Von Pflegerobotern und SPAM-Ordnern

Karikaturenwettbewerb zu Alter und Digitalisierung bricht Vorurteile auf

 

 

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Karikaturenwettbewerbs „Digitalisierung – (k)ein Problem?“ stehen fest. Die ersten Preise gehen an Martin Zak für „SPAM-Ordner“ und Sabine Voigt für „Pflegeroboter“. Insgesamt zeichnet die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen zwölf Preisträgerinnen und Preisträger aus. Ziel des Wettbewerbs ist es, mit Hilfe satirischer Zeichnungen gängige Altersstereotype aufzubrechen und die ganze Vielfalt des Umgangs älterer Menschen mit digitalen Technologien und Anwendungen zu zeigen.

Der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering sagte zum Ausgang des Wettbewerbs: „Seniorinnen und Senioren als digitale Analphabeten – dieses Vorurteil stimmt einfach nicht. Viele ältere Menschen haben neue Medien und smarte Geräte längst in ihren Alltag integriert und gestalten die Digitalisierung so aktiv mit. Genau das zeigen die beim Wettbewerb eingereichte Karikaturen und Cartoons auf sehr humorvolle Weise.“

In der Kategorie „Online oder offline“ wurden neben Martin Zak auch Gerhard Mester für „Passwort“ und Michael Holtschulte für „Ansprechbar“ ausgezeichnet. Die Preise in der Kategorie „Smarte neue Welt“ gingen neben Sabine Voigt an Anke Faust für „… die guten, alten Filmchen!“ und Mario Lars für „Turbo“. Sonderpreise erhielten Uli Döring, Yves Haltner, Phil Hubbe, Miriam Wurster, Jörg Halsema und Volker Kischkel (Künstlername MOCK). Von

Insgesamt wurden Preise im Gesamtwert von 15.000 Euro verliehen. Eine unabhängige Jury hatte die Preisträgerinnen und Preisträger aus 241 Teilnehmenden aus acht Ländern ausgewählt. Der Wettbewerb wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Die Gewinnerbeiträge

Pressebilder

Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen in weiten Teilen verfassungswidrig

BAGSO fordert Konsequenzen aus Rechtsgutachten

Die Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen in Pflegeheimen im Rahmen der Corona-Pandemie verstoßen in weiten Teilen gegen das Grundgesetz. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das der Mainzer Verfassungsrechtler Prof. Dr. Friedhelm Hufen im Auftrag der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen erstellt hat. Die BAGSO fordert Politik, Behörden sowie die Verantwortlichen in der stationären Pflege nachdrücklich auf, die Grundrechte der Betroffenen zu wahren. Sie tut dies mit besonderer Dringlichkeit, weil vielerorts Pflegeeinrichtungen Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen angesichts gestiegener Infektionszahlen wieder verschärfen.

Der Gutachter hat begründete Zweifel daran, dass das Infektionsschutzgesetz in seiner geltenden Fassung eine hinreichende Ermächtigungsgrundlage für die gravierenden Eingriffe in die Grundrechte von Menschen in Pflegeeinrichtungen darstellt. Auch die Rechtsverordnungen der Länder, die sogenannten „Corona-Verordnungen“, müssten konkretere Vorgaben machen. Sofern die Verordnungen tägliche Besuchsmöglichkeiten vorsehen, ist dies für die Heimleitungen verbindlich. Die zuständigen Behörden haben eine Schutzpflicht, die sich nicht nur auf das Vermeiden einer Ansteckung mit COVID-19, sondern auch auf die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer Angehörigen bezieht.

Dem Gutachten zufolge müssen die negativen Auswirkungen der Maßnahmen auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung viel stärker in den Blick genommen werden. Das Leiden von Demenzkranken unter einer für sie nicht begreifbaren Isolation sei dabei besonders zu berücksichtigen. Eine niemals zu rechtfertigende Verletzung der Menschenwürde liege in jedem Fall vor, wo Menschen aufgrund von Besuchsverboten einsam sterben müssen.

Die BAGSO appelliert an die Politik in Bund und Ländern, die Ermessens- und Beurteilungsspielräume für Behörden, Heimträger und Heimleitungen deutlich stärker zu beschränken, als dies bislang der Fall ist. Dabei müssen die Unverletzlichkeit der Menschenwürde und die Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes sichergestellt werden. Das bedeutet, dass ein Zugang zu sterbenden Menschen immer möglich sein muss. Andere Heimbewohner müssen regelmäßig und in angemessener Form Besuch erhalten können – in jedem Fall über eine kurze Begegnung hinter Plexiglas hinaus. Insbesondere auf demenziell erkrankte Menschen wirkt ein solches Ambiente verstörend.

Die BAGSO ruft Gesundheitsministerien, Heimaufsichten, Gesundheits- und Ordnungsämter auf, die betroffenen Menschen auch vor unverhältnismäßigen oder sonst unzulässigen Eingriffen in ihre Grundrechte zu schützen. Von Heimträgern und Heimleitungen verlangt die BAGSO, dass sie nur solche Einschränkungen anordnen, für die es eine eindeutige Rechtsgrundlage gibt. Außerdem müssen sie die Spielräume, die die jeweils aktuelle Verordnung lässt, im Sinne der Betroffenen ausschöpfen. Bei der konkreten Ausgestaltung müssen sie die Bewohnervertretungen einbeziehen.

Die BAGSO ruft Politik und Verwaltung dazu auf, die Verantwortlichen in den Heimen bei ihren Anstrengungen zu unterstützen. Hygienepläne müssen darauf ausgerichtet sein, Besuche in Sicherheit zu ermöglichen, nicht sie zu verhindern. Die zwischenzeitlich verfügbaren Antigen-Schnelltests müssen wie versprochen prioritär in Pflegeheimen eingesetzt werden. Um sicherzustellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal die Tests durchführen kann, können beispielsweise Studierende mit medizinischen Grundkenntnissen und entsprechender fachlicher Einweisung eingesetzt werden.

Im Rechtsgutachten wurde die verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen in Alten- und Pflegeheimen aus Anlass der COVID-19-Pandemie untersucht. Prof. Dr. Friedhelm Hufen ist Professor für Öffentliches Recht an der Universität Mainz sowie Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz a.D. Das Gutachten kann auf www.bagso.de heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.

Zum Rechtsgutachten

Wichtige Ergebnisse des Rechtsgutachtens

 

BAGSO-Podcast Nr. 16 - Zusammenhalten in dieser Zeit

Zusammenhalten in dieser Zeit - 16. BAGSO-Podcast

 

„Erschrocken und entschlossen“ hat Franz Müntefering den Ausbruch der Corona-Pandemie erlebt. Im Interview zieht der Vorsitzende der BAGSO eine Zwischenbilanz: Welche Dinge sind bisher gut gelaufen? Wo müssen wir besser werden? Und wie kommen wir am besten durch die nächsten Monate? Politische Einschätzungen und ganz persönliche Erfahrungen.

Sie finden diesen Podcast hier.

Alle Folgen des BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ sind auf der Internetseite der BAGSO zu finden, auf YouTube und auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.

 

BAGSO-Podcast Nr. 15 - Wohnen: gemeinsam statt allein

Wohnen: gemeinsam statt allein - 15. BAGSO-Podcast

 

Für allein lebende Menschen ist die Coronazeit besonders schwierig. Viele tägliche Kontakte fallen weg, Einsamkeit kann die Folge sein. Wie kann man dem begegnen? Der 15. BAGSO-Podcast berichtet von Menschen, die sich bewusst entschieden haben, in dieser Zeit mit anderen zusammen zu leben - sei es als spontane Corona-WG oder in einem lang etablierten Wohnprojekt. Kommt man gemeinsam tatsächlich besser durch die Krise? Andrea Beerli vom Forum gemeinschaftliches Wohnen erklärt, worauf man achten sollte, wenn man mit anderen zusammenziehen will, und wie man an Informationen und Kontakte kommt.

Sie finden diesen Podcast hier.

Zum Abschluss der Reihe zieht Franz Müntefering Bilanz: Wie hat er die vergangenen Monate erlebt? Was hilft dabei, die Krise zu bewältigen, und wie kann es weitergehen? Diese Folge erscheint am 5. November 2020.

Der BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ ist auf der Internetseite der BAGSO und auf YouTube zu finden. Außerdem gibt es ihn auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.

 

 

BAGSO-Podcast Nr. 14 - Umgang mit Abschied und Trauer

Umgang mit Abschied und Trauer - 14. BAGSO-Podcast

Corona hat viel verändert. Auch die Möglichkeiten, von Sterbenden und Toten Abschied zu nehmen. In vielen Krankenhäusern und Pflegeheimen sind die Besuchsmöglichkeiten beschränkt. Trauerhallen sind nicht immer offen und selbst auf dem Friedhof gelten Abstandsregeln. Wie kann eine würdige Begleitung am Lebensende in dieser Zeit aussehen? Welche Möglichkeiten gibt es, auch auf Abstand Teilnahme zu zeigen?
Im 14. BAGSO-Podcast berichten eine ehrenamtliche Sterbebegleiterin und eine Krankenhausseelsorgerin von ihren Erfahrungen.

Sie finden diesen Podcast hier.

Die nächste Folge mit dem Titel „Zusammen statt allein“ erscheint am 22. Oktober 2020. Der BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ ist auf der Internetseite der BAGSO und auf YouTube zu finden. Außerdem gibt es ihn auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.

 

Internationaler Tag der älteren Menschen

 

BAGSO warnt vor Rückschlägen bei Altersbildern

 

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober ruft die BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen dazu auf, ältere Menschen in ihrer Selbstwbestimmtheit, Eigenverantwortlichkeit und Vielfalt auch  in Kriesenzeiten zu respektieren. Die Corona-Krise hat nach Ansicht von Seniorenorganistionen zu Rückschlägen in der Entwicklung von realistischen Altersbildern geführt Hier finden Sie die Pressemitteilung.

Barbara Stupp

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.

Thomas-Mann-Str. 2-4
53111 Bonn
Tel.: 0228 24 99 93 0
Fax.: 0228 24 99 93 20 www.bagso.dewww.facebook.com/bagso.de

 

BAGSO-Podcast Nr. 13 - Was tun bei Symptomen

Was tun bei Symptomen? - 13. BAGSO-Podcast

In der Erkältungszeit steigt die Unsicherheit: Was haben Husten und Schnupfen zu bedeuten? Ist es ein normaler Infekt oder ist es Corona? Über Symptome und den richtigen Umgang mit ihnen.

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Der BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ ist auf der Internetseite der BAGSOund auf YouTubezu finden. Außerdem gibt es ihn auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.

 

BAGSO-Podcast Nr. 12 - Gut und gesund essen

Gut und gesund essen - 12. BAGSO-Podcast

Lecker muss nicht aufwändig sein: Die Ernährungsberaterin Anne von Laufenberg-Beermann gibt Tipps, wie man gut und günstig kocht und erklärt, was ältere Menschen bei ihrer Ernährung beachten sollten.

Sie finden diesen Podcast hier.

Der BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ ist auf der Internetseite der BAGSOund auf YouTubezu finden. Außerdem gibt es ihn auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.

 

BAGSO-Podcast Nr. 11 - Den Ernstfall regeln - Patientenverfügung

Den Ernstfall regeln - Patientenverfügung - 11. BAGSO-Podcast

In der Coronakrise denken viele Menschen erstmals über eine Patientenverfügung nach. Sie regelt, wie jemand behandelt werden möchte, wenn er oder sie nicht mehr ansprechbar ist und deshalb nicht unmittelbar selbst entscheiden kann. Wer braucht eine solche Verfügung? Wie muss sie aussehen? Und müssen bereits bestehende Verfügungen wegen Corona geändert werden? Diese und andere Fragen rund um das Thema Patientenverfügung beantworten Sabine Wolter, Referentin für Gesundheitsrecht bei der Verbraucherzentrale NRW, und Claudia Willers von der ökumenischen Hospizgruppe in der Region Rheinbach, Meckenheim und Swisttal im 11. BAGSO-Podcast.

Sie finden diesen Podcast hier.

Die nächste Folge mit dem Titel „Gut und gesund essen“ erscheint am 10. September 2020. Der BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ ist auf der Internetseite der BAGSOund auf YouTubezu finden. Außerdem gibt es ihn auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.

 

BAGSO-Podcast Nr. 10 - Was wird aus meinem Ehrenamt?

Was wird aus meinem Ehrenamt? - 10. BAGSO-Podcast

Mehr als 30 Millionen Deutsche haben ein Ehrenamt. Wie wirkt sich Corona auf dieses Engagement aus? Drei Erfahrungsberichte – und Tipps, worauf Freiwillige und Organisationen derzeit achten sollten.

Sie finden diesen Podcast hier.

Der BAGSO-Podcast „Zusammenhalten in dieser Zeit“ ist auf der Internetseite der BAGSO und auf YouTube zu finden. Außerdem gibt es ihn auf fast allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Deezer.