Auskommen mit dem Einkommen - Finanzen im Alter

Da ist sie nun - die erste Renten-/ Pensionszahlung. Ist doch irgendwie deutlich weniger als das bisherige Einkommen !

Man benötigt eine Eingewöhnungszeit in die neue Lebenssituation und die geänderten Bedürfnisse. Das Auskommen mit dem neuen Einkommen muss man tatsächlich ein wenig üben und für manchen wird es sogar richtig knapp!

Damit die Landesregierung NRW die politischen Weichen hier richtig stellen kann, bedarf sie einer guten Informationslage und wendet sich daher an die Mitbürger des Landes, besonders die Senioren mit der Bitte um Unterstützung durch Teilnahme an einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe.

Informieren Sie sich und machen Sie aktiv mit Politik sachkundig zu gestalten.

Hier der Aufruf:

2018 wird von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder die Erhebung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (kurz „EVS”) durchgeführt.

Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als amtliche Statistikstelle und Landesbehördesucht für diese Befragung insgesamt 16 600 Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen, die bereit sind, Auskunft über ihre Einkünfte und Verbrauchsgewohnheiten zu geben. Dazu werden die Haushalte gebeten drei Monate lang für eine Prämie ein Haushaltsbuch zu führen, in das die Einnahmen und Ausgaben aller Haushaltsmitglieder eingetragen werden.

Die Ergebnisse der EVS bilden eine wichtige Datengrundlage für die Sozial-, Steuer- und Familienpolitik aber auch für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung von Bund und Ländern.

Uns fehlen für die Erhebung noch tausende Haushalte! Da wir noch Haushalte suchen, insbesondere von bzw. mit Rentnern sowie Pensionären, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Weitere Informationen folgenden Link : www.evs.nrw.de

Informationen zur Teilnahmeprämie von mindestens 90EUR  sind ebenfalls auf der Seite zu finden.

Ein Werbevideo ist hier zu finden und darf gerne verlinkt werden: https://www.youtube.com/watch?v=ZRTvUxn6Y-g

Datenschutz und statistische Geheimhaltung sind – wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik – umfassend gewährleistet. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich in anonymisierter Form für statistische Zwecke ausgewertet. Persönliche Einzeldaten dürfen den abgeschotteten Bereich der amtlichen Statistik nicht verlassen.

„Aktiv Altern in der Seniorenfreundlichen Gemeinde“ – euPrevent Projekt geht in die Umsetzung

Ø  „Aktiv Altern in der Seniorenfreundlichen Gemeinde“ – euPrevent Projekt geht in die Umsetzung

Seit 2010 werden in der Euregio Maas-Rhein über die Stiftung euPrevent Netzwerke zur Gesundheitsförderung und Patientensicherheit inhaltlich und organisatorisch begleitet. Aufgrund einer älter werdenden Bevölkerung und einer daraus resultierenden spezifischen Gesundheitsproblematik wurde das zentrale Thema „seelische Gesundheit“, insbesondere bei Senioren, ausgewählt. Die Bedeutung der „Prävention“ wird hierbei besonders herausgestellt; daher können sich die konkreten Projektaktivitäten an alle Bürgerinnen und Bürger richten.

Die Projektlaufzeit geht vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2019. Auf deutscher Seite sind elf Städte und Gemeinden beteiligt; aus dem Kreis Euskirchen sind dies die Kreisstadt Euskirchen und die Gemeinde Dahlem. Aus den Niederlanden nehmen siebzehn und aus Belgien zehn Kommunen teil.

Für Euskirchen wurden folgende Aktivitäten ausgewählt:   

§  Beratung über die Prävention von Altersdepressionen

§  Umgang und Kommunikation mit demenzkranken Personen im beruflichen Alltag

§  Sensibilisierungsunterricht in Schulen zum Thema Demenz

§  Inlife (= Online-Support-Netzwerk für versorgende Angehörige von Menschen mit Demenz)

§  Positive Gesundheit (= die Fähigkeit, sich in Anbetracht der körperlichen, emotionalen und sozialen Herausforderungen des Lebens anzupassen und selbst zu managen)

Weitere Informationen zum Projektverlauf erhalten Sie hier oder bei der Stabsstelle Demographie unter:
www.euskirchen.de/rathaus/demographie/

Barbara Brieden
Tel.: 02251 / 14-324
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Das nächste Treffen PG Freizeit

findet am Dienstag, den 28. August 2018 um 10:00 Uhr

in den Räumlichkeiten der Jugendvilla,

Alte Gerberstraße 2, Euskirchen

!Bitte beachten Sie den veränderten Ort!

Interessierte Seniorinnen und Senioren sind herzlich willkommen.

Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:

Ø  TOP 1: Begrüßung

Ø  TOP 2: Kennenlernen der Räumlichkeiten und der Arbeit der Jugendvilla (Frau von Sturm)

Ø  TOP 3: Aktueller Stand: Generationenspieltag in den Herbstferien

Ø  TOP 4: Aktueller Stand: ZWAR-Gruppe Erftmühlenbach

Ø  TOP 5: Sport für Ältere

Ø  TOP 6: Aktueller Stand: Projekt „Spiele und Kultur“ im Industriemuseum Kuchenheim

Ø  TOP 7: SIE – Plenum am 5. November

Ø  TOP 8: Verschiedenes

Ø  TOP 9: Neuer Termin

Bitte geben Sie mir aus organisatorischen Gründen eine kurze Rückmeldung, ob Sie an diesem Termin teilnehmen können.

Einladung: Workshop „Generationenfreundliches Einkaufen“

Einladung: Workshop „Generationenfreundliches Einkaufen“
 
Mittwoch, 22. August 2018, 16:00 – 18:00 Uhr,
Veranstaltungssaal im Alten Rathaus,
Baumstraße 2, Euskirchen
 
Wenn die Mobilität eingeschränkt, das Sehvermögen nachlässt oder ein Kinderwagen mit dabei ist, kann das Einkaufen erschwert sein. Viele Geschäfte haben bereits erkannt, dass kleine Verbesserungen eine große Wirkung auf die Kundenzufriedenheit haben. Doch um welche Verbesserungen handelt es sich konkret? Was ist den Bürgerinnen und Bürgern in Euskirchen hierbei besonders wichtig? Welche Veränderungen werden gewünscht und sind diese auch umzusetzen? Oder ist Euskirchen bereits ein Einkaufsparadies für Jung und Alt?
 
Der Handelsverband Deutschland hat mit dem Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ einen umfangreichen Kriterienkatalog aufgestellt und bietet bundesweit die Möglichkeit zur Zertifizierung. Auch in Euskirchen wird dies vereinzelt in Anspruch genommen. Vielleicht können aber auch kleinere Veränderungen ein erster Schritt sein?
 
Im Rahmen des Workshops soll herausgefunden werden, welche Kriterien für die Kundinnen und Kunden Priorität haben. Dies bildet die Grundlage für weitere gemeinsame Überlegungen. In Vorbereitung des Workshops besteht auch die Möglichkeit, erste Kriterien bereits zu benennen. 
 
 
Veranstalter des Workshops sind die SIE (= Senioren In Euskirchen) Projektgruppen in Kooperation mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung, der Wirtschaftsförderung und der Stabsstelle Demographie der Kreisstadt Euskirchen.    
 
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erwünscht.
 
Kontakt: 
Kreisstadt Euskirchen
Stabsstelle Demographie 
Barbara Brieden
Tel.: 02251 / 14-324
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Infoveranstaltung - „Wohnen bis ins Alter in den eigenen vier Wänden“

Weiterhin stoßen die Informationsveranstaltungen der SIE Projektgruppen, die regelmäßig im Euskirchener CityForum stattfinden, auf eine sehr gute Resonanz. Die aktuelle Veranstaltung zum Thema „Wohnen bis ins Alter in den eigenen vier Wänden“ stand unter dem Schwerpunkt: „Prävention und Vorsorge“.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch die neue Notfallkarte der Kreisstadt Euskrichen erstmals ausgegeben.

Die Präsentationen und der Fragebogen zur Veranstaltung, die durch Marie-Theres Kastenholz,  Sprecherin der PG Politik moderiert wurde, sind hier abrufbar.

Alle Protokolle der SIE – Projektgruppen finden sie unter den jeweiligen Projektgruppen.

Neue Teilnehmende sind ganz herzlich willkommen! Um eine Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen gibt die: Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Telefon: 02251 / 14-324 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neue Notfall-Karte der Kreisstadt Euskirchen liegt zur Abholung bereit

Neue Notfall-Karte der Kreisstadt Euskirchen liegt zur Abholung bereit – Bürgerstiftung der Kreissparkasse sponsert das wichtige Projekt 

Durch Beschluss des Ausschusses für Generationen und Soziales (AGS) war die Verwaltung beauftragt worden, in Zusammenarbeit mit SIE (Senioren in Euskirchen) eine neue Notfall­Karte für die Kreisstadt Euskirchen aufzulegen. Die Notfall - Karte ist ein erster Schritt, um  auf die Gesamtbedeutung des Themenkomplexes „Vorsorge“ hinzuweisen und die Notfallhilfe gerade für ältere Menschen in Euskirchen auszubauen und damit zu verbessern.
Bereits im Vorfeld der Beratungen im Ausschuss hatten die SIE Projektgruppen, koordiniert durch die Stabsstelle Demographie, Informationsgespräche mit Wohlfahrtsverbänden, Rettungsstellen, dem Kreisgesundheitsamt, der Alzheimer Gesellschaft und einer Krankenkasse geführt. Gemeinsam wurde die bisherige Notfall-Karte der Kreisstadt Euskirchen aktualisiert und durch die Rückmeldungen des AGS ergänzt.
Damit eine effektive akute Notfallhilfe möglich ist, sind ausschließlich An­gaben zur Person und zum Gesundheitszustand einzutragen, die im Notfall wirklich relevant sind. Damit eine Aktualität der Angaben, die lebensrettend sein kann, garantiert wird, wurde be­wusst darauf verzichtet, einen ausführlichen Medikamentenplan zu integrieren. Dieser sollte aller­dings immer als Zusatzdokument vorhanden sein und regelmäßig überprüft werden.
Auch weitergehende Regelungen, wie eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung, eine Patientenverfügung oder ein Testament, die für die eigentliche Notfallhilfe nicht unmittelbar erfor­derlich sind, sollte jede volljährige Person im eigenen und im Interesse ihrer Angehörigen ausge­füllt haben.
Zunächst sind im Haushalt Mittel für eine Auflage von 10.000 Stück bereitgestellt. Zusätzlich unterstützt die Bürgerstiftung der Kreissparkasse das Projekt mit einer großzügigen Spende.
Die Notfallkarte wird ab Juli  im Rathaus, im Bürgeramt, in der Stadtbibliothek, in Apotheken und im Foyer des Seniorenkinos ausgelegt. Sie ist kostenlos erhältlich. Größere Mengen können bei der Stabsstelle Demographie der Kreisstadt Euskirchen abgeholt werden. Um eine vorherige Terminvereinbarung wird gebeten.
 
Kontakt: Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Tel.: 02251 / 14 324 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier finden Sie das Foto des Ausweises


Senioren-/Kundenfreundliches Einkaufen

Ihre Mithilfe ist gefragt !

"Generationenfreundliches Einkaufen - Seniorenfreundliche Geschäfte" Unter diesem Begriff zeichnet sich für Euskirchen eine wertvolle Kooperation der Stadt Euskirchen, dem Marketingverbund ZEUS und der SIE-PG Politik ab. Die Beteiligung von VdK, BRH, KAB und des Beirates für Menschen mit Behinderung wird angestrebt. Erste Signale stimmen hoffnungsvoll.

Doch worum geht es ?

Mit fortschreitendem Alter bleiben auch die Zipperlein nicht aus - der berühmt, berüchtigte Zahn der Zeit nagt.
Da wäre eine Rolltreppe oder ein Aufzug schon wünschenswert. Oder eine Parkmöglichkeit ganz in der Nähe. Oder beratendes Personal, welches die Sprache der "Digital Natives" für Senioren übersetzen kann.


Die Palette der Kriterien an denen man "Generationenfreundliches Einkaufen - Seniorenfreundliche Geschäfte" erkenne kann erscheint groß. Die Möglichkeiten deren Umsetzung ebenso. Daher ist ein Workshop zu diesem Themenbereich geplant.

Um während dieses Workshops nicht an den wirklichen Bedürfnissen vorbei zu diskutieren ist Ihre Mithilfe gefragt.
Nennen Sie uns für Sie wichtige Kriterien an denen man "Generationenfreundliches Einkaufen - Seniorenfreundliche Geschäfte" erkennbar machen kann. Helfen Sie uns - und letztlich sich selber - bei der Kriteriensammlung.

Was vermissen Sie? - Was ist für Sie wünschenswert ?

Teilen Sie uns Ihre "Top-FÜNF" in einer kleinen Umfrage mit.

Zur Umfrage geht es hier...

Falls Sie noch einige Anregungen brauchen...

 


 

LSV NRW fordert einheitliche Tarife im ÖPNV

Wie ein guter, sicherer und einfach zu bedienender öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) aussehen sollte, das kann eigentlich jedermann beschreiben: Er soll so funktionieren, dass man ihn in jedem Alter eigenständig erreichen, ohne Angst und Barrieren nutzen und zu erschwinglichen Preisen mobil bleiben kann. "Genau um diese Punkte bemüht sich die Landesseniorenvertretung NRW (LSV) auf vielen Ebenen", beschreibt die LSVVorsitzende Gaby Schnell ein Aufgabenfeld, das durch die Diskussion um einen kostenlosen ÖPNV in den vergangenen Wochen an Aktualität gewonnen hat.

In den mehr als 160 kommunalen Seniorenvertretungen in Nordrhein-Westfalen spielt das Thema "Mobilität im Alter" auch unter dem Aspekt der "sozialen Mobilität" eine wachsende Rolle: "In den Städten, aber vor allem in den ländlichen Regionen, muss es die Chance geben, auch ohne eigenes Auto mit Bussen und Bahnen seine Ziele erreichen und seine Kontakte aufrecht erhalten zu können", weiß Gaby Schnell um zahllose Initiativen der örtlichen Seniorenvertreter: "Von den Bemühungen um Bürgerbusse über Fahrtrainings in Bussen und Zügen bis hin zu Forderungen nach barrierefreien Haltestellen und Bahnsteigen reicht der Einsatz".

In regelmäßigen Gesprächen mit Politik, Fahrgastverbänden und den ÖPNV- Anbietern sowie mit dem NRW-Verkehrsministerium betont die Landesseniorenvertretung NRW immer wieder ihre Forderung nach einem einheitlichen Tarif im ganzen Bundesland. "Ein preiswerter, für alle bezahlbarer Nahverkehr ist nach unserer Ansicht eine sofort umsetzbare und bessere Lösung als ein aus Steuern finanziertes kostenfreies Angebot", so der LSV-Vorstand. "Wir haben die Sorge, dass dann der Ausbau von mehr Bus- und Bahnlinien auf der Strecke bleibt. Dies wäre nicht im Interesse der Qualität und einer besseren Luftqualität". Die Förderung einer leistungsfähigen Nahverkehrsinfrastruktur bei Bus- und Schienen-Personennahverkehr im Sinne aller Generationen zu verlangen, dafür wird die Landesseniorenvertretung auch weiter ihr Gewicht in die Waagschale werfen, verspricht die LSV-Vorsitzende.

Gaby Schnell

Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW

 


Großer Ansturm auf SIE (Senioren in Euskirchen) Infoveranstaltung "Wohnen bis ins Alter in Euskirchen - Barrierefrei und Bezahlbar"

City Forum Euskirchen platzt aus allen Nähten – Großer Ansturm zur SIE (Senioren in Euskirchen)  Infoveranstaltung „Wohnen bis ins Alter in Euskirchen – Barrierefrei und Bezahlbar“

Stühleschleppen war angesagt am Dienstagnachmittag, 20. März 2018, im Euskirchener CityForum. Denn statt der erwarteten 50 waren ca. 150 Interessierte zur Veranstaltung der SIE Projektgruppen gekommen.

Die Seniorenvertretung der Kreisstadt Euskirchen hat damit erneut gezeigt, dass sie mit ihren Themen am Puls der Zeit ist und weiß, was die Euskichener Bevölkerung wirklich beschäftigt.

Im Rahmen der Veranstaltung „Wohnen bis ins Alter in Euskirchen – Barrierefrei und bezahlbar“ wurden zum einen die bereits vorhanden Möglichkeiten vorgestellt, zum anderen aber auch Projekte aus anderen Kommunen vorgestellt, die zum Weiterdenken anregen.  

Die Präsentationen der Veranstaltung, die durch Hans-Werner Pütz, stellvertretender Sprecher der PG Politik moderiert wurde, finden Sie hier:

 

Den Fragebogen zur Veranstaltung finden Sie Online hier oder zum Ausdrucken hier:

Aktuelle Termine und alle Protokolle der SIE – Projektgruppen finden Sie hier.

Neue Teilnehmende sind ganz herzlich willkommen! Um eine Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen gibt die: Stabsstelle Demographie, Barbara Brieden, Telefon: 02251 / 14-324 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wenn alle plötzlich von "Heimat" reden...

 

Münster, 12.03.2018

Nahezu über Nacht ist der Begriff "Heimat" zu einem politischen „Modewort“ geworden, gibt es doch inzwischen in NRW dafür sogar ein eigenes Ministerium, ebenso wie auf der Bundesebene. Inmitten dieser Diskussionen um einen aufgeladenen, kulturell bedeutsamen Begriff mit unendlichen Facetten und Assoziationen erwartet die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW), dass Politik an den Voraussetzungen für ein lebenswertes Zusammenleben und damit an Beheimatung arbeitet.

In Münster findet am 17. März ein "Heimatkongress" der Landesregierung statt. Hier sollen nach den Worten von Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Düsseldorf, vor allem Ehrenamtliche ihre Ideen zum Thema Heimat vorstellen. "Gerne bringen wir uns mit unserem Erfahrungsschatz ein, denn wir als alte Menschen sind an einer lebenswerten Zukunft für uns und die nach uns Kommenden interessiert", sagt dazu Gaby Schnell, die LSV-Vorsitzende. Für sie gehört zum Begriff der "Beheimatung", dass die Kommunen, die Lebensorte der Menschen, in ihren finanziellen Möglichkeiten gestärkt werden.

Tatsächlich ist Heimat ein vielfältiger Begriff, der gestern wie heute auch immer wieder missbräuchlich verwendet wurde und wird, denn er weckt Emotionen und ist ja für viele Menschen vor allem ein Gefühl - verbunden mit Erinnerungen an Menschen, Orte, Gerüche, Beziehungen. Folgt man diesem Gefühl, dann muss man fragen, was nötig ist, damit sich Menschen gut fühlen genau dort, wo sie leben. Gaby Schnell: "Es gibt viele Themenfelder, an denen die Politik mitwirken kann, damit sich Menschen heimisch fühlen können. Ich denke an bezahlbare Wohnungen, eine gute Infra- und Versorgungsstruktur sowie einen intakten und bezahlbaren ÖPNV, der die Bewegungsfreiheit fördert - kurz, an einen öffentlicher Raum, dessen Qualität Menschen gegenüber Wertschätzung zeigt". Erst solche Bedingungen schafften die Voraussetzungen, sich mit anderen gemeinsam für den Lebensort zu engagieren und damit Gefühle wie Wertschätzung, Zugehörigkeit, Anerkennung und Geborgenheit zu erfahren. All dies und mehr nämlich verbinden Menschen mit dem diffusen Begriff der "Heimat", den man allerdings nicht pauschal gleichsetzen sollte mit dem „Quartier“.

"Heimat ist also nicht voraussetzungslos, und genau daran sollte Politik arbeiten, damit Menschen sich unabhängig vom Alter, vom Geschlecht, Herkunft oder Lebensweise in einer zunehmend globalisierten und komplexeren Welt heimatlich fühlen können", sagt die LSV-Vorsitzende und ist - nicht ganz ohne Sorge - gespannt, was sich rund um das neue Schlagwort, um die Ministerien und nicht zuletzt um den "Heimatkongress" entwickeln wird.

Gaby Schnell

Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW