Ehrenamtliche Mitstreiter

Ehrenamtliche Mitstreiter zu bekommen gestaltet sich immer schwieriger

(Euskirchen) Nach Bürgermeister Sacha Reichelt im August bekam der Seniorenverband BRH Euskirchen auf seiner letzten öffentlichen Vorstandssitzung Besuch von der SPD Stadtverordneten Helga Ebert. Dies nutzten die Versammlungsteilnehmer zu einem intensiven Informationsaustausch, insbesondere konnte die Ratsfrau berichten, welche Erfahrungen die Kommunalpolitik beim notwendigen Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe – die den Kreis Euskirchen schwer getroffen hat - beachten werde. Sie ging auch auf Anfrage kurz auf die weitere Nutzung des weitgehend durch die Flut zerstörten Bürgerhauses „Cityforum“ ein und bestätigte, dass dazu noch nichts entschieden sei.

Besprochen wurde ferner ein Problem, das fast alle Verbände und Vereine getroffen hat: Ehrenamtliche Mitstreiter zu bekommen gestaltet sich immer schwieriger. Auch beim BRH  Euskirchen finden Altgediente keine Nachfolger, kaum ein Senior will eine Verpflichtung eingehen. Aber genau davon lebt auch der Seniorenverband, das gilt übrigens auch landesweit. Die BRH-ler waren sich einig:  Es muss gelingen, dass ältere Menschen wieder verstärkt Verantwortung übernehmen, Zeit investieren. Der mahnende Ruf war deutlich: Wenn hier kein Umdenken einsetzt, werden auf Dauer nur die Gemeinschaften mit bezahlten Kräften überleben. Wie es nun weitergeht und wie es gelingt, Ehrenämter im BRH zu besetzen, soll nun auf einem weiteren Treffen Anfang Oktober erörtert werden. Keine leichte Aufgabe, wenn die Befürchtung zutrifft: „Das Problem ist offensichtlich ein spürbar zunehmender Egoismus in der Gesellschaft!“

 

Foto: Es gab auf der BRH-Tagung viele ernste Themen, dennoch blieb Zeit für einen Lacher, wie der Teilblick in den Vorstand belegt: Manfred Harth, Georg Brölingen, Leni Schoemer und Gerd Weinand (vonli).

Beschlossen wurde, dass das Veranstaltungsprogramm des BRH „Urlaub ohne Koffer“  möglichst bald wieder aufgenommen werden soll. Dazu wurden etliche interessante Ziele für Tagesveranstaltungen ins Auge gefasst.

„Alle schauen weg! Keiner interessiert sich für den anderen!“ Wie wenig das stimmt hat ein BRH-Vertreter in der Flut-Katastrophe bewiesen. So war beeindruckend der Bericht des Tourenleiters Hartmut Behrendt, dem es am ersten Morgen der Flutkatastrophe gelang, allein mit Manneskraft ein Auto aus einer mit Wasser vollgelaufenen Eisenbahnunterführung auf festen Boden zu ziehen. Und erst dann bemerkte, dass damit ein in dem Fahrzeug noch in Schockstarre sitzender älterer Fahrer gerettet werden konnte.

Ein weiteres erfreuliches Ergebnis dieser Vorstandsitzung mit allgemeinen unterschiedlichen Berichten aus vielen Bereichen brachte der gegenseitige Austausch in Präsenzform. Einhellige Meinung: Endlich sieht man sich wieder, spricht miteinander, kann sich in die Augen sehen…………(www.brh-euskirchen.de)


 

Ordentliche öffentliche Vorstandssitzung

Klimawandel – nicht in weitentfernten Weltgegenden, sondern bei uns.......

(Euskirchen) Auf einer ordentlichen öffentlichen Vorstandssitzung wird sich der Seniorenverband BRH am Montag, 30. August, 10 Uhr, im Euskirchener Parkhotel (Bahnhofnähe) ausgiebig mit weiteren Plänen zur Aktion „Urlaub ohne Koffer“ beschäftigen. Klimawandel – nicht in weitentfernten Weltgegenden, sondern bei uns – wird auch ein Thema sein. Weitere Besprechungspunkte sind das BRH Bildungswerk, die BRH Kassenlage in Corona Zeiten sowie  aktuelle Tagesthemen, die ältere Menschen aktuell  interessieren: Bankgebühren und Negativzinsen. (www.brh-euskirchen.de)

Zur Erinnerung

Ein Stillleben im Sommer 2021: Sperrmüll mit Notstromaggregat immer noch vor der Haustüre. (Foto: Robert Klütsch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So wird das ganze Ausmaß der brutalen Zerstörung deutlich - verursacht durch Wasserläufe,  bei denen aus unbedeutenden  „Rinnsalen“ reißende Flüsse geworden waren. (Foto: Günter Gymnich)

Absage Hänneschen Theater

Seniorenverband BRH muss Besuch des Kölner Hänneschen Theaters absagen.

Euskirchen. „Schweren Herzens“ musste der Seniorenverband BRH nun auch seine Tour zum Kölner Hänneschen Theaters absagen. Am Samstag, 4. September, war für den Seniorenverband das komplette Theater gebucht. Aufgrund der aktuellen Lage, hinsichtlich der verkehrsmäßigen Erreichbarkeit des Zieles, aber auch hinsichtlich der  Entwicklungen rund um den Corona-Virus und den aktuellen Zahlen (speziell auch in Köln) und den immer noch vorherrschenden Sorgen um die Flutkatastrophe, musste sich der BHR dazu entscheiden, den Besuch des Kölschen Hänneschen-Theaters abzusagen. Die Sicherheit und Gesundheit der älteren Mitglieder habe höchste Priorität. Nach den ersten Erfahrungen von Mitfahrern sei zudem die An- und Rückreise mit fünfzig Teilnehmern in dem Bahnbus - der nun bis Ende des Jahres nach Köln und Bonn touren wird -  für ältere Menschen kaum zumutbar.

Der BRH hofft und geht davon aus, dass sich die Lage in den kommenden Monaten doch noch beruhigen und damit bald wieder auch eine sichere Durchführung der BRH-Touren „Urlaub ohne Koffer" möglich sein wird.

Spurensuche

Seniorenverband BRH erfüllte Wunsch:
‚verreisen und endlich wieder was anderes sehen‘

(Euskirchen) Diesen Wunsch ‚verreisen und endlich wieder was anderes sehen‘ hatten beim Seniorenverband BRH sicherlich viele Mitglieder: Endlich mal raus aus dem grauen Alltag! Und dennoch:  Nach der Corona-Pandemie hatte nun die Hochwasser-Katastrophe vielen Senioren beim Auftakt „Urlaub ohne Koffer“ das Mitmachen vermiest, es hagelte beim Seniorenverband BRH vor dem Start Absagen. Wer aber in der kleinen Gruppe dabei sein konnte, wurde nicht enttäuscht. Schönstes Wetter begleitete die älteren Menschen des BRH auf seiner Spurensuche zum 251. Geburtstag von Ludwig von Beethoven, gutgelaunt und mit einem Gefühl des "endlich einmal was anderes sehen" stellte sich die "Urlaub ohne Koffer Gruppe" dem Gang durch und um Bonn.

Tourleiterin Karin Olschewski hatte bei allen Querelen der letzten Tage um das Hochwasser dennoch einen guten Griff mit dem Programm getan, Bonns Stadtführer Heinz Hönig war in seinem Element. Ihm gelang es auf dem Beethoven Rundgang durch Bonn immer wieder auch eine kleine Stadtbesichtigung für die älteren Menschen einzubinden. Es ging bis zum Beethoven-Haus, vorher lagen die Stationen im Rathaus mit einer Besichtigung, die Sternenstraße, die Herz Jesu Kirche,  die Wenzelgasse – eigentlich alles, was mit dem Musikgenie zu tun hatte – an. Dabei wusste der Führer auch geschickt, alles einfließen zu lassen, zum Beispiel auch, woher die unterschiedlichen Namen - die fast jeder schon einmal gehört hatte - eigentlich kommen. Wer weiss das schon, dass früher nur alle Wege  in Bonn, die auf ein Stadttor führten, den Titel ‚Straße‘ tragen durften, alle anderen Wege wurden nur zur ‚GASSE‘.

 

(Bonns Stadtführer Heinz Hönig (li verdeckt) gab für die Tagesurlauber viele Erklärungen, unter anderem zum Siebengebirge und der Drachenfelsbahn.)

 

 

 

 

Schließlich ging der Blick dann auch zum Siebengebirge, das seinen Namen nicht von sieben Bergen - wie die Euskirchener erfuhren – hatte, sondern das Siebengebirge seinen Namen von ‚Siefen/Feuchtgebiet‘ hat  und es statt sieben genau 42 Erhebungen aufweist, davon sieben ganz markante.Aber, es blieb nicht nur beim Blick: Man ‚erkletterte‘ auch dank der traditionsreichen Drachenfelsbahn natürlich den Drachenfels selbst, auf dem Beethoven der Überlieferung nach mehrmals aufstieg. Für die Senioren aber ging‘s ins Schloss Drachenburg zur Besichtigung, welches Beethoven nie kennengelernt hatte, wurde zum Rundgang eingeladen und genoss schließlich die Köstlichkeiten des Cafés. Zudem riskierte man von oben einen Rundblick in dieser Region ins älteste und größte Naturschutzgebiet in Deutschland.

 

(Gutgelaunt und mit einem Gefühl "endlich einmal was anderes sehen" stellte sich die "Urlaub ohne Koffer Gruppe" vor Eingang Schloss Drachenburg)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Begebenheiten am Rande: „Ob Beethoven selbst auch da sei?“ reagierte man da oben schlagfertig: „Nein, aber er hat Grüße für den  Seniorenverband BRH bestellt!“ Und wer es noch nicht wusste: Station wurde auch im alten Gasthaus „Ruland“ gemacht, wo einst die Premiere für den bekannten Song „Der Mai ist gekommen….“ stattfand. Und es gab Lob für den BRH von einer Teilnehmerin: „Ich stecke zu Hause seit Tagen dank der Flut im Wasserschlamm und bin so froh, an einem solch herrlichen Tag auch einmal aus dem Dreck zu kommen und das zu genießen.“ (www.brh-euskirchen.de)

 

(Beethoven - hier auf dem Bonner Marktplatz vor dem alten Rathaus bei seiner Verabschiedung zu seiner Wienreise -  soll Grüße für den BRH abgegeben haben.)

Info zu Corona-Schutzimpfung

Information der Kreisverwaltung

Im Anhang eine aktuelle Information der Kreisverwaltung vom 02.07. zu Corona weiter. Wir bitten Sie, diese in Ihrem Wirkungskreis weiterzugeben, über eine Verbreitung in Ihrem Veranwortungsbereich würden wir uns freuen.

Hier der 16. Impf-Newsletter 02.07.2021

Informationsbesuch

Zur Information klopfte Bürgermeister Sacha Reichelt beim Seniorenverband BRH an

Euskirchen. Ein interessantes und informatives Gespräch führte Euskirchens neuer Bürgermeister Sacha Reichelt mit dem Vorstand des Seniorenverband BRH Euskirchen über die ehrenamtliche Arbeit des Verbandes. Fast drei Stunden Zeit nahm sich Euskirchens 1. Bürger, um die Bemühungen des Schutzwalls gegen alle Versuche, die Generation der älteren Menschen zu benachteiligen, kennenzulernen.

Der BRH-Vorstand führte mit einer kurzen Präsentation seiner Bemühungen durch die vielfältigen Aktivitäten des Verbandes, erwähnte insbesondere den ehrenamtlichen Einsatz. So hörte Bürgermeister Reichelt nicht nur etwas über die gelungenen Aktivitäten „Urlaub ohne Koffer“, die regelmäßig ältere Menschen in großer Zahl zusammenbringt, sondern erfuhr auch etwas über das vom BRH für ältere Menschen eingerichteten Sorgentelefon, das BRH-Bildungswerk und die verschiedenen Aktionen, wie die Aufrufe an die Älteren „Mischen Sie sich ein!“.

Sacha Reichelt hatte auch bei dem Gesprächsaustausch ein offenes Ohr für Sorgen und Wünsche der Ehrenamtler im BRH. Da war zum Beispiel der Hinweis zu geplanten Verkehrsberuhigungen im Stadtbereich, zum Beispiel notwendiger Kreisel an dem Gefahrenschwerpunkt Ecke Münstereifeler Straße/Billiger Straße und die Bekanntgabe des Umfrageergebnisses bei älteren Menschen mit dem Ergebnis: „Der privateigene PKW ist für den Einkauf das beliebteste Fahrzeug!“ Zudem die Ansage zur Sorge um das Funkloch im Wandergebiet um die Steinbach Talsperre und die Bitte, die Fahrkarte für den innerstädtischen Busverkehr „Sechzig plus“ nicht auf 12 Monate, sondern auch für eine  monatliche Nutzung einzurichten. Der BRH konnte dazu berichten, dass viele ältere Menschen ihr Fahrzeug im Winter stehen lassen, die „Sechzig plus“ dann aber nicht kostengünstig nutzen können, weil nur jährlich eingerichtet. Die Anregungen sollen nun aktuell in der Verwaltung geprüft werden.

Es gab auch Lob für den Bürgermeister. Zum Beispiel zur Art und Weise, wie die Stadt unter Beteiligung der Bürgermeinung es unternimmt, die Bahnhofstraße wieder zur wichtigen beruhigten Einkaufsmeile umzufunktionieren. Im Übrigen ging aus dem Gespräch auch die Anregung hervor, ob man die beliebte und eingestellte BRH-Reihe „Talk im Annaturm“ wieder aktivieren sollte. Betont wurde zudem die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit Dienststellen der Verwaltung.

Der in einer entspannten und fast fröhlichen Atmosphäre stattfindende informative Austausch war für den BRH Vorstand ein positives Signal für eine zukünftige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister. Es wurde zudem mit der Zustimmung des Bürgermeisters vereinbart, Themen des Seniorenverbandes in weiteren Gesprächen zu verfolgen und zu vertiefen.

Wir sind wieder da!

Unser Verein hat sein Vereinsheim wieder geöffnet und nimmt seine Aktivitäten gruppenweise wieder auf.

Für September und Oktober liegt der Terminplan vor. Hier klicken.
Termine in roter Farbe wurden nachträglich eingefügt.

Das Büro ist momentan leider nur an wenigen Tagen der Woche geöffnet. Aber Auskunft erteilen wir auch gerne telefonisch:

Herr Knies - 02255-31570   oder
Frau Bleeker - 02251-58406