Frust beim Glasfaserausbau

Unlautere Vertriebsmethoden verärgern Verbraucher:innen
Bis 2030 sollen nach den Plänen der Bundesregierung alle Haushalte einen Glasfaseranschluss haben. In NRW sind bisher knapp ein Viertel aller Haushalte angeschlossen. Um Kund:innen vom Glasfaserausbau zu überzeugen, gehen viele Unternehmen von Tür zu Tür und werben für ihr Angebot – teils mit unlauteren Methoden, wie zunehmende Beschwerden bei der Verbraucherzentrale NRW zeigen. „Verbraucher:innen berichten, dass sie in den Verkaufsgesprächen schlecht informiert und teils sogar unter Druck gesetzt werden, sofort einen Vertrag zu unterschreiben“, sagt Monika Schiffer, Leiterin der Euskirchener Beratungsstelleder Verbraucherzentrale NRW. „Außerdem beobachten wir, dass Trittbrettfahrer ihr Unwesen treiben, die Verbraucher:innen unter dem Deckmantel des Glasfaserausbaus diverse Internetverträge unterschieben wollen.“ Was Verbraucher:innen zum Glasfaserausbau wissen sollten und wie sie sich vor ungewollten Vertragsabschlüssen schützen, erklärt Monika Schiffer.
  • Ist ein Glasfaseranschluss überhaupt sinnvoll?
    Viele Verbraucher:innen fragen sich, warum sie überhaupt einen Glasfaseranschluss ins Haus legen lassen sollten. Fakt ist, dass der Bandbreitenbedarf im Laufe der Jahre stetig gewachsen ist. Während vor 20 Jahren noch 1 bis 2 MBit pro Sekunde vollkommen ausreichten, um E-Mails zu schreiben oder etwas zu recherchieren, benötigen heutige Anwendungen, wie zum Beispiel Streaming-Dienste oder Social-Media-Plattformen, eine deutlich höhere Bandbreite. Und dieser Trend setzt sich fort. Zukunftssicher sind daher nur Glasfaseranschlüsse. Wer die Möglichkeit hat, einen Glasfaseranschluss ins Haus legen zu lassen, sollte dies tun. Ein späterer Entschluss führt oft zu höheren Kosten.
  • Was ist ein „echter“ Glasfaseranschluss?
    Nach den Erfahrungen der Verbraucherzentralen versuchen Vertriebsmitarbeiter:innen von Kabelnetzunternehmen immer wieder, herkömmliche Kabelanschlüsse als „Glasfaser“ zu verkaufen. Hierbei verwenden sie häufig Marketingbegriffe wie „Kabel-Glasfaser“, „Koax-Glasfaser-Technologie“ oder auch „Gigabit-Anschluss“. Ein echter Glasfaseranschluss geht bis in die Wohnung und trägt den Namen „Fiber to the home“ („FTTH“, deutsch: „Glasfaser nach Hause“). Andere Angebote wie „Fiber to the curb“ („FTTC“, „bis an den Bordstein) oder „Fiber to the building“ („FTTB“, „bis in den Keller eines Gebäudes“) greifen auf den letzten Metern weiterhin auf Kupferkabel zurück, was die schnelle Glasfaser-Geschwindigkeit ausbremst.
  • Was ist eine Ausbauquote?
  • Anbieter bauen sehr häufig nur dann aus, wenn ein gewisser Prozentsatz der Haushalte in einer Straße oder einem Wohnviertel entsprechende Verträge vor Beginn des Ausbaus abschließt. Wird die Quote nicht erreicht, so werden die Verträge meist storniert. Vor Vertragsschluss sollten Interessierte prüfen, wann die Mindestvertragslaufzeit beginnt, was passiert, wenn nicht ausgebaut wird oder der Beginn sich verzögert. Wird der Vertrag automatisch storniert? Oder nur für einen eventuell späteren Ausbau „auf Eis“ gelegt"? In diesem Fall sollte geprüft werden, ob man vom Vertrag zurücktreten kann, wenn endgültig klar ist, dass ein Glasfaserausbau nicht oder zu einem verspäteten Zeitpunkt stattfinden wir
  • Welcher Tarif ist für mich sinnvoll?
    Anbieter werben meist mit hohen Bandbreiten im Download und
    Upload. Je nach den persönlichen Nutzungsgewohnheiten, kann der individuelle Bedarf stark variieren. Wer sich nicht sicher ist, welche Leistung benötigt wird, sollte beim Vertragsschluss im Zweifelsfall eher auf eine etwas niedrigere Bandbreite zurückgreifen. Wenn diese letztlich nicht ausreicht, lässt sich bei fast allen Anbietern eine Höherstufung (Upgrade) vornehmen – auch während der Vertragslaufzeit. Wer hingegen zu Beginn einen „überdimensionierten“ Tarif wählt, bekommt ein „Downgrade“ auf niedrigere Bandbreiten meist erst zum Ende der Mindestvertragslaufzeit. Vorsicht ist bei vermeintlichen Einheitspreisen für alle Bandbreiten geboten: Erst im Kleingedruckten wird klar, dass sich der Preis nach drei, sechs, neun oder zwölf Monaten deutlich erhöht.
  • Kann ich meinen Glasfaser-Vertrag widerrufen oder kündigen?
    Wurde der Vertrag an der Haustür, am Telefon oder im Internet geschlossen, haben Verbraucher:innen grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dies gilt auch für Verkaufsaktionen zum Beispiel vor dem Supermarkt oder auf dem Marktplatz. Wurde der Vertrag hingegen im Ladengeschäft des Anbieters geschlossen, kann er nicht widerrufen werden. Ob eine Kündigung vor Beginn des Ausbaus möglich ist, hängt von den entsprechenden Kündigungsklauseln ab.
Weiterführende Infos und Links:
Häufige Fragen zum Glasfaseranschluss beantwortet die Verbraucherzentrale NRW unter: www.verbraucherzentrale.nrw/glasfaser

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Unsere Beratungsstelle Euskirchen wurde durch das Starkregenereignis am 15.07.2021 komplett zerstört. Aufgrund der aktuellen Situation können bis auf weiteres keine persönlichen Beratungstermine in der Beratungsstelle stattfinden. Telefonisch und per Email sind wir erreichbar.

 

Heizenergie sparen und Schimmel vermeiden

Heizenergie sparen und Schimmel vermeiden

Worauf private Haushalte zu Beginn der Heizsaison achten sollten

Die aktuelle Situation erfordert, sparsam mit Energie umzugehen. Zum 1. September 2022 hat die Bundesregierung Maßnahmen zur Heizungseinsparung verordnet, die auch das Absenken von Heiztemperaturen im Wohnraum vorsieht. Mieter:innen bleiben dennoch in der Pflicht, durch entsprechendes Heizen und Lüften Schimmelschäden zu vermeiden und die Bausubsubstanz vor Schaden zu bewahren.“ Dazu darf vor allem in älteren Gebäuden die Temperatur an den Heizköpern nicht beliebig weit reduziert werden. Dies kann zu Schimmelbildung in kritischen Bereichen wie Außenwänden, Außenecken, Fensterlaibungen oder hinter Möbeln führen”, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen.

Gemeinsam mit weiteren Fachorganisationen hat die Verbraucherzentrale NRW unter dem Dach des „Netzwerk Schimmelpilzberatung Deutschland“ sechs Tipps zum Heizenergie sparen und Schimmel vermeiden zusammengestellt:

  • Wohnung gleichmäßig heizen
    Wichtig ist es, die gesamte Wohnung gleichmäßig zu beheizen. Überall die Temperaturen auf 19 Grad Celsius einzustellen ist besser, als einzelne Räume auf 21 Grad Celsius zu halten und die übrigen gar nicht zu heizen.
  • Räumlichkeiten regelmäßig stoßlüften
    Alle Räume sollten regelmäßig stoßgelüftet werden. Dazu werden alle Fenster und die Innentüren weit geöffnet, so dass die verbrauchte, feuchte Raumluft schnell nach draußen abzieht. Am besten wirken gegenüberliegende Fenster (Querlüften). Dabei geht kaum Energie verloren, weil die in den Wänden gespeicherte Wärme erhalten bleibt. Das gilt insbesondere für Bäder nach dem Duschen und Küchen nach dem Kochen.
  • Luftfeuchtigkeit im Griff haben
    Die Raumluftfeuchtigkeit kann mit einem Thermohygrometer überprüft werden. Je kälter die Außenluft ist, desto niedriger sollte die Raumluftfeuchtigkeit sein. Bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius ist in älteren, ungedämmten Gebäuden häufig eine Raumluftfeuchtigkeit unter 50 Prozent notwendig, um Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Sonst kann sich an kälteren Stellen Feuchtigkeit niederschlagen und es bildet sich Schimmel.
  • Außenwände und Außenecken freihalten
    Außenwände und insbesondere Außenecken sollten möglichst frei und gut belüftet bleiben. Falls Möbel nicht anders gestellt werden können, ist ein großer Abstand zur Wand von möglichst zehn Zentimetern sinnvoll. Auch kleine Gegenstände in Raumecken oder Vorhänge vor den Außenwänden können in älteren Häusern ohne nachträgliche Dämmung zu Schimmelpilzbefall führen. An Außenwänden hängende Bilder sollten bei älteren Gebäuden mit Abstandhaltung aufgehängt werden.
  • Wäsche klug trocken
    Wenn es möglich ist, sollte Wäsche in Trockenräumen/-kellern oder draußen auf dem Balkon getrocknet werden - auch wenn dies manchmal länger dauert. Sollte das nicht möglich sein, ist es besser, die Wäsche im Wohnzimmer statt im Schlafzimmer oder im Bad zu trocken. Dunstabzugshauben mit Abluftbetrieb sowie Abluftventilatoren im Badezimmer sollten zusätzlich zur Entlüftung genutzt werden.
  • Badezimmer trocken halten
    Nach dem Duschen sollte Spritzwasser sofort von den Fliesen und elastischen Fugen mit einem Abzieher entfernt werden. Wer noch mehr tun möchte, kann alles zusätzlich mit einem Tuch trockenwischen und dieses anschließend an einem trockenen Ort aufhängen.

Weitere Informationen und Links:

  • Im Landesnetzwerk Schimmelberatung NRW sind lokale Beratungsnetzwerke sowie Landesinstitutionen, Kammern, Berufs- und Fachverbänden und weiteren Akteuren aus Nordrhein-Westfalen zusammen geschlossen, die sich in unterschiedlicher Weise mit Feuchte- und Schimmelbildung in Wohngebäuden auseinandersetzen. Weitere Informationen unter: www.schimmelnetz.nrw
  • Die Verbraucherzentrale NRW berät und informiert Ratsuchende zu Fragen rund um Schimmel, Feuchtigkeit und Sanierung. Weitere Informationen gibt es unter: www.verbraucherzentrale.nrw/schimmel
  • Detaillierte Ausführungen und weitere Empfehlungen zu vorbeugende Maßnahmen finden sich in dem Vortrag „Sparsam Heizen ohne Schimmel“ unter: https://youtu.be/1oYOXjKPPcg

Informationen zum Sparen von Heiz- und Stromkosten bietet die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen des Projekts Energie2020plus an, das mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert wird.

 

Monika Schiffer
Leiterin der Beratungsstelle

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Was tun bei Werbeflyern für Kanalinspektion?

Verbraucherzentrale NRW warnt Hauseigentümer:innen vor „Kanalhaien“ und bittet um Einsendung dubioser Flyerwerbung.
Derzeit entdecken Hauseigentümerinnen und -eigentümer mancherorts in ihren Briefkästen einen Flyer, der den Eindruck erweckt, von der örtlichen Stadtentwässerung zu stammen. Darin werben Kanalunternehmen für eine Inspektion, die angeblich in Zusammenarbeit mit der Stadt durchgeführt wird. Doch Verbraucher:innen sollten hier besonders vorsichtig sein.
Interessent:innen werden aufgefordert, den Flyer auszufüllen und an die Firma zurückzusenden. Auf diese Weise erhält der Rohrsanierer die Kontaktdaten und schickt im Anschluss einen Mitarbeitenden zur mitgeteilten Adresse. „Nach der Inspektion werden Eigentümer:innen dannzu einer stark überteuerten und im schlimmsten Fall unnötigen Sanierung überredet,“ warnt Monika Schiffer, Leiterin der Beratungsstelle Euskirchen der Verbraucherzentrale NRW.
Um mögliche rechtliche Schritte gegen diese Kanalunternehmen einzuleiten, prüft das Projekt Klimafolgen und Grundstücksentwässerung der Verbraucherzentrale NRW den Inhalt dieser Flyer und bittet dafür um Mithilfe. Betroffene, die solche Schreiben erhalten haben, werden aufgefordert, diese einzuschicken.
Per Post an:
Verbraucherzentrale NRW e.V.
Projekt Klimafolgen und GrundstücksentwässerungMintropstraße 2740215 Düsseldorf
Alternativ kann der Flyer auch übermittelt werden an:
Fax: 0211 3809 452E-Mail:
 
Kostenlose Beratung
Generell sollten sich Verbraucher:innen nicht zu übereilten Aufträgen überreden lassen. Egal wie dringlich die angebliche Sanierung ist: Selbst bei schwerwiegenden Schäden kann man bis zu sechs Monate warten.
Nur unter bestimmten Voraussetzungen sind Grundstückseigentümer:innen übrigens zu einer Überprüfung ihrer Abwasserleitungen verpflichtet. Fragen dazu beantwortet die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen einer kostenlosen Beratung zur Prüfung und Sanierung privater Abwasserleitungen. Falls diese dann tatsächlich nötig sein sollte, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, stets mehrere schriftliche Angebote einzuholen, um Leistungen und Preise in Ruhe miteinander vergleichen zu können. Hat man sich doch zu einer Unterschrift drängen lassen, gilt bis zu 14 Tage nach Vertragsabschluss das Widerrufsrecht, von dem man auch nach Beginn der Arbeiten noch Gebrauch machen kann.
Weitere Informationen und Links
•Tipps zur Prüfung der Abwasserleitung zusammengefasst: https://www.abwasser-beratung.nrw/pruefung-abwasserleitung/achtung-kanalhaie
•Kostenlose Beratung bietet die Verbraucherzentrale NRW unter der Rufnummer 0211/3809 300 (montags und mittwochs von 9 bis 13 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr) und per E-Mail
 

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Rücknahme alter Elektrogeräte

Wussten Sie schon, dass jetzt auch Supermärkte alte Elektrogeräte zurücknehmen müssen?

Eierkocher, Lockenstäbe, Mixer und andere Elektrokleingeräte gibt es in vielen großen Lebensmittelmärkten und Discountern zu kaufen. Deshalb hat der Gesetzgeber entschieden: Auch diese Läden müssen Altgeräte kostenlos zurücknehmen. Seit dem 1. Juli müssen entsprechende Sammelstellen im Handel eingerichtet sein. Die neue Rücknahmepflicht gilt unabhängig davon, ob zeitgleich ein neues Gerät gekauft wird oder nicht. Das alte Gerät muss auch nicht in dem Geschäft erworben worden sein. Voraussetzung allerdings: Die gesamte Verkaufsfläche der zur Rücknahme verpflichteten Geschäfte muss größer als 800 Quadratmeter sein. Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen rät, gegebenenfalls an der Kasse nach Sammelbehältern zu fragen. Es müssen Geräte bis zu einer Kantenlänge von 25 Zentimetern angenommen werden – also beispielsweise auch Toaster, elektrische Zahnbürsten, Rasierer oder Smartphones. Bei größerer Ware wie Mikrowelle, Fernseher oder Waschmaschine wird die Rücknahmepflicht an den Kauf geknüpft. Wenn Discounter oder Supermärkte diese als Aktionsware anbieten, müssen sie die ausgedienten Altgeräte der Kund:innen nur beim Kauf eines neuen kostenlos zurücknehmen.

 

Alles zu den neuen Rückgabemöglichkeiten unter
www.verbraucherzentrale.nrw/elektroschrott

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Pfändungsfreibetrag steigt zum 1. Juli

Pfändungsfreibetrag steigt zum 1. Juli

Was Menschen mit Schulden jetzt beachten müssen

Ab dem 1. Juli 2022 können Schuldner:innen mit regelmäßigem Einkommen ein Plus in ihrer Haushaltskasse verbuchen: Die Pfändungsfreigrenzen werden um rund sechs Prozent erhöht. Das macht bei einer Pfändung von Einkommen auf der untersten Stufe fortan einen Freibetrag von 1.339,99 Euro aus, beim Pfändungsschutzkonto sind künftig 1.340 Euro geschützt. „Die neuen Pfändungsfreigrenzen gelten ohne Übergangsregelung“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Euskirchener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. „Arbeitgeber und Kreditinstitute müssen den neuen Freibetrag ab sofort beachten.“ Das ist wichtig, denn Menschen mit Schulden wirtschaften ohnehin am Existenzminimum. Für sie zählt jeder Euro. Aber Vorsicht: Wurden vom Gericht oder der Vollstreckungsstelle öffentlicher Gläubiger individuelle Freibeträge festgesetzt, müssen Schuldner:innen diese selber ändern lassen. Mit den folgenden Tipps weist Monika Schiffer den Weg, um die Anpassung an die neuen Pfändungsfreigrenzen nicht zu verpassen:

  • Neue Pfändungstabelle beachten

Die neue Pfändungstabelle erfasst alle Arbeitseinkommen und pfändbaren Sozialleistungen, die nach dem 1. Juli 2022 ausgezahlt werden. Durch die Erhöhung können alleinstehende Schuldner:innen ohne Unterhaltspflicht bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.400 Euro jetzt 1.351,11 Euro vom Lohn behalten. Besteht eine Unterhaltspflicht für eine Person, kann nichts gepfändet werden. Die aktuellen Pfändungsgrenzen können auf der Homepage der Verbraucherzentrale NRW nachgelesen werden.

Automatische Berücksichtigung

Grundsätzlich sind Arbeitgeber verpflichtet, die neuen Pfändungsfreibeträge automatisch zu beachten, und zwar auch bei schon länger laufenden Pfändungen und Abtretungen. Vorsorglich empfiehlt es sich jedoch, sich beim Arbeitgeber oder Sozialleistungsträger zu erkundigen, ob die neue Pfändungstabelle bekannt ist und angewendet wird. Damit kann irrtümlichen Auszahlungen an den pfändenden Gläubiger vorgebeugt und unangenehme Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber vermieden werden.

Automatische Anpassung Pfändungsschutzkonto (P-Konto)

Die automatische Anpassung an die neuen Freigrenzen gilt auch beim Pfändungsschutzkonto. Kreditinstitute müssen hier sowohl den geänderten Grundfreibetrag von jetzt 1.340 Euro als auch die angehobenen Freibeträge für weitere Personen (500,62 Euro für die erste, weitere jeweils 278,90 Euro für die zweite bis fünfte Person) automatisch berücksichtigen. Betroffene müssen keine neuen Bescheinigungen vorlegen.

Rückforderungen

Überweisen Arbeitgeber, Sozialleistungsträger oder Kreditinstitute versehentlich noch nach der alten Tabelle, können Schuldner:innen von diesen die Auszahlung der irrtümlich an Pfändungsgläubiger zu viel gezahlten Beträge verlangen.

Achtung: Bei Gerichtsbeschluss oder Bescheid selbst aktiv werden:

Für Pfändungen, bei denen der unpfändbare Betrag vom Gericht oder durch einen vollstreckenden öffentlichen Gläubiger individuell bestimmt wurde, wirken die neuen Pfändungsfreigrenzen leider nicht automatisch. Dies ist zum Beispiel bei einem gerichtlichen Beschluss wegen höheren Einkommens und entsprechend höherem Freibetrag bei einer Kontopfändung der Fall: Hier ist möglichst schnell beim Vollstreckungsgericht zu beantragen, dass der Beschluss abgeändert wird und die Freigrenzen angehoben werden. Hat der öffentliche Gläubiger den Freibetrag per Bescheid bestimmt, muss bei diesem eine entsprechende Änderung beantragt werden. Hierbei ist Eile geboten, denn die alten Beschlüsse und Bescheide gelten so lange, bis dem Kreditinstitut eine anders lautende Entscheidung zugeht.

Ab jetzt: Jährliche Anpassung der Pfändungsfreigrenzen möglich

Ab diesem Jahr ist durch eine Gesetzesänderung statt bisher nur alle zwei Jahre endlich eine jährliche Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen möglich. Mit der nächsten Anpassung ist daher schon zum 1. Juli 2023 zu rechnen.

Weiterführende Infos und Links:

  • Weitere Informationen zum Pfändungsfreibetrag gibt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale NRW unter:

www.verbraucherzentrale.nrw/node/13269

 

Monika Schiffer
Leiterin der Beratungsstelle

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Verträge kündigen mit wenigen Klicks

Verträge kündigen mit wenigen Klicks

Ab 1. Juli wird der Kündigungsbutton zur Pflicht

Viele Verträge können einfach und bequem online abgeschlossen werden: vom Zeitschriften-Abo über Fitnessstudio-Mitgliedschaften bis zu Mobilfunkverträgen. Wer aus dem Vertrag wieder raus möchte, hat es hingegen nicht immer so leicht. Das soll sich ab dem 1. Juli ändern. Wenn ein Unternehmen über seine Webseite den Vertragsabschluss online anbietet, muss künftig auch die Möglichkeit bestehen, über die Webseite zu kündigen. „Es ist wichtig, dass den Menschen bei der Kündigung keine unnötigen Steine in den Weg gelegt werden“, sagt Monika Schiffer, Leiterin der Euskirchener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. „Der Kündigungsbutton ist eine gute Lösung, um die Kündigung von Verträgen zu erleichtern.“ Wie der Kündigungsbutton funktioniert und wo er zum Einsatz kommt, erklärt Monika Schiffer.

  • Für welche Verträge wird der Kündigungsbutton eingeführt?

Der Kündigungsbutton wird für sogenannte entgeltliche Dauerschuldverhältnisse zur Pflicht. Das sind zum Beispiel Abos, Versicherungs- oder Unterrichtsverträge oder auch Streamingdienste. Verpflichtend wird der Kündigungsbutton dann, wenn Unternehmen den Vertragsabschluss über ihre Webseite gegenüber Verbraucher:innen anbieten. Ob Verbraucher:innen ihren Vertrag tatsächlich online abgeschlossen haben, ist nicht relevant. Sie können ihren Vertrag in jedem Fall über den Kündigungsbutton beenden. Dies gilt auch für Verträge, die vor dem 01. Juli 2022 geschlossen wurden. Ausnahmen vom Kündigungsbutton sind Verträge, die nach gesetzlicher Vorgabe schriftlich gekündigt werden müssen, wie zum Beispiel Miet- oder Arbeitsverträge. Auch Webseiten, die Verträge über Finanzdienstleistungen betreffen, sind von der Pflicht ausgenommen.

  • Wie sieht der Kündigungsbutton aus?
    Für die Gestaltung des Kündigungsbuttons gibt es klare gesetzliche Vorgaben. Es muss sich um eine deutlich gestaltete Schaltfläche handeln, die die Bezeichnung „Verträge hier kündigen“ oder eine entsprechend eindeutige Formulierung beinhaltet. Diese muss zu einer Bestätigungsseite führen, auf der die Verbraucher:innen konkrete Angaben zum Vertrag machen können, den sie kündigen möchten. Hier muss dann eine Bestätigungsschaltfläche mit dem Hinweis „jetzt kündigen“ oder einer genauso klaren Formulierung eingebaut werden, um die Kündigung abschließend zu bestätigen. Beide Schaltflächen, die zur Kündigung und die zur Kündigungsbestätigung, müssen ständig verfügbar und leicht zugänglich sein. Eine Anmeldung auf der Webseite darf dafür beispielsweise nicht erforderlich sein.

Ab wann gilt die Kündigung?

  • Bei jedem Vertrag gibt es Kündigungsfristen, die Verbraucher:innen berücksichtigen müssen. Wurde kein Kündigungszeitpunkt angegeben, gilt die Kündigung im Zweifel immer zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
    Wer für die Kündigung den Kündigungsbutton nutzt, kann davon ausgehen, dass die Kündigung dem Unternehmen unmittelbar zugeht. Das Unternehmen muss den Eingang der Kündigung sofort auf elektronischem Weg in Textform bestätigen. In der Regel erfolgt dies über eine automatische Eingangsbestätigung.

Kündigungen auf anderem Weg bleiben möglich

Wichtig: Verbraucher:innen können ihre Verträge auch weiterhin über die gewohnten Wege, wie zum Beispiel per Mail oder Brief kündigen. Der Kündigungsbutton bietet für bestimmte Verträge nur eine zusätzliche Kündigungsmöglichkeit und soll so das Kündigen erleichtern.

Rechtliche Beratung zum Thema Kündigung von Verträgen bietet die Euskirchener Verbraucherzentrale unter Tel: 02251 5064501 oder per Email an . Aktuell kann die Beratungsstelle noch nicht persönlich aufgesucht werden.

Weiterführende Infos und Links:

  • Weitere Informationen zur Vertragskündigung gibt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale NRW unter:

www.verbraucherzentrale.nrw/node/13132

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Pflanzen gegen Hitze – so verbessert Begrünung das Mikroklima

Pflanzen gegen Hitze – so verbessert Begrünung das Mikroklima

Grüne Dächer und Fassaden sowie bepflanzte Flächen rund ums Haus wirken wie natürliche Klimaanlagen

Die erste Hitzewelle des Jahres trifft Deutschland. Insbesondere in den Innenstädten heizen sich seit Tagen Gebäude und versiegelte Außenflächen auf. Auch in den Innenräumen wird es vielen Menschen zu warm. Einen effektiven und gleichzeitig attraktiven und nachhaltigen Schutz vor den hohen Temperaturen bietet die Begrünung von Häusern und Grundstücken. Wie das funktioniert und welche Möglichkeiten Verbraucher:innen am Eigenheim oder in Mietwohnungen haben, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale inEuskirchen.

  • Pflanzen spenden Schatten

Bewachsene Fassaden können auf natürliche Art zur Kühlung von Häusern und Grundstücken beitragen. Durch die Beschattung der Fassade mit Blättern von Wildem Wein oder anderen Fassadenkletterern kühlt die Luft am Haus ab. Die positive Folge: Außenwände heizen sich im Schatten des Blattwerks nicht so stark auf, die Temperaturen sowohl davor als auch im Inneren des Hauses bleiben angenehm. Wie stark der Kühleffekt ist, hängt vor allem von der Dichte des Laubs ab. Bei Pflanzen, die an Rankgerüsten an der Wand hochwachsen, ist ein ausreichender Abstand zwischen Kletterhilfe und Wand sinnvoll, denn hier kann zwischen Pflanzen und Fassade ausreichend Luft zirkulieren und zur Kühlung beitragen. Auch Bäume und Sträucher beschatten das Haus und verringern gleichzeitig die Aufheizung und Austrocknung des Bodens.

Kühlung durch Verdunstung

Pflanzen sorgen aber nicht nur durch Schatten für angenehmere Temperaturen, sondern auch, indem sie Wasser verdunsten. Bei diesem Prozess wird der unmittelbaren Umgebungsluft Energie in Form von Wärme entzogen, wodurch sie abkühlt. Vom Vorgarten bis zum Gründach ist dieser Effekt an allen begrünten Flächen spürbar. Besonders positiv wirken sich Fassadenbegrünungen aus, da sie sich über alle Etagen des Hauses erstrecken.

Temperierte Garage dank Dachbegrünung

Einen deutlichen Kühleffekt erzielen auch Dachbegrünungen, die man auf den meisten Garagen, Gartenhäuschen oder Carports anbringen kann. Der Gründachaufbau sorgt für angenehm frische Temperaturen unter dem Dach und kühlt das darunter parkende Auto.

  • Grün vor dem Haus fürs Mikroklima

Das Mikroklima am Haus wird maßgeblich durch die Gestaltung der Flächen darum herum beeinflusst. Verfugte Pflaster und Schotteranlagen heizen sich in der Sonne extrem auf und kühlen nachts kaum ab. Anders mit bepflanzten Vorgärten: Pflegeleichte Stauden etwa sorgen mit einem dichten Bewuchs dafür, dass der Boden nicht so stark austrocknet und schaffen gleichzeitig durch Verdunstung angenehmere Temperaturen. Wo befestigte Flächen zum Gehen oder Befahren erforderlich sind, bieten sich versickerungsfähige Pflasterungen an. Auch wer keinen privaten Vorgarten hat, kann aktiv werden: Vor Mehrfamilienhäusern gibt es oft Baumscheiben, die bepflanzt werden dürfen. Viele Kommunen in NRW bieten dafür sogar eine Förderung an. Neben dem kühlenden Effekt schaffen solche Flächen außerdem Nahrung und Lebensraum für Insekten und andere Tiere und werten das Straßenbild für die Menschen auf.

  • Genügend Wasser ist wichtig

Entscheidend für eine wirksame Kühlung ist, dass die Pflanzen genügend Wasser zur Verfügung haben, besonders in den trockenen Sommermonaten. Für die Bewässerung bietet es sich an, aufgefangenen Regen zu nutzen. Dabei ist es vorteilhaft, größere Mengen Wasser auf einmal zu gießen, damit die Pflanzen kräftige Wurzeln in die Tiefe ausbilden. So können sie in regenarmen Perioden besser Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen und sind besser gegen Trockenheit gewappnet.

Weiterführende Infos und Links

Die Expertinnen von „Mehr Grün am Haus – Spür das bessere Klima!“ der Verbraucherzentrale NRW bieten jeden ersten Mittwoch im Monat ein kostenloses Online-Seminar rund um Dach- und Fassadenbegrünung und zur Begrünung von Vorgärten an. Weitere Infos unter www.mehrgruenamhaus.de

Unter dem Klima im Wandel – schon vorgesorgt?“ finden Verbraucher:innen auch zu Bereichen wie Gesundheit, Vorsorge oder Starkregen konkrete Hilfestellung, wie sie ihre Lebensweise an das veränderte Klima anpassen können: www.verbraucherzentrale.nrw/klimaanpassung

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Beim Wasserkochen Geld sparen

Wussten Sie schon, dass sich beim Wasserkochen Geld sparen lässt?

Der Elektroherd verbraucht in der Küche den meisten Strom. Soll Wasser zum Kochen gebracht werden, lassen sich bis zu 30 Prozent Energie sparen, wenn das Wasser im Wasserkocher erhitzt wird. Wird eine größere Menge heißes Wasser für Nudeln oder Suppe benötigt, ist es sinnvoll das Wasser vorher im Wasserkocher zu erhitzen, um es im Anschluss bei kleinerer Stufe mit dem Kochgut weiter zu kochen. Das gilt für ein Glaskeramikkochfeld oder den E-Herd mit Gusseisenkochplatten. Dagegen kann das Induktionskochfeld mit dem Wasserkocher bei der Geschwindigkeit gut mithalten. Vor allem Kochplatten aus Gusseisen brauchen weit mehr Energie als Induktionsherde. Letztere arbeiten mit Magnetfeldern, so dass nicht erst die Platte erhitzt werden muss, sondern direkt der Topf. Lediglich der Gasherd ist beim Energieverbrauch noch günstiger als der Wasserkocher, wenn ein entsprechender Wasserkessel und die richtige Flammengröße genutzt werden.

Wird der Wasserkocher zur Aufbereitung genutzt, lässt sich dabei mit einfachen Maßnahmen Energie sparen, rät die Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Empfehlenswert ist ein hochwertiger Wasserkocher mit Temperaturregelung. Wichtig ist das rechtzeitige Entkalken, da sonst das Wasserkochen deutlich länger dauert und der Stromverbrauch steigt. Und zu guter Letzt: Immer nur so viel Wasser kochen, wie tatsächlich benötigt wird.

Weitere Informationen und Links:

Weitere Tipps zum Stromsparen im Haushalt finden sich hier: www.verbraucherzentrale.nrw/node/67954

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Unsere Beratungsstelle Euskirchen wurde durch das Starkregenereignis am 15.07.2021 komplett zerstört. Aufgrund der aktuellen Situation können bis auf weiteres keine persönlichen Beratungstermine in der Beratungsstelle stattfinden. Telefonisch und per Email sind wir erreichbar.


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Wenn die bestellte Ware nicht pünktlich ankommt

Diese Rechte haben Verbraucher:innen bei Lieferverzögerungen
Egal ob Fahrrad, Möbel oder elektronische Geräte: Bei vielen Produkten müssen sich Verbraucher:innen derzeit auf lange Lieferzeiten einstellen. Wenn angekündigte Liefertermine nicht eingehalten werden, wird aus einer anfänglichen Ungeduld irgendwann großer Frust. Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen erklärt, welche Rechte Verbraucher:innen haben und wie Betroffene am besten vorgehen.
 
- Lieferdatum im Kaufvertrag prüfen
Oft enthalten Kaufverträge keinen konkreten Liefertermin, sondern nur eine ungefähre Angabe, zum Beispiel “circa in drei Wochen” oder “ungefähr in Kalenderwoche 32”. In diesen Fällen müssen Verbraucher:innen den Händler durch eine Mahnung in Verzug setzen. Dies geschieht am besten per E-Mail oder nachweisbar per Einwurf-Einschreiben. Wenn im Kaufvertrag hingegen ein konkreter Liefertermin vereinbart worden ist, gerät der Händler automatisch in Verzug. Es handelt sich dann um ein sogenanntes Fixgeschäft.
 
- Nachlieferungsfrist setzen
Ist der voraussichtliche Liefertermin verstrichen, ohne dass die bestellte Ware geliefert wurde, können Verbraucher:innen eine angemessene Nachfrist zur Lieferung setzen verbunden mit der Androhung, vom Vertrag zurückzutreten, wenn auch diese Frist erfolglos verstreicht. Als angemessen wird in der Regel eine Frist angesehen, die die Hälfte der ursprünglich vereinbarten Frist beträgt - jedoch nicht weniger als 14 Tage. Wenn die ursprüngliche Lieferfrist beispielsweise drei Monate betrug, wären sechs Wochen eine angemessene Nachfrist. Dies nennt man juristisch Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung. Hierzu bietet die Verbraucherzentrale NRW einen Musterbriefgenerator an.
 
- Vom Vertrag zurücktreten
Verstreicht auch die Nachfrist, ohne dass eine Lieferung erfolgt, können Verbraucher:innen vom Vertrag zurücktreten und eine bereits geleistete Anzahlung zurückfordern. Vorab sollte überlegt werden, ob man die Ware bei einem anderen Händler tatsächlich schneller erhalten würde oder man auf die Ware ganz verzichten möchte.
 
- Schadensersatz fordern
Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht nur, wenn ein materieller Schaden entstanden ist, der finanziell messbar ist, wie zum Beispiel Porto- oder Telefonkosten. Ersatz für nutzlos aufgewendeten Urlaub oder für entgangene Nutzungsmöglichkeit wurden bisher nur von einzelnen Gerichten anerkannt. Ein Prozess sollte daher nur riskiert werden, wenn eine Rechtsschutzversicherung die Prozesskosten übernimmt.
 
Bei Fragen rund um den Vertragsabschluss oder bei weiteren Problemen des Verbraucheralltag hilft die Beratungsstelle Euskirchen telefonisch unter 02251 506 45 01 oder per Email an .
 
Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
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