Wer braucht welche Versicherung?

Von unerlässlich bis überflüssig:

Sicher ist sicher: 431 Millionen Verträge hatten die Deutschen laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2017, um sich vor Risiken zu schützen. Viele davon sind nicht nur überteuert, sondern auch unnötig. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Richtig versichert – Wer braucht welche Versicherung?“ hilft dabei, zwischen überflüssig und unerlässlich zu unterscheiden und den persönlichen Bedarf zu ermitteln. Finanziell abgesichert bei Berufsunfähigkeit, gegen Verlust von Hab und Gut, das Risiko hoher Prozesskosten oder vorübergehende Einkommensausfälle? Die Tabellen in den Umschlagklappen des Buches bieten einen schnellen Überblick, wer welche Verträge abschließen sollte.

 

Die einzelnen Kapitel mit Beispielen, Checklisten und Tipps unterstützen die Leserinnen und Leser dabei, einen guten und kostengünstigen Versicherungsbestand aufzubauen und falsche Abschlüsse zu vermeiden. Wichtige Verträge wie die Privathaftpflicht werden nämlich, je nach Gesellschaft, zu Preisen zwischen 50 und 180 Euro angeboten. Zu den wichtigsten Grundregeln gehören: sich nicht von aktuellen Ereignissen impulsiv zu Policen verleiten lassen, nicht vorschnell unterschreiben und auch nicht unüberlegt kündigen. Abschließend erläutert der Ratgeber, wie Verbraucherinnen und Verbraucher aus ungünstigen Verträgen wieder herauskommen.

 Der Ratgeber „Richtig versichert – Wer braucht welche Versicherung?“ hat 184 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.

Aktuelle Informationen der Verbraucherzentrale NRW erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw

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Die richtige Reiseversicherung mit im Gepäck

Abgesichert im Ausland unterwegs

Die Tage bis zum Sommerurlaub sind gezählt: „Wer jetzt alle Vorbereitungen für einen Auslandstrip trifft, sollte nicht nur an einen Reiseführer, sondern auch an den notwendigen Versicherungsschutz denken. Denn ohne die richtige Zusatzpolice müssen Urlauber im schlimmsten Fall einen Schaden aus eigener Tasche bezahlen“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Reiseplaner erhalten bei den Versicherungsgesellschaften Angebote zur unverzichtbaren Auslandsreisekrankenversicherung und zum vielfach sinnvollen Reiserücktrittsschutz. Diese Policen bieten oft bessere Konditionen als die Offerten auf Reiseportalen. Die Verbraucherzentrale Euskirchen erklärt, welche Versicherungen ins Reisegepäck gehören und bis wann sie abgeschlossen werden können:

  • Auslandsreisekrankenversicherung:Die Police für den Krankheitsfall ist der wichtigste Schutz für einen Trip in ferne Länder. Hierbei sollten Urlauber einen günstigen Jahresvertrag abschließen, der für mehrere Reisen im Jahr Gültigkeit besitzt. Vorteil: Der Versicherungsschutz gilt auch für spontane Ausflüge, etwa über das Wochenende ins Ausland. Wichtig jedoch: Unbedingt ins Kleingedruckte schauen. Denn eine Auslandsreise-Krankenversicherung begrenzt in der Regel die Dauer der vereinbarten Absicherung. Zumeist bieten die Jahres-Policen am Markt einen Schutz von höchstens 42 bis 70 Tagen pro Trip. Wer einen Aufenthalt von mehreren Monaten im Ausland plant, riskiert im Krankheitsfall hohe Kosten, auf denen er sitzen bleibt. Hier sollte eine Auslandsreisekrankenversicherung für eine lange Einzelreise abgeschlossen werden. Dieser Schutz kann auch noch kurz vor Reiseantritt – quasi last minute – abgeschlossen werden. Statt eines Abschlusses auf gepacktem Koffer empfiehlt sich jedoch ein gründlicher Preis-Leistungs-Vergleich von mehreren Versicherungsangeboten im noch ruhigen Vorfeld einer Reise.
  • Reiserücktrittsversicherung:Der Schutz bei unfreiwilligem Verzicht auf eine Reise – etwa bei Krankheit, Unfall, Tod des Partners beziehungsweise eines nahen Familienangehörigen oder bei Arbeitsplatzverlust – ist sinnvoll, wenn beispielsweise eine teure Reise lange im Voraus geplant wird. Auch für den Urlaub mit Kindern kann der Abschluss sinnvoll sein. Wer den Reiserücktritt versichert, sollte unbedingt darauf achten, dass auch gleichzeitig die Kosten für einen Abbruch des Urlaubs übernommen werden. Versicherer legen die Fristen für den Abschluss des finanziellen Schutzes individuell fest. Bei vielen Unternehmen kann ein Vertrag bis 30 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen werden. Urlauber, die sich für einen Schnelltrip entscheiden, müssen den Rücktrittsschutz innerhalb von ein bis drei Tagen nach der Buchung vereinbaren.
  • Reisegepäckversicherung:Verzichtbar ist hingegen in der Regel die Police für den Verlust des Reisegepäcks. Sie bietet für einen relativ hohen Beitrag nur minimalen Schutz. Denn der Reisende muss auf sein Gepäck so sorgfältig achten als ob es überhaupt nicht versichert sei. Kann ihm der Versicherer vorwerfen, nicht ausreichend auf Koffer und Co. achtgegeben zu haben, wird dem Versicherten ein Mitverschulden angerechnet und entsprechend weniger reguliert. Also wenn überhaupt, wird dann nur ein Teil des Schadens erstattet. Eine Gepäckversicherung muss spätestens bis zu dem Tag, an dem es losgeht, in trockenen Tüchern sein. Auf der sicheren Seite – vor allem auch bei online-Abschlüssen – ist, wer sich rechtzeitig um eine Police kümmert.
  • Hausratversicherung:Viele Gegenstände im Gepäck sind über diese Police geschützt. Es gibt dabei eine Obergrenze der möglichen Erstattung von maximal 10.000 Euro beziehungsweise zehn Prozent der Hausratversicherungssumme. Voraussetzung für eine Leistung ist, dass Sachen bei Raub, Einbruch entwendet oder durch einen Sturm beschädigt wurden. Weiteres Plus: Die Hausratversicherung erstattet den Neuwert, während die Reisegepäckversicherung nur für den Zeitwert aufkommt.



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Tipps für den Pflegealltag zu Hause

Was Angehörige wissen müssen

Die meisten Menschen, die durch Krankheit, Behinderung oder Alterserscheinungen auf Hilfe angewiesen sind, möchten in ihren vertrauten vier Wänden gepflegt werden. Tatsächlich werden mehr als zwei Drittel aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zu Hause versorgt. Glück hat, wer in Familie oder Freundeskreis eine Person findet, die sich darum kümmert. Diese Angehörigen übernehmen eine große Aufgabe und haben ein Recht auf bestmögliche Unterstützung. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Pflege zu Hause organisieren – Was Angehörige wissen müssen“ hilft ihnen, diese Herausforderung zu meistern.

Leistungen beantragen, Freistellung von der Arbeit organisieren, das nötige Wissen über die Pflege aneignen: Das erste Kapitel erläutert, worum sich die künftigen Pflegenden als Erstes kümmern müssen. Der zweite Abschnitt erklärt, welche Leistungen Pflegebedürftigen zustehen. Kapitel drei hilft bei der Vorbereitung und gibt Tipps, wie sich etwa die Wohnung umgestalten lässt. Im letzten Teil steht dann der Alltag mit praktischen Hinweisen und Entlastungsangeboten im Mittelpunkt. Das Buch richtet sich an alle Angehörigen, die vor einer Fülle von Fragen stehen, und diejenigen Betroffenen, die ihre Angelegenheiten noch selbst in die Hand nehmen können.

Der Ratgeber „Pflege zu Hause organisieren – Was Angehörige wissen müssen“ hat 216 Seiten,kostet 14,90 Euro und ist in der Verbraucher-zentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.

 

Wirksame Online-Kündigungen

 
 
 
 
 
Vormerken allein reicht nicht
Wirksame Online-Kündigungen
Ohne Unterschrift ist online vieles möglich: Mitglied werden, Verträge abschließen, Upgrades vornehmen, Zusatzleistungen hinzubuchen und Vereinbarungen auch wieder auflösen. Doch bei Kündigungen von digital abgeschlossenen Verträgen legen Telekommunikationsunternehmen, Dating-Dienste oder soziale Netzwerke abwanderungswilligen Kunden geschickt Steine in den Weg, um sie nicht ohne ausdrückliche schriftliche Erklärung gehen zu lassen. Ein fragwürdiges Bremsmanöver versuchen Anbieter etwa mit Hilfe einer aktivierbaren „Kündigungsvormerkung“ auf ihrer Webseite. „Hinter diesem auf den ersten Klick kundenfreundlichen Service, Vertragskunden rechtzeitig zum Laufzeitende an eine mögliche Kündigung zu erinnern, dient dieser Hinweis Online-Anbietern oft als Vorwand, um abtrünnigen Kunden einen Verbleib bei ihrem Angebot schmackhaft zu machen“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Sie erklärt, wie der Kniff Kunden von einer Kündigung abhält und wie dennoch ein Online-Vertrag erfolgreich gekündigt werden kann:
  • Vormerkung kein Ersatz für wirksame Kündigung:Wer den Button „Kündigungsvormerkung“ bei einem kostenpflichtigen Online-Angebot zum Surfen, Telefonieren, Daten oder Vernetzen anklickt, setzt damit nicht automatisch eine Kündigung zum vereinbarten Laufzeitende eines Vertrags in Gang. Die Vormerkung ist lediglich ein Hinweis, dass der gültige Vertrag zu einem bestimmten Termin mündlich oder schriftlich gekündigt werden kann.
  • Service dient der Kundenbindung:Anbieter installieren die Funktion „Kündigungsvormerkung“ auch auf ihren Webseiten, weil sie hoffen, dass Kunden vor Fristende anrufen, um sich nach neuen Angeboten zu erkundigen. Wankelmütige Kunden sollten jedoch nicht glauben, mit dem Häkchen bei der Kündigungsvormerkung und dem anschließenden Telefonat hätten sie in puncto Kündigung alles getan: Wer sich nicht zum Bleiben ermuntern lässt, muss dennoch ausdrücklich kündigen!
  • Nachteile für Kunden:Pech hierbei, dass die gesetzten Kündigungsfristen häufig nicht mehr eingehalten werden können und der Vertrag sich automatisch verlängert. Eine Vertragskündigung bei einem Online-Anbieter muss nicht unbedingt schriftlich erfolgen, sondern kann am Telefon auch mündlich erklärt werden, falls Firmen dies zulassen. Allerdings wird es für viele Kunden schwierig sein, eine mündliche Kündigung im Nachhinein nachzuweisen.
  • Richtig kündigen:Online-Firmen legen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) fest, in welcher Form die Kündigung eines Vertrages möglich ist. Hierbei können sie eine mündliche Kündigung am Telefon ausschließen, nicht aber den Vertragsstopp per E-Mail oder Fax. Mit einer schriftlichen Erklärung, in der eindeutig steht, „dass der Vertrag zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden soll“, sind abtrünnige Kunden auf der sicheren Seite. Bei der Kündigung müssen die gesetzten Fristen von bis zu drei Monaten beachtet werden. Das Fristende ist meist in den Vertragsunterlagen oder auch in den Rechnungen angegeben. Um den rechtzeitigen Eingang des Kündigungsschreibens bei Problemen nachzuweisen, sollte ein Brief per Einschreiben mit Rückschein versandt, der Sendebericht bei einem Fax aufbewahrt oder eine E-Mail mit Lesebestätigung auf den Weg gebracht werden. Anbieter sind nicht verpflichtet, eine Kündigung zu bestätigen. Für die meisten gehört dies jedoch zum Service.
Ob Kunden aus ihrem Handyvertrag rauswollen oder sie die Zustimmung zu Zusatzleistungen reut: Bei Kündigungsproblemen oder sonstigem Ärger rund um Online-Service-Verträge bietet die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße 37 rechtlichen Rat an. Termine können vereinbart werden unter 02251 506 45 01.

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Termine der Sonderberatungen im Juli zu allen Energiesparthemen

 
 
Termine der Sonderberatungen im Juli 2018 in der Verbraucherzentrale Euskirchen
 
Energiespar-Einzelberatung zu Heizungstechnik, Regenerativen Energien und Wärmedämmung
Heiztechnik, Photovoltaik, Solare Warmwasserbereitung, Wärmedämmung, Feuchtigkeit und Schimmelbildung, Förderprogramme u.a.
Berater:         Werner Reiner         (Kosten: 5,00 € / 30 min.)
Termine:       Do       05.07.2018        15:00 – 18:00 Uhr
                     Do        19.07.2018        15:00 – 18:00 Uhr
 
Mietrechtsberatung
Fragen rund um Mieterhöhung, Kündigungsfristen, Wohnungsmängel, Nebenkosten u.a.
Berater:         Ralf Schilberz          (Kosten: 20,00 €)
Termin:         Mo       16.07.2018        10:00 – 13:00 Uhr
 
Rechtsberatung durch Rechtsanwalt
Verbraucherverträge: z.B. Telekommunikationsdienstleistungen, Kaufverträge, Handwerkerverträge, Reiserecht, Fitnessstudio-Verträge, Beratung zum Energierecht
Berater:         Lutz Stader             (Kosten: 30,00 € )
Termine:       Di        10.07.2018        14:00 – 18:00 Uhr
                     Di         24.07.2018        14:00 – 18:00 Uhr
 
Versicherungsberatung
Ermittlung des Versicherungsbedarfs, Überprüfung der aktuellen Versicherungssituation zu allen privaten Versicherungen
Berater:         Sabine Nikel              (Kosten: 40,00 € / 30 min. )
Termin:         Di         24.07.2018        14:00 – 18.00 Uhr
 
Vorherige Anmeldung erforderlich:      
Beratungsstelle Euskirchen, Wilhelmstraße 37
Tel:       02251 / 506 45 01
Fax:      02251 / 506 45 07
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Öffnungszeiten:                                          
Mo        9:00 – 13:00 Uhr
Di         9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Do        9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Fr         9:00 – 13:00 Uhr

Neuer Ratgeber mit Profitipps für den Haushalt

 
 
 
Einfach, schnell und nachhaltig
Neuer Ratgeber mit Profitipps für den Haushalt
 
Warum wird mein Geschirr nicht richtig sauber? Was hilft gegen helle Streifen auf der Jeans? Und wie verschwindet der Kalk wieder vom Duschkopf?
Was Forscher, Blogger und Haushaltsprofis in solchen und vielen anderen Fragen der Hausarbeit raten, erklärt der neue Ratgeber „Haushalt im Griff. Einfach, schnell und nachhaltig“ der Verbraucherzentrale. Schritt für Schritt hilft er bei zahlreichen Aufgaben und Herausforderungen. Dabei wird vor allem Wert darauf gelegt, mit der Gesundheit und Umwelt schonend umzugehen. Anhand von Symbolen können Verbraucherinnen und Verbraucher auf den ersten Blick erkennen, welche Tipps dabei helfen, im Alltag Zeit oder Geld zu sparen und/oder nachhaltig zu handeln.
 
Der Ratgeber behandelt die Themen Einkaufen und Aufbewahren, Kochen und Backen, Kleiderpflege sowie Putzen. Einen schnellen Überblick bieten etwa die zehn goldenen Einkaufs- und Kühlschrankregeln, die sieben goldenen Regeln zum Fensterputzen, die fünf Fleck-weg-Regeln oder die fünf Schritte für das Falten eines Hemdes. Das letzte Kapitel ist schließlich den nicht-alltäglichen Momenten gewidmet, etwa wenn viele Essensgäste zu bewirten sind. Oder wenn das Zuhause für den Urlaub vorbereitet wird oder – auch das eine Herausforderung - die Wohnung in nur einer halben Stunde vorzeigbar sein soll.
 
Der Ratgeber „Haushalt im Griff“ hat 200 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.
 

 

 

 

 

 

 

 

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Tipps zu Kaffeefahrten

 

Verkäufern teure Tour vermasseln
Tipps zu Kaffeefahrten

Geldgewinne, Geschenke, gutes Essen und weitere Attraktionen vor Ort – mit den immer gleichen Versprechen werden meist ältere Menschen zur Teilnahme an einer Tagestour gelockt. Doch hinter der preiswerten Fahrt ins Grüne verbirgt sich oft eine als Kaffeefahrt getarnte Verkaufstour, bei der den Teilnehmern meist minderwertige Waren zu überteuerten Preisen angedreht werden.

„Auf keinen Fall sollten sich Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen am Zielort dazu verleiten lassen, etwas zu unterschreiben oder gleich das Portemonnaie zu zücken. Das Geld ist dann meist weg, auch wenn der Kaufvertrag hinterher widerrufen wird“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, vor versierten Verkäufern, die nach der Bustour auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Wie Teilnehmer auf falsche Versprechen nicht hereinfallen und gegen unseriöse Verkaufspraktiken vorgehen können, dazu hat Monika Schiffer passende Tipps:

  • Nette Einladung nur schöner Schein: Preiswerten Touren mit vielen Extras sollte man stets misstrauisch begegnen! Sinnvoll ist es, das Angebot zu einer Kaffeefahrt und besonders das Kleingedruckte vor der Buchung sorgfältig zu lesen. Sämtliche Kosten – auch zusätzliche Extras – und sonstige Teilnahmebedingungen sollten vorher zusammengetragen und geprüft werden. Bei Ungereimtheiten am besten Angehörige, Betreuer oder die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale um Rat fragen. Im Zweifel sollten Interessenten lieber auf eine Teilnahme verzichten.
  • Gerissene Verkaufstaktik: Veranstalter von Kaffeefahrten haben nichts zu verschenken, sondern treiben mit Rentnern und Pensionären ein für sie einträgliches Spiel. Zusätzlich treiben sie mit den ermittelten Adressdaten oft noch einen regen Handel. Ihre Verkaufsveranstaltung findet häufig in einem abgelegenen Lokal statt, damit möglichst niemand zu einem interessanteren Ort entschwindet. Während einer mehrstündigen Präsentation werden Teilnehmer von geschulten Verkäufern geschickt zum Kauf von zweifelhaften Gesundheitspräparaten, Rheumadecken, Werkzeug oder Küchengeräten animiert – meist zu völlig überzogenen Preisen. Verläuft das Geschäft nicht so einträglich wie erhofft, werden potenzielle Käufer oft aggressiv von den Verkäufern bedrängt.
  • Teilnahme und Kauf kein Zwang: Gäste einer Verkaufsveranstaltung können sich jedoch durchaus während der Warenpräsentation absetzen und bis zur Rückfahrt etwas anderes unternehmen. Sie haben trotzdem einen Anspruch auf sämtliche Leistungen – etwa auf Verpflegung und Rücktransport, die sie gebucht und bezahlt haben. Sie müssen auch nichts kaufen. Falls Teilnehmer daran gehindert werden, den Veranstaltungsraum zu verlassen, sie womöglich sogar bedroht werden, sollte sich niemand scheuen, die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen und Anzeige wegen Nötigung zu erstatten. Hilfreich ist es bei Problemen, vorsorglich die Namen des Busunternehmers und des Fahrers sowie das Kennzeichen des Busses für eine Beschwerde zu notieren.
  • Unterschrift und Anzahlung tabu: Sinnvoll ist auch, Kaufvertrag und Werbematerial erst mal mit nach Hause zu nehmen, um einen Vertrag in Ruhe prüfen sowie Preis und Qualität mit anderen Waren vergleichen zu können. Hierbei ist höchste Vorsicht geboten bei Anbietern, die in ihren Unterlagen lediglich eine Postfachadresse oder einen Firmensitz im Ausland angeben. In solchen Fällen ist eine rechtliche Verfolgung meistens aussichtslos.
  • Widerrufsrecht: Wird ein Warenkauf im Nachhinein bereut, weil der Preis der neuen Heizdecke zu hoch erscheint oder Zweifel an der angepriesenen Wunderwirkung von Fitness-Pillen aufkommen, können Käufer in der Regel innerhalb von 14 Tagen, nachdem ein Vertrag vereinbart wurde beziehungsweise sie die gekaufte Ware in den Händen halten, ohne Begründung vom Kaufvertrag Abstand nehmen. Wurden sie nicht ordnungsgemäß über ihr Recht auf Widerruf informiert, haben sie sogar ein Jahr und 14 Tage Zeit, um sich von der Vertragsverpflichtung zu lösen. Käufer sollten bei der Entgegennahme eines Vertrages immer auf das Datum achten. Unseriöse Anbieter versuchen oft, das Widerrufsrecht durch Zurückdatierung auszuhebeln. Wichtig für Reklamationen und Rücktritt ist auch, dass der Name der Firma, einer verantwortlichen Person, die Anschrift und nicht nur ein Postfach im Kaufvertrag angegeben sind.

Weitere Auskünfte zu dubios erscheinenden Bustouren gibt’s online unter www.verbraucherzentrale.nrw/kaffeefahrten. Persönliche Hilfe bietet die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße 37 in Euskirchen. Hier wird zu entsprechenden Einladungs- oder Gewinnschreiben oder den Rechten nach einem Kauf beraten.

Das eigene Zuhause jetzt schon für den Winter wappnen

 
 
 
 
 
Energieberatung der Verbraucherzentrale im Mai 2018
 
Kleine Handgriffe, große Wirkung
 
Das eigene Zuhause jetzt schon für den Winter wappnen
 
Der Frühling steht vor der Tür, und die Heizung kann endlich in die
Sommerpause gehen. Trotzdem lohnt es sich, kurz an die kalten
Füße der vergangenen Monate zurückzudenken. Während der warmen
Jahreszeit ist nämlich die perfekte Gelegenheit, Wohnung oder Haus
mit ein paar einfachen und kostengünstigen Maßnahmen für den nächsten
Winter zu wappnen.
Werner Reiner, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-
Westfalen, hat die besten Tipps zusammengestellt.
 
Fenster und Türen abdichten
„Alte Fenster und Türen sind oft undicht. Zugluft und Energieverluste sind
die Folge“, erläutert Werner Reiner. Dichtungsbänder und Bürsten-
dichtungen lassen sich leicht selbst anbringen und schaffen zuverlässig
Abhilfe.
 
Umräumen
Ist der Heizkörper durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge verdeckt,
kann seine Wärme nicht voll genutzt werden. Außerdem kann das
Thermostatventil durch den Wärmestau unter der Abdeckung nicht
die richtige Raumtemperatur einstellen. Die Folge: Das Zimmer bleibt
kalt.
 
Heizkörper entlüften
Gluckernde Heizkörper sind nicht mehr vollständig mit Wasser gefüllt
und werden daher nicht richtig warm. Mit einem speziellen Schlüssel
und wenigen Handgriffen können sie entlüftet werden. „Informieren
Sie aber vorher Ihren Vermieter, Hauswart oder Hausverwaltung,
denn möglicherweise muss anschließend Wasser ins Heizungssystem
nachgefüllt werden“, rät der Energieexperte. 
 
Heizkörpernischen dämmen
Die Außenwand in Heizkörpernischen ist dünner und wird vom
Heizkörper stark erwärmt. So geht viel Wärme verloren. Ist zwischen
Heizkörper und Außenwand ausreichend Platz, können hinter dem
Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und so diese Wärmeverluste
reduziert werden.
 
Wer Fragen zu den Themen Dämmen, Heizen und Lüften sowie Strom-
und Energiesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige
Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen
kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden.
 
Eine Terminvereinbarung ist notwendig. Die Terminvergabe findet statt
unter 02251-5064501 oder per email an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten. Je nach Umfang des
Themas werden 60 Minuten eingeplant.
 
Termine im Kreis Euskirchen im Mai zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale 08.05.2018 ab 15:00 Uhr
24.05.2018 ab 15.00 Uhr

Saubere Luft trotz Öfen und Kaminen

Energieberatung der Verbraucherzentrale im April 2018

Saubere Luft trotz Öfen und Kaminen

Seit 1. Januar gelten strengere Feinstaub-Grenzwerte für Kamine und Kachelöfen
Verbraucher, die ihre vier Wände mit einem Kachelofen oder einem Kamin beheizen, müssen seit dem 1. Januar 2018 strengere Auflagen für den Betrieb ihrer Feuerstätte beachten.

Die wichtigsten Informationen zum Kamingenuss auf einen Blick:

Alte Öfen geben neben wohliger Wärme, auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. So erzeugt ein Kaminfeuer in einer Stunde etwa genauso viel Feinstaub, wie ein Dieselfahrzeug bei einer 100 Kilometer langen Fahrt. Neue Feuerstätten verbrennen effizienter als alte Öfen. Somit sparen sie Brennholz und produzieren weniger Feinstaub. Der Gesetzgeber reagierte, indem er die Feinstaub-Grenzwerte herabsetzte und festlegte, dass ab dem 1. Januar 2018 Öfen, die vor 1985 eingebaut wurden, mit Feinstaubfiltern nachgerüstet oder komplett ausgetauscht werden müssen. Außerdem können Gemeinden und Kommunen je nach Luftqualität Betriebsverbote für Feuerstätten aussprechen, wie es z. B. in Stuttgart bei Feinstaubalarm passiert.

Jeder Verbraucher kann selbst auf die Feinstaub-Emission Einfluss nehmen, indem er

  • gut abgelagertes, trockenes Brennholz verwendet
  • geeignete Anzünder verwendet
  • keinen Müll verbrennt
  • eine geeignete Feuerstätte zum Heizen nutzt
  • auf sehr hohe Raumtemperaturen verzichtet
  • Feuerstätten für Holzpellets wählt, diese haben weniger Feinstaubemissionen, statt solche mit Brennholz

Mit Brennholz zu heizen, ist häufig teurer als gedacht. Der Brennstoff ist zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber Kamine und Öfen haben oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter ausnutzen. Inwiefern es sich lohnt, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen, beantwortet Werner Reiner, Energieberater der Verbraucherzentrale in Euskirchen und gibt darüber hinaus eine Reihe genereller Empfehlungen zum Einbau einer Holzfeuerstätte sowie andere Tipps zum Thema Energie.

Weiterführende Informationen zur ersten Verordnung zur Durchführung des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes:

https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/BJNR003800010.html

Unabhängige Unterstützung bei Überlegungen zu einem Kaminofen gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Euskirchen.Auch wer Fragen zu den Themen Heizen und Lüften, Regelung sowie Strom- und Energiesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige Energieberatung. Zu allen Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten. Je nach Umfang des Themas werden 60 Minuten eingeplant.

Termine in Euskirchen im April zu allen Energiesparthemen:

Euskirchen in der Verbraucherzentrale         12.04.2018 ab 15:00 Uhr

                                                                26.04.2018 ab 15.00 Uhr

Ratgeber Geldanlage

 
Prioritäten setzen bei der Finanzplanung
Die passende Form der Geldanlage
 
Um die Finanzplanung auf ein solides Fundament zu stellen, müssen Anleger weder Börsenexperten noch Steuerfachleute sein. Vielmehr sind Grundkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge nötig, Wissen um die wichtigsten Formen der Geldanlage – und eine besonnene Abwägung. Bevor es um möglichst hohe Renditen geht, gilt es erst einmal, gravierende Fehler zu vermeiden. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Geldanlage. Einfache Strategien für Ihre Finanzplanung“ erläutert deshalb grundlegende Regeln, bevor er auf einzelne Produkte eingeht.
 
Im Zentrum stehen dabei die fünf wichtigsten Anlageziele: kurzfristige Liquidität, Sparen auf Anschaffungen. Sparen aufs Eigenheim, individuelle Altersvorsorge sowie eine freie Vermögensbildung. Da die wenigsten ihr Guthaben in allen Kategorien gleichzeitig verteilen können, sind Prioritäten zu setzen. Der Ratgeber begleitet Anlegerinnen und Anleger bei den ersten Planungsschritten und unterstützt sie dabei, die richtige Strategie zu entwickeln. Unter anderem geht er auf nachhaltige Geldanlagen ein, warnt vor nachteiligen Investitionen und hilft dabei, bestehende Verträge zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren. Wenn der Weg schließlich doch zu einer Anlageberatung führt, sind die Leserinnen und Leser mit der Checkliste am Ende des Buches für ein Beratungsgespräch gut gerüstet.
 
 
Der Ratgeber hat 208 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01
erhältlich.
 
 
Ich wünsche einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Euskirchen

i. A. Carmen Weeber

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