hier zu finden und darf gerne verlinkt werden: https://www.youtube.com/watch?v=ZRTvUxn6Y-g

Datenschutz und statistische Geheimhaltung sind – wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik – umfassend gewährleistet. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich in anonymisierter Form für statistische Zwecke ausgewertet. Persönliche Einzeldaten dürfen den abgeschotteten Bereich der amtlichen Statistik nicht verlassen.

„Aktiv Altern in der Seniorenfreundlichen Gemeinde“ – euPrevent Projekt geht in die Umsetzung

Ø  „Aktiv Altern in der Seniorenfreundlichen Gemeinde“ – euPrevent Projekt geht in die Umsetzung

Seit 2010 werden in der Euregio Maas-Rhein über die Stiftung euPrevent Netzwerke zur Gesundheitsförderung und Patientensicherheit inhaltlich und organisatorisch begleitet. Aufgrund einer älter werdenden Bevölkerung und einer daraus resultierenden spezifischen Gesundheitsproblematik wurde das zentrale Thema „seelische Gesundheit“, insbesondere bei Senioren, ausgewählt. Die Bedeutung der „Prävention“ wird hierbei besonders herausgestellt; daher können sich die konkreten Projektaktivitäten an alle Bürgerinnen und Bürger richten.

Die Projektlaufzeit geht vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2019. Auf deutscher Seite sind elf Städte und Gemeinden beteiligt; aus dem Kreis Euskirchen sind dies die Kreisstadt Euskirchen und die Gemeinde Dahlem. Aus den Niederlanden nehmen siebzehn und aus Belgien zehn Kommunen teil.

Für Euskirchen wurden folgende Aktivitäten ausgewählt:   

§  Beratung über die Prävention von Altersdepressionen

§  Umgang und Kommunikation mit demenzkranken Personen im beruflichen Alltag

§  Sensibilisierungsunterricht in Schulen zum Thema Demenz

§  Inlife (= Online-Support-Netzwerk für versorgende Angehörige von Menschen mit Demenz)

§  Positive Gesundheit (= die Fähigkeit, sich in Anbetracht der körperlichen, emotionalen und sozialen Herausforderungen des Lebens anzupassen und selbst zu managen)

Weitere Informationen zum Projektverlauf erhalten Sie hier oder bei der Stabsstelle Demographie unter:
www.euskirchen.de/rathaus/demographie/

Barbara Brieden
Tel.: 02251 / 14-324
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Infoveranstaltung - „Wohnen bis ins Alter in den eigenen vier Wänden“

Weiterhin stoßen die Informationsveranstaltungen der SIE Projektgruppen, die regelmäßig im Euskirchener CityForum stattfinden, auf eine sehr gute Resonanz. Die aktuelle Veranstaltung zum Thema „Wohnen bis ins Alter in den eigenen vier Wänden“ stand unter dem Schwerpunkt: „Prävention und Vorsorge“.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch die neue Notfallkarte der Kreisstadt Euskrichen erstmals ausgegeben.

Die Präsentationen und der Fragebogen zur Veranstaltung, die durch Marie-Theres Kastenholz,  Sprecherin der PG Politik moderiert wurde, sind hier abrufbar.

Alle Protokolle der SIE – Projektgruppen finden sie unter den jeweiligen Projektgruppen.

Neue Teilnehmende sind ganz herzlich willkommen! Um eine Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen gibt die: Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Telefon: 02251 / 14-324 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neue Notfall-Karte der Kreisstadt Euskirchen liegt zur Abholung bereit

Neue Notfall-Karte der Kreisstadt Euskirchen liegt zur Abholung bereit – Bürgerstiftung der Kreissparkasse sponsert das wichtige Projekt 

Durch Beschluss des Ausschusses für Generationen und Soziales (AGS) war die Verwaltung beauftragt worden, in Zusammenarbeit mit SIE (Senioren in Euskirchen) eine neue Notfall­Karte für die Kreisstadt Euskirchen aufzulegen. Die Notfall - Karte ist ein erster Schritt, um  auf die Gesamtbedeutung des Themenkomplexes „Vorsorge“ hinzuweisen und die Notfallhilfe gerade für ältere Menschen in Euskirchen auszubauen und damit zu verbessern.
Bereits im Vorfeld der Beratungen im Ausschuss hatten die SIE Projektgruppen, koordiniert durch die Stabsstelle Demographie, Informationsgespräche mit Wohlfahrtsverbänden, Rettungsstellen, dem Kreisgesundheitsamt, der Alzheimer Gesellschaft und einer Krankenkasse geführt. Gemeinsam wurde die bisherige Notfall-Karte der Kreisstadt Euskirchen aktualisiert und durch die Rückmeldungen des AGS ergänzt.
Damit eine effektive akute Notfallhilfe möglich ist, sind ausschließlich An­gaben zur Person und zum Gesundheitszustand einzutragen, die im Notfall wirklich relevant sind. Damit eine Aktualität der Angaben, die lebensrettend sein kann, garantiert wird, wurde be­wusst darauf verzichtet, einen ausführlichen Medikamentenplan zu integrieren. Dieser sollte aller­dings immer als Zusatzdokument vorhanden sein und regelmäßig überprüft werden.
Auch weitergehende Regelungen, wie eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung, eine Patientenverfügung oder ein Testament, die für die eigentliche Notfallhilfe nicht unmittelbar erfor­derlich sind, sollte jede volljährige Person im eigenen und im Interesse ihrer Angehörigen ausge­füllt haben.
Zunächst sind im Haushalt Mittel für eine Auflage von 10.000 Stück bereitgestellt. Zusätzlich unterstützt die Bürgerstiftung der Kreissparkasse das Projekt mit einer großzügigen Spende.
Die Notfallkarte wird ab Juli  im Rathaus, im Bürgeramt, in der Stadtbibliothek, in Apotheken und im Foyer des Seniorenkinos ausgelegt. Sie ist kostenlos erhältlich. Größere Mengen können bei der Stabsstelle Demographie der Kreisstadt Euskirchen abgeholt werden. Um eine vorherige Terminvereinbarung wird gebeten.
 
Kontakt: Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Tel.: 02251 / 14 324 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie das Foto des Ausweises