Kostendämpfungspauschale

BRH wird nicht müde: Kostendämpfungspauschale entbehrt jeglicher Grundlage

(Euskirchen) Einmal im Jahr - meist im Frühjahr - kommt für die Versorgungsberechtigten höchst unliebsame Post ins Haus. Die Nachricht: Das Landesamt für Versorgung teilt mit, dass man für jedes Kalenderjahr, aus dem Aufwendungen in einem Beihilfeantrag geltend gemacht werden, die auszuzahlende Beihilfe auf der Basis von Tabellen zu kürzen ist. „Alle Jahre wieder, “ stöhnen dann die Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand und meinen die sogenannte Kostendämpfungspauschale. Eine Kürzung, die der einstigen Praxispauschale - manche werden sich noch erinnern - ähnelt. Bereits zum 1. Januar 2003 wurde diese allgemeine Kostendämpfungspauschale eingeführt, mit der die Beihilfeberechtigten stärker an den Krankheitskosten beteiligt werden sollten. Letztlich wurde die Pauschale mit dem Ziel eingeführt, Haushaltsmittel einzusparen, gerechtfertigt auch mit der Praxisgebühr für gesetzlich Versicherte.

Doch genau diese Praxisgebühr wurde Ende 2012 bereits abgeschafft. Deshalb wird der Seniorenverband BRH NRW nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass diese Kostendämpfungspauschale heute jeglicher Grundlage entbehrt und eigentlich nur ein Signal dafür ist, dass die nordrhein-westfälischen Beamtinnen und Beamten weiterhin gerne für Sonderopfer zur Haushaltskonsolidierung herangezogen werden.

Der BRH weiß bei diesen Bemühungen den Dachverband DBB NRW an seiner Seite, der ständig versucht, deutlich zu machen, dass mit einer Abschaffung der Pauschale mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand sowohl eine Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Dienstes für junge Bewerber, als auch eine Wertschätzung der bestehenden Beschäftigten erreicht werden könnte. Natürlich würde diese Wertschätzung auch für den Ruhestand gelten.

Für viele Ruheständler ist dieses "Alle Jahre wieder" eine wesentliche Belastung, für andere bedeutet es ein höchst unangenehmes Ritual. Dazu noch völlig unbegründet. Und da wir wieder einmal vor einem Jahreswechsel stehen, greifen wir vom Seniorenverband - der einzige Fachverband im DBB, der sich ausschließlich für die Belange der älteren Menschen einsetzt - diese Kostendämpfungspauschale wieder auf und fordern die Abschaffung.

Natürlich steht hinter dieser Forderung auch der DBB NRW. „Hier ließe sich mit vergleichsweise geringen Mitteln eine Attraktivitätssteigerung erreichen“, begründet der DBB Landesvorsitzende Roland Staude den Einsatz. Dabei sei man schon hinsichtlich dieser geforderten Abschaffung auf einem guten Weg gewesen. Derzeit aber gestalten sich die Pläne als äußerst schwierig, da der NRW Finanzminister in einer Klausursitzung wohl verkündet hat, dass es aufgrund der Corona-Situation wohl keine Spielräume mehr im Haushaltsplan für diese Legislaturperiode geben wird. Der 25-Milliarden-Rettungsschirm für NRW belaste die zukünftigen Haushalte massiv. Nichts desto trotz bleibt der DBB am Ball, deshalb stehe man derzeitig auch mit den Fraktionen im Gespräch. Und es gibt etwas Licht am Ende des Tunnels: Die Opposition hat einen Änderungsantrag vom 19.11.2020 für Personalverstärkungsmittel auf den Weg gebracht. Dort wird explizit in der Begründung die Abschaffung der Kostendämpfungspauschale aufgeführt. Und es gibt noch mehr Rückenwind: Interessanterweise haben sich zwei Bundesländer, die finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet sind, auf den Weg gemacht und die Kostendämpfungspauschale abgeschafft. Nämlich in diesem Jahr Hamburg und davor Berlin! Roland Staude hat deshalb der Politik ins Buch geschrieben: „Entsprechend für unsere Beschäftigten tätig zu werden, würde Nordrhein-Westfalen wirklich gut zu Gesicht stehen!“ (www.brh-euskirchen.de)


 

Dashboard?

Herr Landrat, bitte schön, was ist Dashboard?

Offener Brief an den neuen Landrat Markus Ramers:

Guten Tag, Herr Landrat, Sie informieren über eine neue Homepage Ihrer Verwaltung und die heimische Presse berichtet in großen Überschriften „Neues über Dashboard“. Nun haben die Senioren im Kreis der Wahlberechtigten die Mehrheit, das ist keine Drohung, sondern ein Gewinn. Es ermutigt uns aber auch mit diesem offenen Brief Sie zu bitten, sich bei den Informationen nach Möglichkeit der deutschen Sprache zu bedienen. Damit wollen wir auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig unsere deutsche Sprache nicht nur für die älteren Mitbürger ein Bindeglied unserer Gesellschaft ist. Oder ist gewollt, dass wir bald ohne Wörterbuch irgendwann keine Zeitung mehr lesen können? Unsere Bitte: Nehmen Sie bitte Rücksicht insbesondere auf die ältere Generationen und vermeiden Sie, soweit möglich, solche Wörter, die sich auch gut in Deutsch ausdrücken lassen.

Nichts für ungut, und Ihnen ein erfolgreiches Schaffen

Seniorenverband BRH

Hans Burggraf, Vorsitzender


 

Elektromobil

Was für ein Traum für einen Gehbeeinträchtigen: Ein Elektromobil

(Euskirchen) „Ohne dieses Gefährt käme ich aus der Wohnung nicht mehr nach draußen, stets müsste einer zur Stelle sein, der mich mit einem Rollstuhl schiebt!“ Eine klare Meinung hat BRH-Mitglied Klaus Reimer zur Frage der Beweglichkeit mit seinem neuen Senioren-Mobil. Der Mann vom Seniorenverband BRH findet die Nutzungsmöglichkeit einfach ideal, für seine alltäglichen Fahrten im Stadtbereich oder sogar bei gelegentlichen Trips in die Natur. Er kann nun beachtliche Entfernungen zurücklegen, nach Lust und Laune losbrausen, auf Straßen, Radwegen und Bürgersteigen, sogar querfeldein……………… und wo kein Fußweg in Sicht ist, darf er auch den Radweg oder die Straße benutzen. Was für ein Traum für einen Gehbeeinträchtigen, den sich sicherlich immer mehr Senioren auch erfüllen möchten.

(„Ohne dieses Gefährt käme ich aus der Wohnung nicht mehr nach draußen,“ versichert BRH-Mitglied Klaus Reimer, der Vorstand  vom Seniorenverband BRH Euskirchen.)

Die Anschaffung eines solchen Elektromobils ist heute wohl nicht mehr so kompliziert. Verschreibung durch den zuständigen Arzt und eine Genehmigung der Krankenkasse dürften in den meisten Fällen reichen. Die Seniorenmobile sind anerkannte Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherungen und grundsätzlich förderungsfähig. Ein Informationsgespräch mit dem Fachhandel erscheint aber zum Start sinnvoll, auch im Wohnbereich ist einiges zu überlegen. Zwar braucht man keinen Helm für die Nutzung, aber ein Abstellplatz und ein Elektroanschluss 220 V müssen schon her. Die laufenden Kosten sind minimal. Sieht man einmal von den Stromkosten für die Aufladung der Batterie ab, fallen keine weitere Kosten wie etwa Versicherungsleistungen an.

Dagegen ersetzt das Elektromobil dem „verkehrsrechtlich anerkannten Fußgänger“ die Beine, weil die Füße nicht mehr wollen. Die Auswirkungen seiner Behinderung werden abgemildert wenn nicht sogar behoben. Motorisiert unterwegs, mobil sowie unabhängig sein – und alles ohne Führerschein, das ist der Gewinn an Lebensqualität. Die Selbstständigkeit ist zurück. Hat das Fehlen der Gesundheit den BRH’ler einmal ausgebremst, ist das heute fast vergessen: Das Elektromobil verhilft zu neuen Schwung. Und auch bei einfachsten Erledigung im Alltag ist das so, das Mobil ist ständig einsatzbereit, fährt los und hält durch den Elektromotor gesteuert immer den Nutzer leicht in Bewegung. Selbst mit dem Tageseinkauf beim Discounter oder schon mal mit kleinem Reisegepäck. „Was Besseres kann man nicht haben“, hat Reimer nach längerer Nutzungszeit schon erfahren. „Wenn man seinen Zustand akzeptieren und sich darauf einstellt, braucht ein Mobileingeschränkter solch einen Helfer. Neben einen Menschen auch diese technische Unterstützung.“

In seiner Heimatstadt kommt das Mitglied des Seniorenverbands BRH, der auch Rechungsprüfer im BRH Landesverband ist, gut zurecht. Er kann überall fahren, Beanstandungen gibt es nicht. Böse Zwischenfälle und unaufmerksame Passanten: Fehlanzeige. Das Elektromobil fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6 km. „Das reicht“, meint der Senior und zählt auf „für Ziele wie Einkauf, Arzt, kleinere Besorgungen, eigenständig Freunde und Bekannte besuchen und an der frischen Luft Spazierfahrten unternehmen.“ Selbst bei Strecken, die bergauf führen, ist die Steigfähigkeit des Mobils relevant. (www.brh-nrw.de)


 

Nicht von Corona unterkriegen lassen!

Ratschlag für die Daheimgebliebenen: „Nicht von Corona unterkriegen lassen!“

(Euskirchen) In den letzten Wochen haben wir an dieser Stelle gerne über Urlaubserlebnisse 2020 unserer Senioren berichtet und bekamen Lob. „Eine tolle Idee, der zur Zeit ruhenden ’BRH-Reisegemeinschaft mit und ohne Koffer’ durch wiederum gelungene Urlaubsfotos die Reiselust zu erhalten“, schrieben uns die BRH-Mitglieder Ursula Brühl und Robert Klütsch ins Buch. Und kennen eine Ersatzdroge: „Ersatzweise machen wir kleinere Wanderungen ’mit Rucksack’ in nächster Euskirchener Umgebung, wie z. B. Billiger Wald mit der höchsten Erhebung im Stadtgebiet und bei dem trockenen Wetter ganz tollen Fernsicht. Das Thema ’Abstand’ ist dank geringem Verkehrsaufkommen und ausreichend Platz nicht der Rede wert.“

(BRH Mitglied Robert Klütsch auf Wanderschaft: Ein Foto mit Rucksack am Gipfelkreuz Billiger Wald und plötzlich lernt man, gelassen zu sein und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.)

Die Wanderschaft, kurz oder lang, ist in der Tat bei Senioren wieder in, sie kann im trögen Alltag und mitten in der Coronakrise wie jeher eine spannende Herausforderung sein. Einziges aktuelles Problem: Während der Coronakrise ist die Gastronomie geschlossen. Die richtigen Wanderfreunde lassen sich davon nicht unterkriegen, ist doch mitten in diesen Tagen vieles anders als sonst. Dafür aber widerfährt einem etwas, was man auch sonst eher seltener macht. Man nimmt die Umgebung ganz anders war, beobachtet die Natur, stellt fest, wie unterschiedlich Regionen durch ihre Landschaft und manchmal auch Dialekte sind. Man lernt plötzlich, gelassen zu sein und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.

Die beiden oben erwähnten Senioren sind übrigens im Rheinland unterwegs und achten auf lustige Sprüche, die ihnen begegnen. Zu der jetzigen Corona-Phase habe man humorige „kölsche“ Beiträge gefunden, die sicherlich von den meisten verstanden werden und die Stimmung aufhellen. So etwa zum Beispiel die Hygienehinweisen op kölsch: „Bliev zwei Meter fott vun dr Lück!“, „Nur luure, nit aanfasse!“ und „Lööf dir de Noos un biste am hoste, bliev zuhuus!“ Und dann haben die wanderlustigen Senioren noch einen guten Ratschlag für die Daheimgebliebenen: „Nicht von Corona unterkriegen lassen, die Parole AHA+A+L jetzt durch Herbst und Winter beachten und nach dem kölschen Grundgesetz ‚Et hätt noch immer jot jejange’ leben.“ Auch Humor kann helfen, mitten in der Corona-Krise…….

Haben Sie ebenfalls Erfahrungen in der Corona-Zeit gemacht, die andere erfahren sollten: Dann informieren Sie uns unter . Wir berichten gerne.


 

Behinderten-Pauschbeträge

Endlich beschlossen: Gesetz zu Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge

(Euskirchen) Wir wissen schon gar nicht mehr, wie oft und dies jahrelang sich der Seniorenverband BRH NRW immer wieder hartnäckig für eine Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge eingesetzt hat. Und wie oft der verstorbene Ehrenpräsident des BRH NRW, Karl-Heinz Nitz, bei der Politik auf allen Ebenen mit dieser Forderung angeklopfte. Jetzt sind wir am Ziel: Das Bundeskabinett hatte den Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen beschlossen. Jetzt hat der Bundestag am 29.10.2020 das Gesetz zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Behinderten-Pauschbetragsgesetz) verabschiedet. Hoch zufrieden zeigte sich gegenüber seine Mitgliedschaft der BRH-Vorsitzende, Hans Burggraf: „Diese Regelung war längst überfällig!“

Mit dem Gesetz werden die Behinderten-Pauschbeträge verdoppelt und die steuerlichen Nachweispflichten verschlankt. Für Steuerpflichtige mit Behinderungen besteht im Einkommensteuergesetz die Möglichkeit, anstelle eines Einzelnachweises für ihre Aufwendungen für den täglichen behinderungsbedingten Lebensbedarf einen Behinderten-Pauschbetrag zu beantragen. Damit der Pauschbetrag seine Vereinfachungsfunktion auch zukünftig erfüllen kann, sollen die jahrelang unveränderten Behinderten-Pauschbeträge nun verdoppelt werden. Darüber hinaus sollen verschiedene Steuervereinfachungen die Steuerpflichtigen mit Behinderungen von Nachweispflichten und die Verwaltung von Prüfungstätigkeiten entlasten. (www.brh-euskirchen.de)


 

Leuchtende Gärten Zülpich

Eine Zauberwelt aus buntem Licht als erlebenswertes abendliches Spektakel

(Zülpich) Die kreisangehörige Stadt Zülpich existiert seit dem 1. Jahrhundert v. Chr., ist bekannt geworden mit der Schlacht von Zülpich im Jahr 496 und liegt heute etwa in der Mitte zwischen Bonn, Köln und Aachen. Jetzt machte die Stadt mit einer Besonderheit auf sich aufmerksam, die schon alleine einen lohnenden Grund bot, als Ziel hier einen Urlaubstag zu verbringen. Als es dunkel wurde, begann der Seepark zu leuchten, mit einer Bandbreite an Sehenswürdigkeiten, die Jung und Alt begeisterte.

So rief an zwei Wochenenden die Römerstadt inzwischen schon zum siebten Mal zu den „Leuchtenden Gärten Zülpich“ - diesmal an den Zülpicher See. Es war eine gelungene Premiere, denn mit dieser Veranstaltung war man vom innerstädtischen Wallgraben mit der Kulisse für ein faszinierendes Licht- und Klangspektakel an den Seepark gewechselt. Illuminiert wurde das Geschehen wieder vom preisgekrönten Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld (Unna), der die Runde am See bei guten Witterungsbedingen zum Abendspaziergang der besonderen Art machte.

Da der Seniorenverband BRH diese Veranstaltung leider wegen den Corona-Bedingungen nicht in sein Programm „Urlaub ohne Koffer“ einpacken konnten, sahen sich für den BRH schon mal Tourenleiter vor Ort um und erlebten eine schier wundervolle Welt zwischen Phantasie und Wirklichkeit, mit magischen Illuminationen, faszinierenden Klängen und dann auch noch an einem See. Die wunderschönen Projektionen verzauberten immer wieder die Besucher, die das Eintauchen in eine echte Traumwelt immer wieder mit vielen „Ahs“ und „Ohs“ begleiteten. Unsere Beobachter fällten dass Urteil: „Sehenswert. einfach toll!“

Sorgen wegen der Pandemie brauchte man nicht zu hegen, das weitläufige Parkgelände macht eine Durchführung der Leuchtenden Gärten unter Corona-Bedingungen möglich. Die Freude war also ungeteilt: Die mit warmen Lichttönen erleuchteten Wege, die erstrahlten Büsche und Bäume in den unterschiedlichsten Farben, selbst die Rasenflächen und Gebäude wurden mit Illuminationen faszinierend in Szene gesetzt. Die Besucher jeden Alters wurden regelrecht eingefangen, vom Tageslicht bekannte Ecken wurden durch phantastische Lichtinszenierungen neu interpretiert.

Man darf getrost an den Abenden jeweils von einer fünfstelligen Zahl an Besucher sprechen. Für uns vom Seniorenverband BRH ein Grund, den Besuch der Zauberwelt aus buntem Lichtals ein erlebenswertes abendliches Spektakel (Eintritt 9 Euro) im nächsten Jahr in unser Programm „Urlaub ohne Koffer“ als bunt, unterhaltsam und abwechslungsreich aufzunehmen.

Die Fotogalerie vom Lichtfestival stellte uns dankenswerterweise BRH-Mitglied Volker Lohmeyer zur Verfügung.

Weil wohl im nächsten Jahr hier und dort Interesse an einem Besuch besteht, haben wir uns erkundigt: Die Veranstaltung „Leuchtende Gärten im Seepark Zülpich“ gehören auch im kommenden Jahr wieder zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Die Veranstaltung ist aufgrund der weiteren Veranstaltungen im Seepark Zülpich bereits auf den 17. September 2021 bis 03. Oktober 2021 terminiert worden.

 


 

Vorstandssitzung BRH Euskirchen

Seniorenverband BRH Euskirchen:

Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder Veranstaltungen angeboten

(Kreis Euskirchen) „Gerade angesichts der Pandemie die Lebensbedingungen älterer Menschen verbessern!“, das war ein großes Thema der öffentlichen Vorstandssitzung des Seniorenverband BRH im Euskirchener „Welcome Parkhotel“. Die Führungsriege des BRH beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung und den Hürden bei der Wahrung des Mindestabstands sowie der aktuell steigenden Zahl der Infektionen mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

 

 

 

 

 

 

 

zum Foto: Die Führungsriege des Seniorenverband BRH Euskirchen beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

Vorbehaltlos nahmen die Seniorenvertreter bei ihrer Beratung die Wahlergebnisse und auch die Tarif-Forderungen im öffentlichen Dienst ins Visier. „Einige Parteien haben die älteren Menschen aus den Augen verloren und bei den Wahlen dann offensichtlich auch prompt die Quittung bekommen“, war eine Aussage, auf die man sich mehrheitlich einigen konnte. Ebenso zeigte sich eindeutig, dass die BRH-Vertreter bei den Bemühungen für Verbesserungen im öffentlichen Dienst sich statt Ruf nach allgemeinen Forderungen eher Verbesserungen für einige Berufe - die gerade in der Pandemie ihre „Frau oder Mann“ standen und auf Anerkennung stießen – gewünscht hätten. „Das wäre in der Öffentlichkeit auf größeres Verständnis gestoßen!“

Auch die weiteren Erörterungspunkte der Tagesordnung bestätigten, wie wichtig der Seniorenverband als ein Schutzwall gegen Versuche, die ältere Generation zu benachteiligen, ist. Da ging es überregional um festgestellte Mängel bei dem Einsatz ausländischer Pflegekräfte und um völlig unerklärliche Differenzen bei den Medikamentenpreisen sowie regional um die Bleibelastung in Mechernich sowie um die lobenswerte Seniorenumfrage in der Gemeinde Weilerswist. Kritisch befasste man sich auch mit den ständigen Filialen-Schließungen bei den Banken und der Post. „Auffallend ist doch, dass Geldinstitute immer häufiger zu Filial-Alternativen suchen und dabei immer die Älteren in einen Nachteil setzen.“

Inhaltlich wurden in der Sitzung speziell Sorgen der älteren Generation - wie etwa die gefühlte Einsamkeit - angesprochen. Zudem setzen die Älteren nach einem BRH-Umfrageergebnis zunehmend bei der Frage nach der Gestaltung des Wohnumfeldes auf gute Einkaufsmöglichkeiten, Ruhe und Sicherheit sowie vernünftige Verkehrsanbindung. Eindeutig hat die Corona-Krise zu empfindlichen Rückschlägen im Programm des BRH geführt wenn es um die weit über den Kreis hinaus bekannte Aktion „Urlaub ohne Koffer“ geht. So mussten alle Pläne 2020 über den Haufen geworfen, Verträge und Buchungen arbeits- und kostenintensiv storniert und alle Einzahlungen von Mitgliedern erstattet werden. Dazu gab es dann den Beschluss: „Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder finanzierbare Veranstaltungen angeboten, wie sie es in der Vergangenheit gewohnt waren!“ Und, es wurde als lobenswert festgehalten, dass der BRH aus dem Landesprogramm zur Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Krise in NRW von der Stadt Euskirchen einen finanzielle Förderungen erhalten hat. Die finanzielle Lage des BRH Euskirchen war auf der Sitzung auch großes Thema gewesen.(www.brh-euskirchen.de)

BRH - Informationsdienst Nr. 10/2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Anregung: Vielleicht haben Sie Freunde, Bekannte oder Verwandte, für die unser Infodienst ebenfalls interessant wäre. Gerne können Sie diesen empfehlen in der Hoffnung, neue Mitglieder für unseren Verband zu gewinnen.

Für jedes durch Sie neu geworbene Mitglied erhalten Sie eine Werbeprämie von 10 Euro.

Bitte unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen um neue Mitglieder!

Im Anhang befindet sich der aktuelle Informationsdienst,

            „Unser BRH in NRW“ – Ausgabe 10/2020

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Fahrzeugkontrolle

 


Fahrzeugkontrolle sorgte beim Senior für gehörigen Schrecken

(NRW) „Sie dürfen das Kraftfahrzeug gar nicht fahren, wissen Sie das?“ jagte der junge Polizeibeamte unserem Jung-Senior einen Schrecken ein. Zuvor war er mit dem Hinweis "Fahrzeugkontrolle" angehalten worden. In den letzten Jahren schon oft passiert, nur diesmal war alles anders, wie er seinem BRH berichtet.

Wie immer wurden auch bei diesem Stopp die Papiere ordnungsgemäß ausgehändigt, doch dieser Polizist prüfte sehr genau. Er entdeckte bei der genauen Fahrzeug-Kontrolle einen Passus im Führerschein, dem unser Senior bislang kaum Beachtung geschenkt hatte: "Prüfung für Klasse 3 auf Kraftfahrzeug mit Getriebeautomatik abgelegt". Die Schlussfolgerung daraus war für den Polizisten eindeutig: Er darf deshalb kein Fahrzeug mit Gangschaltung fahren.

Die Rettung kam in Form eines "gelben Engels", der ADAC wusste es genauer: Bei Führerscheinen mit einem Automatik-Vermerk ist der Stichtag 31.3.1986 zu berücksichtigen.

Wenn der Führerschein vor dem Stichtag ausgestellt wurde und sowohl die Ausbildung als auch die Fahrprüfung ausschließlich auf einem Automatik-Fahrzeug absolviert wurden, trägt der Führerschein zwar den Vermerk "Fahrerlaubnis der Klasse 3 beschränkt auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit Getriebeautomatik".

Aber es gilt die Ausnahme: Wer vor dem Stichtag die Prüfung auf einem Automatik-Fahrzeug ablegte, unterliegt keiner Beschränkung. Mit einer solchen Fahrerlaubnis dürfen also sowohl Fahrzeuge mit Schaltgetriebe als auch Automatik-Fahrzeuge gefahren werden.

Der Stichtag ist also von Bedeutung: Ist der Führerschein nach dem Stichtag ausgestellt, dürfen mit diesem Führerschein nur Automatik-Fahrzeuge gefahren werden. Die Streichung des Automatik-Vermerks ist dann nur möglich, wenn nachträglich eine Prüfung auf einem Kfz mit Schaltgetriebe abgelegt wird.

Weil der letzte Hinweis möglicherweise für unsere Enkel von Bedeutung sein kann, hat der Seniorenverband BRH nachgefragt und bestätigt bekommen: Fahrschüler, die heute Ausbildung und Prüfung auf Automatik machen, werden in aller Regel schon von der Fahrschule "über die Folgen" aufgeklärt. Es bleibt dann letztlich deren Entscheidung. Umfassender sei natürlich die Prüfung auf Schaltgetriebe, da diese dann später Automatik mit umfasst.

Und wie sieht es bei den heutigen Elektro-Autos aus? Noch einmal kommt der ADAC zu Wort: Eine Unterscheidung zwischen Elektro und Verbrenner wird derzeit durchaus in Fachkreisen diskutiert. Sie wird vielleicht in ein paar Jahren auch kommen.



 

PC-Seminar des BRH in Königswinter

(Königswinter/Euskirchen) „…….und natürlich ein großes Dankeschön an den Seniorenverband BRH!“ Da waren sich die Teilnehmer an dem PC Seminar des BRH in Königswinter einig: „Es war eine gelungene Veranstaltung und ich würde mich freuen, im nächsten Jahr an einem Aufbauseminar wieder teilnehmen zu können!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Von einer gelungenen Veranstaltung berichten die Teilnehmer des BRH Seminars in Königswinter.

„Wir waren vom 26. - 28. August wieder einmal zu einer EDV-Schulung in der ’dbb-Akademie’ in Königswinter-Thomasberg,“ berichtete Tagungsleiterin Doris Suckert (Essen) und ergänzte: „Trotz Maskenpflicht und Abstandhalten war es wieder ein sehr gelungenes Seminar. Die Chemie zwischen den Teilnehmern hat gestimmt und unsere Dozentin, Pia Di Lauro, hat ihr fundiertes Fachwissen wieder mit viel Geduld weitervermittelt - ihr gebührt ein großes Lob!“ Und es hat den Teilnehmern wieder einmal etwas gebracht, wie beispielsweise Ruth Horschak berichtete: „Für mich war die Einführung von Word, Exel und Power Point sehr hilfreich. Jetzt kann ich mit den Programmen professioneller arbeiten.“ Und Maria Braß setzte noch einen drauf: „Von diesen vom BRH angebotenen Fortbildungsseminaren profitiere ich auch im Ruhestand für meine ehrenamtliche Tätigkeit. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.“ Teilnehmerin Barbara Herbst sparte nicht mit Lob für die BRH-Dozentin, Pia Di Lauro: „Ich bin das dritte Mal dabei und komme immer besser mit der IT-Materie, ausgerichtet an meine Bedürfnisse und Ansprüche, zurecht. Ich versuche so viel wie möglich in meinem persönlichen Umgang mit dem heimischen PC einfließen zu lassen. Es sind noch jede Menge Lücken auszufüllen, der Bereich ist unerschöpflich! Der Vorteil von der Schulung liegt darin, dass keine noch so dumme Frage überflüssig ist, sie wird ernst genommen und in unendlicher Geduld beantwortet; Erfahrungen, Schwierigkeiten, Ideen, Fragen steht man aufgeschlossen gegenüber, sie werden ausgetauscht, aufgegriffen, auf sie eingegangen. Die Atmosphäre ist entspannt, locker und konzentriert zugleich, unsere IT-Trainerin unendlich geduldig, immer freundlich und weiß auf alle Schwierigkeiten im Umgang mit dem PC eine verständliche kompetente Lösung oder Antwort.“ Dazu ergänzte Jürgen Brüß: „Die Themenauswahl des Seminars war gut getroffen. Unter der Anleitung der IT-Trainerin Di Lauro war das Seminar etwas anstrengend für mich; aber es hat Spaß gemacht.“

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Der Vorteil dieser PC-Schulung liegt darin, dass keine noch so dumme Frage überflüssig ist, sie wird ernst genommen und in unendlicher Geduld beantwortet. Die Euskirchener besetzen die letzte Reihe.

Mit dem Seminar in Königswinter hatte der Seniorenverband BRH auch ausdrücklich dazu eingeladen, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. Dazu bot die DBB Akademie in den Weinbergen unterhalb des Drachenfels dann auch die richtige Kulisse. Seminarleiterin Suckert brachte es auf den Punkt. „Die Akademie ist während der Schließung wegen Corona renoviert worden - das ist absolut gelungen. Was mich besonders freut, die Bäder haben jetzt eine Regendusche! Das gesamte Personal war wie immer sehr zuvorkommend, freundlich und hilfsbereit.“ So sahen es auch die anderen PC-Studenten: „Die Unterbringung und Verpflegung in der Tagungsstätte auf dem Thomasberg war sehr ansprechend; das Personal war in allen Bereichen sehr höflich und zuvorkommend. Alles war gepflegt und sauber,“ meinte Jürgen Brüß, und Ruth Horschak unterstrich: „Die Unterbringung in der DBB Akademie war sehr gut. Auch die Verpflegung ließ nichts zu wünschen übrig.“ Schließlich ergänzte Maria Braß noch: „Dieses ausgezeichnete Tagungshaus bietet ein angenehmes ’Rundum-Sorglos-Paket’, auch unter den aktuellen Corona-Bedingungen.“ Barbara Herbst wusste das auch zu berichten: „Letztendlich bietet auch die Akademie selbst einen geeigneten Rahmen für diese Veranstaltung…....!“

Ein kleiner Wermutstrophen wurde dann doch noch entdeckt. Jürgen Brüß dazu: „Leider kamen Ausflüge in die schöne Umgebung aus zeitlichen Gründen zu kurz. Am Rückreisetag hatte ich nach dem Mittagessen noch eine Rundwanderung um den Weilberg unternommen, wo von 1880 bis 1942 Basalt abgebaut wurde und die sehenswerte Klosterruine Heisterbach besichtigt. Das wird Seminarleiterin Doris Suckert - offen für solche Anregungen - sicherlich für die nächste Runde festhalten. Schließlich gab es schon ein Angebot in diese Richtung, wie sie festhält: „Auch ’After PC’ am Abend (wie ich es nenne) war lustig und gemütlich mit interessanten Gesprächen.“