Im Notfall versichert

Menschen, die einer Person im Notfall "Erste Hilfe" leisten und dabei selbst zu Schaden kommen, sind gesetzlich versichert

27.02.2021

(Euskirchen) Nur wenige Menschen wissen von einem Schutz: Im Notfall versichert. Menschen, die einer Person im Notfall "Erste Hilfe" leisten und dabei selbst zu Schaden kommen, sind gesetzlich unfallversichert. Von körperlichen Verletzungen über die "kaputte Hose" – Wer anderen Menschen in Gefahrensituationen vor Schäden bewahren will und dabei selbst zu Schaden kommt, ist abgesichert. Der Seniorenverband BRH empfiehlt: Ersatzansprüche nicht nur beim Verletzten, sondern auch direkt beim zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger geltend machen.

Ralf Schirp von der Unfallkasse NRW, Versicherte Rheinland, bestätigt auf Anfrage des BRH: "Die Unfallkasse NRW schützt u.a. auch Personen, die sich im Interesse der Allgemeinheit besonders einsetzen, z.B. Hilfeleistende. Dieser Versicherungsschutz besteht nach § 13 a Sozialgesetzbuch (SGB VII)." Die Hilfeleistenden sind über die Unfallkasse NRW gesetzlich unfallversichert, wenn diese unabhängig von ihrem Wohnsitz in NRW bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe leisten oder einen anderen aus erheblicher gegenwärtiger Gefahr für seine Gesundheit retten oder zu retten versuchen. Beispiele sind etwa Vorgänge bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn, bei einer Gewalttat/Anschlag/Attentat, bei einer Brandkatastrophe oder bei einer Überschwemmung.

Unter Umständen stehen bei den Hilfeleistenden auch Sachschäden unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn diese infolge der Handlung eingetreten sind und soweit kein anderweitiger öffentlich-rechtlicher Anspruch besteht. Die Meldung eines Sachschadens erfolgt in der Regel über die Sachschadenanzeige (https://www.unfallkasse-nrw.de/service/formulare/sachschadenanzeigen.html).

Hilfeleistende, die verletzt sind und/oder psychologische Unterstützung benötigen, können sich bei der Unfallkasse NRW in vielfältiger Form melden. Entweder nehmen Betroffene telefonisch oder schriftlich Kontakt mit der Unfallkasse NRW auf. Schirp im Gespräch mit dem BRH weiter: „Bei telefonischer Kontaktaufnahme erfolgt auch stets eine Beratung über die Leistungen der Unfallkasse NRW und die weitere Vorgehensweise.“

Die schriftlichen Meldungen sind nicht an eine Form gebunden. Sie können in freier Formulierung erfolgen, oder die Betroffenen füllen eine Unfallanzeige aus, die auf den Hilfeleistungsvorgang und nicht auf den normalen Beruf anzuwenden ist. Die Anschrift lautet. Unfallkasse NRW, Postfach 12 05 30, 40605 Düsseldorf. Die allgemeine E-Mail-Adresse lautet: . (www.brh-euskirchen.de)

 

 

Oberammergau 2022

 

Unterstützung für Planung gesucht: Oberammergau 2022

Ab dem heutigen Aschermittwoch heißt es für die Oberammergauer wieder Haare und Bärte wachsen lassen: Ab diesem Tag gilt für alle Mitwirkenden der Passionsspiele 2022 wieder der Haar- und Barterlass ………und auch die freudige Erwartung auf die Premiere am 14. Mai 2022 wächst.

Der Seniorenverband BRH Euskirchen hatte für 2020 fertige Pläne für über 50 Mitreisende, die Oberammergau erleben und sich zudem eine Rundreise durch die Alpenlandschaft gönnen wollten. Die Eintrittskarten hatten zuvor schon unter dem jeweiligen Weihnachtsbaum gelegen. Aber………..Corona machte alles zunichte, die Festspiele wurden abgesagt und auf 2022 verlegt.

Der heutige Haar- und Barterlass von Oberammergau ist eine sehr alte Tradition und besteht vermutlich bereits seit 200 Jahren. Zeitgleich mit dem Erlass startet heute auch der Karten-Vorverkauf für die Spiele. Vor fast 400 Jahren begann die Geschichte der Passionsspiele in Oberammergau. Die Pest wütete in vielen Teilen Europas und machte auch vor Oberammergau nicht halt. Um dem Elend ein Ende zu setzen, beschlossen die Oberammergauer ein Gelübde abzulegen. 1633 schworen sie, alle zehn Jahre das Leiden und Sterben Christi aufzuführen, sofern niemand mehr an der Pest stirbt. Das Dorf wurde erhört und so spielten die Oberammergauer 1634 das erste Passionsspiel. Ihr Versprechen haben die Oberammergauer bis heute gehalten.

Der BRH war schon mehrmals in Oberammergau zu Gast, wer mit uns die Spiele besuchte hat vermerkt: Eindrucksvoll, das muss man erlebt haben! Nun mussten die Passionsspiele 2020 aufgrund der Corona-Pandemie um zwei Jahre verschoben werden. Somit finden die 42. Passionsspiele nun von 14. Mai bis 2. Oktober 2022 statt. Und es gibt inzwischen schon wieder aus der Mitgliederschar Anfragen, ob wir vom BRH 2022 noch einmal einen Besuch starten. Dazu ist zu sagen: Zurzeit sehen wir uns mit unseren ehrenamtlichen Kräften nicht in der Lage, eine neue Planung zu starten. Deshalb fragen wir an, ob sich aus unserer interessierten Mitgliedschaft jemand in der Lage sieht, die Planung der Tour – etwa September 2022 - und die Begleitung auf der Tour zu übernehmen? Sie oder er bekommt aus dem BRH-Büro beste Unterstützung. Wenn also jemand Interesse hat: Anruf genügt. (02251 80621) (www.brh-euskirchen.de)

Ansammlungsverbot

Bußgelder wegen Verstoßes gegen Ansammlungsverbot

Der Seniorenverband BRH macht auf die Bedeutung des Ansammlungsverbots aufmerksam, die Folgen bei einem Übertreten des Verbots soll man nicht unterschätzen.

Bußgelder wegen Verstoßes gegen Ansammlungsverbot werden verhängt.
Fälle: Die Betroffenen hielten sich im Frühjahr 2020 jeweils mit zwei weiteren Personen aus fremden Haushalten im öffentlichen Raum auf. In dem einen Fall ging der Betroffene mit den anderen beiden Personen durch eine Gasse in Richtung der Stadtmitte, wobei sie einen Abstand von mindestens 1,50 Metern nicht einhielten. In dem anderen Fall stand der Betroffene mit den anderen beiden Personen auf einem Parkplatz neben einem Pkw eng beisammen. Beide Betroffene wurden amtsgerichtlich wegen Verstoßes gegen die nordrhein-westfälische Corona-Verordnung in der damaligen Fassung zu einer Geldbuße von 230 beziehungsweise 200 Euro verurteilt.

Heute nun ein Urteil, ganz aktuell dazu:

Pressemitteilung des OLG Hamm zu aktuellen Beschlüssen des 4. Senats:
Das "Ansammlungsverbot" nach der im April bzw. Mai 2020 geltenden Coronaschutzverordnung hat eine ausreichende gesetzliche Grundlage und verstößt nicht gegen höherrangiges Recht. Dies hat der 4. Senat für Bußgeldsachen des OLG Hamm, der für die Landgerichtsbezirke Detmold, Münster und Paderborn zuständig ist, in zwei Beschlüssen entschieden (Az. 4 RBs 446/20 und 4 RBs 3/21).

 

Stell Dir vor,

wir reisen wieder………..und dürfen nicht!

(Euskirchen) Die Redewendung "etwas auf die lange Bank schieben" benutzt man, wenn man ausdrücken will, dass jemand eine Sache lange hinauszögert und bewusst aufschiebt, bevor er sie erledigt. Die Redensart stammt aus der Welt des Rechts und die lange Bank befand sich früher in einem Gerichtsaal. Sie stand direkt neben dem Richtertisch und auf ihr saßen die so genannten Schöffen. Sie hatten die Aufgabe, dem Richter bei der Aufklärung eines Falles zu helfen. Sie mussten den Angeklagten sehr ausführlich zu allen Einzelheiten befragen und wenn vor Sonnenuntergang noch kein Urteil gesprochen war, dann musste die Gerichtsverhandlung am nächsten Tag weitergeführt werden.

„Auf die lange Bank schieben“ so fühlt es sich heute für den BRH, auf seine Pläne angesprochen, an. Der Blick auf „Euskirchen im Februar 2021“ aber sagt mehr: Der Senior, der in Euskirchen noch einen kleinen Laden betreibt und der nun seit Monaten geschlossen ist, wartet im Februar des Folgejahres immer noch auf seine staatlich zugesagte finanzielle Hilfe. Die beiden Senioren, die nun endlich nach tagelangen Telefonversuchen einen gemeinsamen Impftermin bekommen haben, dürfen nun im Mai (!) im Impfzentrum Marmagen antreten. Unser Seniorenverband BRH plant offensichtlich vergebens wieder „Urlaub ohne Koffer“, zwei Mehrtagestouren waren fest geplant und organisiert, sind aber schon wieder mit Fragezeichen versehen. So werden die älteren Menschen einmal mehr oder weniger überrascht: Die Pandemie Corona hat uns weiterhin fest im Griff!

Und, um Corona kommen wir natürlich nicht herum. Aber, das können wir heute sagen: Sobald es möglich und zu verantworten ist, werden wir wieder mit unseren Angeboten „Urlaub ohne Koffer“ starten. Schwerpunkt: Touren mit der vorwiegenden Nutzung von Außenbereichen. Es eilt, denn viele ältere Menschen sitzen gezwungenermaßen zu Hause und freuen sich wieder auf Abwechslung. Viele warten sehnlich darauf, dass es endlich wieder losgeht. Zudem erwartet zuversichtlich das BRH-Team, dass mindesten die Mehrtagestour im Winter 2021- Freitag 3. Dez 2021 bis Sonntag 5. Dez 2021: Advent in der Pfalz mit Wein und noch viel mehr - starten kann und nicht vergeblich geplant wurde. Bedauerlicherweise mussten wir schon die Mehrtagestour im Sommer - Donnerstag 24. Juni 2021 bis Sonntag 27. Juni 2021: Standort-Rundreise durch das Emsland und Ostfriesland - absagen. Es wäre nicht ohne Gesundheitsrisiko gegangen, es wäre kein angenehmes Unternehmen geworden und es wäre für den einen oder anderen nicht finanzierbar gewesen. Übrigens: Die Winterfahrt – gestaltet von Tourenleiter Volker Lohmeyer – ist noch nicht buchbar, soll aber allen Interessierten bereits jetzt einen Anhaltspunkt zu Zeitpunkt und Programminhalt bieten. Sieh sehen: Wir sind aktiv und sobald das BRH-Team „Urlaub ohne Koffer“ die realistische Chance sieht, dass wir Ihnen wieder ein Programm als „persönlichen Schutzwall gegen Einsamkeit“ anbieten können, werden Sie auf gewohnte Weise informiert. (www.brh-euskirchen.de)

BRH Euskirchen trauert

Januar 2021: BRH Euskirchen trauert – Dieser Abschied tut weh

(Euskirchen) Für den BRH Euskirchen wurde die Welt schlagartig ein gutes Stück trauriger: Fast zeitgleich verstarben Ehrenpräsident Carl Schlesinger und BRH-Schatzmeister Klaus Reimer. Beiden Ehrenamtlern wurde im Seniorenverband in hohen Maß Wertschätzung und Verbundenheit entgegengebracht.

Carl Schlesinger, einst jüngster Oberstudiendirektor in NRW, trat nicht nur als Schulleiter des Gymnasiums Marienschule viele Jahre in Erscheinung. Er saß zudem eine lange Zeit in der CDU-Fraktion im Kreistag, war Vorsitzender des DBB-Kreisverbandes und auch Leutnant der Reserve. Mit seiner Lebenserfahrung hat er gerade den BRH immer wieder bereichert.

Der stellvertretende Vorsitzende des BRH Euskirchen, Joachim Dürer, in seiner Berufszeit Referatsleiter in einer staatlichen Mittelbehörde und Dozent für öffentliches Dienstrecht an einer Fachhochschule, Kommunalpolitiker und viele Jahre Mitglied des Kreistages, fand für den Seniorenverband die Worte: "Ein äußerst lieber und sehr kompetenter Mensch ist von uns gegangen. Wir bedauern das von ganzem Herzen!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(BRH Euskirchen trauert um zwei Vorstände: Carl Schlesinger und Klaus Reimer (von re) - auf unserem Foto bei einem Empfang der ehemaligen Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft - sind fast zeitgleich verstorben. Nicht nur BRH Euskirchen trauert.)

Klaus Reimer meisterte ehrenamtlich über viele Jahre mit zuverlässiger Bravour die gesamte Tätigkeit eines Schatzmeisters und stand im Seniorenverband seinen Mann mit einer bewundernswerten, stets freundlichen Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitgliedern. So wurde er zum bedeutsamen Pfeiler innerhalb der lokalen Verbandsarbeit, eine verlässliche Größe, der sein Amt umsichtig wahrnahm, es stets ernsthaft ausfüllte. Mit einer ihm zuzuordnenden Beharrlichkeit und mit besonderem Nachdruck vertrat er stets die Interessen der älteren Menschen.

Für Ihn fand der Webmaster des BRH Euskirchen, Alex Halm die rechten Worte: "Wir sind wirklich sehr traurig. Klaus war ein Pfundskerl. Man musste ihn einfach mögen. Ein menschlich großer Verlust. Er wird fehlen."

Impfen 80 und älter

Landrat-Brief für die Zielgruppe 80 + spätestens Anfang nächster Woche: 25. Januar

(Euskirchen) Nach Angaben des Landrats kündigt sein zugesagter Brief den Beginn der Impfungen für die Zielgruppe 80 + im Impfzentrum Marmagen an und klärt auch über den Ablauf von der Terminvereinbarung über die Telefonhotline 0800 116 117 01 oder online unter www.116117.de bis zur zweiten Impfung auf. In dem Schreiben - Eingang bis spätestens Montag, 25. Januar - steht alles genau drin, was zu tun ist, an wen man sich wenden, wo man einen Termin machen muss. Vor Empfang des Briefes sind Mühen um einen Termin zwecklos.

Der Seniorenverband BRH Euskirchen geht davon aus, dass sicherlich alle gesunden 80-Jährigen sich impfen lassen wollen. Dadurch wird also wohl eine starke individuelle Reisetätigkeit zu dem Impfzentrum in der Eifel ausgelöst. In unserem ländlichen Kreis mit kaum oder wenigen öffentlichen Verkehrsmittel zu dem Impfzentrum werden wohl viele private PKW's die Luft belasten. Man wollte wohl mit dieser Regelung sicherlich den 80-Jährigen ihre volle Freiheit belassen. Deshalb appelliert der BRH auch an die Verwandtschafts- und Nachbarschaftshilfen, zur Lösung der Transportprobleme beizutragen. Auch Taxen möchten natürlich ihr Geschäft machen.

Trotz aller Hilfen wird es in manchen Haushalten 80-Jährige geben, die ihre "volle Freiheit" nicht wahrnehmen können. Wenn eine Fahrt in das Impfzentrum nicht möglich ist, empfiehlt der BRH daher, zu warten, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, der zu Hause oder von Hausärzten verimpft werden kann.

Zu dem Fortgang für die Impfwilligen 60 + kann zurzeit noch gar keine Aussage gemacht werden. Bis zu einer Regelung wird man wohl bis zum Sommer warten müssen.

Die Impfungen der Mehrzahl der 80-Jährigen +, die nicht in einer stationären Pflegeeinrichtung leben, werden im Impfzentrum stattfinden. Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten laut Impfverordnung der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis. Zusätzlich zum Ausweis sind zum Impftermin mitzubringen: Impfpass, schriftliche Impfberechtigung und ausgefüllter Anamnesebogen und Einwilligung zur Schutzimpfung sowie ca. 1 Stunde Zeit. (www.brh-euskirchen.de)



 

Tu was

„Tu was“ und „Komm, steh auf“ sind die Botschaften in den Alltagsgeschichten

(Euskirchen) In der heutigen Zeit brauchen wir immer wieder Mutmacher. Der Seniorenverband BRH NRW versucht das unter anderem mit dem Versand kleiner ulkiger Filmchen oder witzigen Texten. Bisher hat sich noch niemand über die humorvollen Videos und Fotos beschwert. Genau anders herum: Unsere Senioren warten offensichtlich schon auf eine solche "Botschaft": Wir Senioren haben unseren Humor noch nicht verloren.

Nun hat sich mit dem Münsteraner Autor Norbert Nientiedt ein wahrer “Muntermacher“ gemeldet, der zu den Senioren geht und von ihm gesammelte, wahre Begegnungen überaus lebendig erzählt und so die älteren Zuhörer mitnimmt, sie eintauchen lässt in nur scheinbar unbedeutende Alltagssituationen. Dabei fällt auf: Es wird oft von Mut, Klugheit und Tatkraft berichtet - vor allem der Frauen, die in seinen Begegnungen eine Rolle spielen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zum Bild:
„Tu was“ und „Komm, steh auf“ sind die Botschaften des Münsteraners Norbert Nientiedt aus seinen Alltagsgeschichten, stets überaus lebendig erzählt.

„Tu was“ und „Komm, steh auf“ sind die Botschaften des Münsteraners in seinen Alltagsgeschichten. „Verdeckter Seelsorger“ steht auf seinen Visitenkarten. Es ist ein Mann, der viele Jahre als Lehrer und Seelsorger arbeitete, zuvor Theologie studierte und eine Priesterausbildung absolvierte. Norbert Nientiedt kommt bei Interesse und sobald dies wieder erlaubt ist auch gerne in die Orts- und Kreisverbände des Seniorenverbands BRH und verweist auf Erfahrungen: „Die älteren Menschen können sich mit ihrer funktionierenden Langzeiterinnerung gut in den wahren Geschichten wiederfinden und haben es als angenehm empfunden, dass ich auf jegliche Form von Belehrung, moralischen Zeigefinger etc. verzichte.“

Übrigens, weil man sich jetzt in den schwierigen Pandemie-Tagen gerne mit unterhaltsamen Dingen beschäftigt und eine Abwechslung in dieser für den einen oder anderen höchst einsamen Zeit sucht, empfiehlt der Seniorenverband, einfach einmal auf Youtube in die Mutmachlesung von Herrn Nientiedt einzusteigen und unterzutauchen. Hier der entsprechende Link: https://www.youtube.com/watch?v=5xJT3vXVLN0 . (www.brh-euskirchen.de)

 

Zum Impftermin

Spätestens am 23. Januar sollen Menschen, die 80 Jahre und älter sind, einen Informationsbrief des Landes erhalten.

(Euskirchen) Der von Hubert Dobers geführte Euskirchener Stadtverband der Senioren Union – in der auch unser BRH-Vorstand Gerd Weinand bedeutend mitwirkt – hat beim neuen Landrat Markus Ramers angeklopft und für den Kreis Euskirchen nach dem Stand der vorgesehenen Impfungen für 80-Jährige nachgefragt. Der Landrat gab sich optimistisch: „Derzeit bereiten wir ein Anschreiben mit Informationen zur Terminvergabe und zum Ablauf der lmpfungen im Regionalen Impfzentrum vor, die Impfungen werden dann ab Anfang Februar erfolgen. Wir sind einsatzbereit und warten auf den Startschuss des Landes!“ Der Landrat berichtet auch, dass die mobilen Impfungen in den Pflegeeinrichtungen im Kreis Euskirchen gut gestartet und reibungslos verlaufen.

Aus dem zuständigen Ministerium ist dazu zu erfahren, dass die Vergabe der Termine für die Corona-Impfungen am 25. Januar beginnen. Spätestens am 23. Januar sollen Menschen, die 80 Jahre und älter sind oder es im Januar noch werden (!), einen Informationsbrief des Landes erhalten. Dieser wird über den Kreis verschickt, der ihn mit eigenen Informationen zu dem Impfzentrum versieht. Wer telefonisch nach einem Termin fragt, soll nicht in einer Warteschleife landen, sondern möglichst direkt persönlich beraten werden. Dass es dabei aber zu Anlaufschwierigkeiten kommen kann, wenn die bundesweite Hotline 116 117 einmal freigeschaltet wird, will das Ministerium NRW nicht ausschließen…… Der Seniorenverband BRH hat inzwischen den Gesundheitsminister NRW aufgefordert, darauf zu achten, dass diese Stelle der Hotline (Anm.: telefonischer Auskunftsdienst ) personell ausreichend ausgestattet wird. Denn auf diese Weise will das Land bis zu 800 000 Impftermine vergeben und verspricht: „Niemand soll mit dem Hinweis abgewiesen werden, dass derzeit keine Termine angeboten werden können!“

Allerdings müssen die 80-Jährigen damit rechnen, dass sie bis zu sieben Wochen warten müssen, ehe sie an die Reihe kommen. Das hängt auch davon ab, wie viel Impfstoff zur Verfügung steht. In NRW leben rund 1,2 Millionen Menschen, die 80 Jahre oder älter sind. Abgezogen werden müssen diejenigen, die in Senioreneinrichtungen leben und bereits geimpft sind bzw. werden. In den mehr als 700 Altenheimen in NRW leben 175.000 Menschen. Hinzu kommt eine gleiche Zahl an Pflegepersonal. Ab dem 18. Januar sollen rund 90.000 Menschen - medizinisches Personal bis hin zu Reinigungskräften - geimpft werden, die in den Krankenhäusern NRW an Corona-Patienten arbeiten. Ebenfalls Anfang Februar soll mit den Impfungen von 83.000 Menschen begonnen werden, die für ambulante Pflegedienste arbeiten. (www.brh-euskirchen.de)

 

Trickbetrüger

Trickbetrüger weiterhin unterwegs – auch in 2021

 (NRW) Mit einer neuen Masche sind Trickdiebe im alten Jahr aufgefallen, das lässt mit Sicherheit vermuten: Auch in 2021 werden Trickdiebe mit neuen perfiden Betrugsgeschichte versuchen, Senioren zu täuschen. Deshalb ruft der Seniorenverband BRH nachdrücklich alle älteren Menschen auf, weiterhin höchst misstrauisch zu bleiben. Der BRH Rat lautet: Bevor sie einem noch so dringenden Wunsch zum Beispiel eines Telefonanrufers nachkommen, sprechen sie vorher mit einem Familienmitglied oder einem befreundeten Nachbarn oder auch gleich mit der Polizei.

So versuchen aktuell in Nordrhein-Westfalen Betrüger jetzt mit der Hoffnung auf eine schnelle Corona-Impfung Geld zu ergaunern. In Bonn wurde versucht, mit der Aussicht auf einen Corona-Impfstoff Kasse zu machen. Die Gauner hatten eine Seniorin angerufen und sich als Mitarbeiter einer bekannten Impfstofffirma ausgegeben. Sie boten der Frau ein „erstes Corona-Impfstoffpaket“ zum Preis von 6000 Euro an.

Gott sei Dank: Die 64-Jährige erkannte die Masche und alarmierte die Polizei. Als ein vermeintlicher Geldabholer an der Wohnung der Seniorin klingelte, empfingen ihn gleich die Beamten.

Fast gleichzeitig griffen in Duisburg Betrüger zu Schere und Kamm und gaben sich an der Tür als Friseure aus. Sie klingelten bei einem 95-Jährigen in Bergheim an der Haustür, gaben sich als Friseure aus und drängten ihm einen neuen Haarschnitt auf. Der ungebetene Hausbesuch blieb nicht ohne Folgen.

Bestens informierte Bauernfänger waren in einer weiteren NRW-Großstadt unterwegs und versuchten mit einstudierten Machenschaften Geld von Senioren zu erbeuten. Es erhielt eine 74-Jährige einen Anruf von ihrem angeblichen Sohn, der um Hilfe wegen seiner schweren Corona-Erkrankung bat. Er gab an, in einem Krankenhaus zu liegen und eine Spritzenkur aus Amerika zu benötigen. Der Betrüger bat diesmal gar um eine sechsstellige Summe in Euro und den Schmuck der Seniorin. Die getäuschte 74-Jährige übergab tatsächlich ihren Schmuck an eine Unbekannte, die schon auf der Straße wartete – diese verschwand natürlich mit den Wertsachen.

Nach Angaben der Ermittler hatte es zuletzt immer wieder mehrere ähnliche Betrugsversuche gegeben. Die Polizei warnt dher aktuell und nachdrücklich, zum Beispiel vor telefonischen Impfstoffangeboten. Opfer von Trickbetrügern sind vor allem immer wieder ältere Menschen, im Prinzip aber kann es jeden treffen: Die Tricks der Diebe sind so verblüffend wie dreist.

 Nur ständige Aufklärung hilft, meint der BRH und fordert immer wieder erhöhte Wachsamkeit: Schon bei den leisesten Bedenken sofort reagieren und unbedingt über einen auffallenden Vorgang mit einem vertrauten Menschen sprechen! (www.brh-nrw.de)

Abfuhrkalender 2021 Euskirchen

Neuer Abfuhrkalender 2021 in Euskirchen: Was ist zu tun?

(Euskirchen) Die Stadt Euskirchen hat den Abfuhrkalender zum Thema „Müll“ für 2021 gestaltet, dazu ist auf besondere Wünsche der älteren Menschen einzugehen. Deshalb nimmt sich der Seniorenverband BRH dieses Themas an, auch deshalb, weil im Rahmen seiner eigenen Umfrage um die 80 v.H. der älteren Menschen bekundet haben, weiter in dem eigengenutzten Wohnhaus leben zu wollen. Ein weiteres Ergebnis war, dass fast jedes fünfte Mitglied im Alter inzwischen alleine lebt. In diesem Alltag gibt es dann besondere Erfordernisse, das betrifft auch die Problematik der Mülltonnen. Es finden sich da sicherlich einige Möglichkeiten, die gerade den älteren Menschen die Erledigung etwas erleichtert.

Es gibt weiterhin die Restmülltonnen (schwarz), die in drei Größen ab 80 L angeboten und alle 14 Tage geleert werden. Hier gibt es für ältere alleinstehende Menschen, die mit Hauptwohnsitz in einem eigengenutzten Wohnhaus leben, die Möglichkeit, eine sogenannte „Einzelpersonenveranlagung“ zu beantragen. Das wird die Gebühr ermäßigen. Wie immer ist zu diesem Thema ein Antrag an die Stadt erforderlich.

Bei der Biotonne gibt es keine Veränderung, auch die wird in drei Größen angeboten und wird alle 14 Tage (bis April) geleert, ab Mitte April wird dann der Leerungsintervall bis An fang November auf wöchentlich umgestellt. Auf die Biotonne könnte man verzichten, wenn man nachweisen kann, dass man den Biomüll kompostiert. Das wird gerade für ältere Menschen, wenn es hier keine Nachbarschaftshilfe gibt, beschwerlich sein.

Weiterhin gibt es die 240 L gelbe Tonne, zuständig für Einweg-Verpackungenaus Kunststoff, Getränkekartons, Weißblech und Aluminium, leider nur in dieser Größe im Angebot. Auf diese Tonne kann verzichtet werden. Allerdings ist der Antrag dann an das Entsorgungsunternehmen Schönmackers zu richten. Dieser Antrag könnte damit begründet werden, dass zu wenig Kunststoff anfällt und man in der Lage ist, diesen anders zu entsorgen, z.B. wegen der äußerst geringen Menge über die Restmülltonne.

Zusätzlich gibt es die 240 L blaue Tonne, zuständig für Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton, Druckerzeugnisse sowie alle üblichen Papierformen wie Schreibpapier. Leider auch nur in dieser Größe erhältlich. Man kann auf diese verzichten, wenn man das Papier über die städtischen Altpapiercontainer auf dem Containerplatz Nähe Stadtbetrieb Technische Dienste in Euskirchen, Von-Siemens-Straße 17, entsorgt. Hierzu ist ein Antrag erforderlich. Vereinsammlungen für Altpapier durch die Kirche, Vereine oder Pfadfinder gibt es leider nicht mehr.

Daneben gibt es noch Restmüll- oder Bioabfallsäcke, mit einem Fassungsvermögen von 70 L, aber im Vergleich mit 3,50 € bzw 2,00 € sehr teuer. Der Seniorenverband BRH regt an, sich im Bürgerbüro der Kreisstadt, Baumstraße. 2 oder an der ‚Infothek’ in der Stadtverwaltung, Kölner Straße 75, zu informieren. Übrigens: Diese zugelassenen Säcke werden ausschließlich bei der Leerung der Restmülltonne oder Biomülltonne mitgenommen.

Gerade ältere Menschen führen immer wieder Klage darüber, dass die große 240 L Tonnen sehr schwer sind. So war die alte Gelb/Blaue Tonne schon im leeren Zustand sehr schwer, gefüllt von älteren Menschen kaum in den Rollzustand zu kippen. Eine Abhilfe: Es gibt die Regelung in der Nachbarschaft eine Abfallgemeinschaft zu gründen. Dann könnten sich zwei Nachbarn die erforderlichen Tonnen teilen. Eine solche Entsorgungsgemeinschaft können zwei benachbarte Wohngrundstücke eingehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, für die Bewegung der gefüllten Tonnen die eigene Haushaltshilfe einzusetzen, möglicherweise auch ehrenamtliche Schülerhilfe gegen eine geringe Entschädigung (Taschengeld) zu bemühen. Kleinere Tonnen sind zurzeit nicht vorgesehen, der BRH wird diese Erweiterung noch einmal anstoßen. Hin und wieder fehlt auch der notwendige Abstellplatz für eine weitere Tonne. Die Stadt kann dazu keine Lösung anbieten. Das gilt auch für eine notwendige Erweiterung der Unterstellmöglichkeiten: Zuschüsse sind dafür nicht vorgesehen.

Der neue Abfuhrkalender hat auch weitere wichtige allgemeine Informationen, z.B. für Sondermüll und Annahme von Elektrogeräten. Wichtig: Es gibt auch eine Verschenkbörse „Alt, aber brauchbar“. Hier kann man echte Freude verschenken. Noch weitere Fragen: Der Seniorenverband BRH in Euskirchen hilft unter 02251 80621, auch zu den Fragen, die andere Kommunen betreffen. (www.brh-euskirchen.de)