Abzocke bei der Entfernung von Insektennestern

"Notdienste" bei Insektenplage:

Schon 2018 war ein Wespenjahr. Und nach dem heißen Juni diesen Jahres ist wieder mit vielen Insekten zu rechnen, ob Wespen oder  auch vielerorts schon vorkommende Eichenprozessionsspinner.

Das läßt viele Abzocker aus der Deckung kommen. Denn ob die gesundheitsgefährdenden Raupen aus den Bäumen oder das Wespennest im Rollladenkasten des Kinderzimmers – die ungebetenen Gäste will man möglichst schnell wieder loswerden. Und in ihrer Not fallen tierisch Geplagte dann auf unseriöse Anbieter ohne Sachkunde rein, teils mit überzogenen Rechnungen.

Tipps und Beratung finden sie hier.

Abzocke bei der Entfernung von Insektennestern

Notdienste bei Insektenplage:
Abzocker auf Kundenfang

Schon 2018 war ein Wespenjahr. Und nach dem heißen Juni schicken sich die Wespen wieder an, flügge zu werden. Seit Wochen legt auch der Eichenprozessionsspinner vielerorts Gärten und Parks lahm. „Das warm-trockene Klima mit seinen tierischen Begleitern lässt ebenfalls viele Abzocker aus der Deckung kommen“, weiß Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen aus dem Beratungsalltag: „Denn ob die gesundheitsgefährdenden Raupen aus den Bäumen oder das Wespennest im Rollladenkasten des Kinderzimmers – die ungebetenen Gäste will man möglichst schnell wieder loswerden. Und in ihrer Not fallen tierisch Geplagte dann auf unseriöse Anbieter ohne Sachkunde, aber mit überzogenen Rechnungen rein.“ Als Notfall-Pack gibt die Verbraucherzentrale in Euskirchen die folgenden Tipps rund um Schädlingsbekämpfung mit auf den Weg:

  • Achtung Arten- und Naturschutz: Ohne triftigen Grund dürfen Wespen nicht gefangen, gestört, umgesiedelt oder getötet werden, so sieht es das Bundesnaturschutzgesetz vor. Hornissen sind nach der Bundesartenschutzverordnung sogar noch stärker geschützt. Nur wenn ein „vernünftiger“ Grund vorliegt, dürfen Bienen- und Hornissennester entfernt werden. So zum, Beispiel, wenn im Haus kleine Kinder wohnen oder Allergiker, bei denen ein Wespenstich tödlich enden kann. Allein ein Fachmann darf entscheiden, ob ein Nest beseitigt werden darf. Wer die Behausungen eigenmächtig entfernt, riskiert eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro. Imker, zugelassene Schädlingsbekämpfungsunternehmen, Kammerjäger sowie einige Umweltschutzorganisationen sind die richtigen Ansprechpartner – mit der passenden Ausrüstung und sachkundigen Erfahrung. Fach- und Berufsverbände der Schädlingsbekämpfer sowie Stadtverwaltungen oder Umweltämter helfen bei der Suche nach Fachleuten aus dem Umkreis.
  • Im Notfall auf Nummer sicher: Auch wenn die ungebetenen Gäste plötzlich bedrohlich nahe kommen, gilt es, nicht hektisch eine 0800-Nummer oder eine Handynummer zu wählen, unter der sich schnell ein Notdienst-Eintrag in den Branchenbüchern findet. Die führt nämlich nicht selten bloß zu einem Gesprächspartner im Call Center, der dann mithilfe von Kontaktdaten vermeintliche Fachleute zu den Kunden schickt. Weil deren Firmensitz meist nicht in unmittelbarer Umgebung liegt, werden die Dienste dann oft mit hohen Kosten für die Anfahrt erkauft. Wer im Internet nach Hilfe sucht, sollte direkt auf die Homepage des Anbieters gehen und im Impressum nach dessen tatsächlichem Standort recherchieren. Mit dem Notdienst einen Festpreis zu vereinbaren, schützt vor Überraschungen bei der Rechnung.
  • Keine Sofortkasse: Rechnungen für Notdienste niemals sofort an der Haustür zahlen. Erscheint die Rechnung zu hoch, sollte zunächst allenfalls eine Anzahlung geleistet und die Rechnung, z.B. durch die Verbraucherzentrale, geprüft werden. Denn ist der Betrag erst einmal – ob bar oder mit Karte – bezahlt, kann bei Unregelmäßigkeiten meist nur schwer Geld zurückgefordert werden.
  • Rechnung ohne Höhenflug: Ist kein besonderer Aufwand erforderlich, sind Preise zwischen 80 und 150 Euro – einschließlich Anfahrt – üblich, um Wespennester zu entfernen oder umzusetzen. Die Kosten hängen jeweils von Größe und Erreichbarkeit ab. Muss zum Beispiel eine Hebebühne bestellt werden, um etwa an ein Nest unter der Dachgaube zu gelangen, sind höhere Kosten zu veranschlagen. Bei der Verbraucherzentrale NRW sind jedoch Fälle bekannt, in denen bis zu 700 Euro für einen halbstündigen und dilettantischen Einsatz in Rechnung gestellt wurden.

Die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße 37 bietet nach Terminvereinbarung die rechtliche Prüfung von Rechnungen an. Termine können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Rechtzeitig den Nachlass regeln

Rechtzeitig den Nachlass regeln
Ratgeber informiert über sinnvolle Vermögensübertragung
Es kann gute Gründe geben, schon zu Lebzeiten sein Vermögen oder
einen Teil davon zu verschenken. Zum Beispiel, wenn die Kinder sich eine
eigene Existenz aufbauen wollen oder ihre Eltern ihnen den Einstieg ins
Berufs- oder Familienleben erleichtern möchten. Auch wenn zu befürchten
ist, dass es unter den Erben Streit geben könnte, liegt es nahe, den
künftigen Nachlass gezielt zu regeln. Der Ratgeber der
Verbraucherzentrale „Richtig vererben und verschenken“ unterstützt die
Leserinnen und Leser dabei, die wesentlichen Weichen für eine sinnvolle
Vermögensübertragung zu stellen.
Das Buch bietet konkrete Tipps und Musterformulierungen, erklärt
verschiedene Instrumente wie Testament, Erbvertrag und Schenkung und
hilft dabei, rechtliche und steuerliche Stolperfallen zu vermeiden. Dabei
beschränkt sich der Ratgeber auf die Zeit vor dem Erbfall, denn dort
werden in der Praxis die häufigsten Fehler gemacht, die hinterher nicht
mehr korrigiert werden können. Steuerliche Erwägungen sollten zwar eine
Rolle spielen, aber nicht zentraler Beweggrund sein – in der Regel
werden sie nur bei wohlhabenderen Erblassern und Schenkern eine Rolle
spielen. In den meisten Fällen dürften Erbschafts- und Schenkungssteuer
keine nennenswerte Bedeutung haben.
Der Ratgeber „Richtig vererben und verschenken“ hat 256 Seiten, kostet
14,90 Euro, als E-Book 11,99 Euro und ist in der Verbraucherzentrale
Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01
erhältlich.
 

Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen

Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen
Anpassung nicht verpassen

Ab dem 1. Juli 2019 können Schuldner mit regelmäßigem Einkommen ein Plus in ihrer Haushaltskasse verbuchen: Die Pfändungsfreigrenzen werden um rund vier Prozent erhöht. Das macht bei einer Pfändung von Einkommen auf der untersten Stufe fortan einen Freibetrag von 1.179,99 Euro, beim Pfändungsschutzkonto sind künftig 1.178,59 Euro geschützt. „Die neuen Pfändungsfreigrenzen gelten ohne Übergangsregelung und müssen automatisch sowohl von Arbeitgebern bei Lohnpfändungen und Lohnabtretungen als auch von Kreditinstituten bei einem Pfändungsschutzkonto beachtet werden“, pocht die Verbraucherzentrale NRW darauf, den ohnehin am Existenzminimum wirtschaftenden Schuldnern die Erhöhung des ihnen zustehenden Einkommens umgehend einzuräumen. Per Gericht oder Vollstreckungsstelle öffentlicher Gläubiger festgesetzte individuelle Freibeträge muss der Schuldner selber ändern lassen. Mit den folgenden Tipps weist Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen den Weg, um die Anpassung an die neuen Pfändungsfreigrenzen nicht zu verpassen:

  • Neue Pfändungstabelle beachten:Die neue Pfändungstabelle erfasst alle Arbeitseinkommen und pfändbaren Sozialleistungen, die nach dem 1. Juli 2019 zur Auszahlung gelangen. Durch die Erhöhung kann etwa ein alleinstehender Schuldner ohne Unterhaltspflicht bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.300 Euro jetzt 1.215,01 Euro von seinem Lohn behalten. Ist er für eine Person unterhaltspflichtig, kann nichts gepfändet werden. Die aktuellen Pfändungsgrenzen sind im Internet unter www.bundesgesetzblatt.de (Ausgabe vom 11. April) zu finden.
  • Automatische Berücksichtigung: Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, die neuen Pfändungsfreibeträge automatisch zu beachten, und zwar auch bei schon länger laufenden Pfändungen und Abtretungen. Vorsorglich empfiehlt es sich jedoch, dass sich von Pfändung oder Abtretung betroffene Schuldner beim Arbeitgeber oder Sozialleistungsträger erkundigen, ob die neue Pfändungstabelle bekannt ist und angewendet wird. Damit kann irrtümlichen Auszahlungen an den pfändenden Gläubiger vorgebeugt und eine möglicherweise Arbeitsplatz gefährdende Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber vermieden werden.
  • Automatische Anpassung Pfändungsschutzkonto (P-Konto): Die automatische Anpassung an die neuen Freigrenzen gilt natürlich auch beim Pfändungsschutzkonto. Kreditinstitute müssen hier sowohl den geänderten Sockelfreibetrag von jetzt 1.178,59 Euro für den Kontoinhaber als auch die angehobenen Freibeträge für weitere Personen automatisch berücksichtigen (443,57 Euro für die erste, weitere jeweils 247,12 Euro für die zweite bis fünfte Person). Betroffene müssen keine neuen Bescheinigungen vorlegen.
  • Rückforderungen: Überweisen Arbeitgeber, Sozialleistungsträger oder Kreditinstitute versehentlich noch nach der alten Tabelle, kann der Schuldner von diesen die Nachzahlung der irrtümlich an den Pfändungsgläubiger zu viel gezahlten Beträge verlangen.
  • Achtung! Keine Automatik bei Gerichtsbeschluss oder Bescheid:Für Pfändungen, bei denen der unpfändbare Betrag vom Gericht oder durch einen vollstreckenden öffentlichen Gläubiger individuell bestimmt wurde, wirken die neuen Pfändungsfreigrenzen leider nicht automatisch. Dies ist zum Beispiel bei einem gerichtlichen Beschluss wegen höheren Einkommens und entsprechend höherem Freibetrag bei einer Kontopfändung der Fall: Hier ist möglichst schnell beim Vollstreckungsgericht zu beantragen, dass der Beschluss abgeändert wird und die Freigrenzen angehoben werden. Hat der öffentliche Gläubiger den Freibetrag per Bescheid bestimmt, muss bei diesem eine entsprechende Änderung beantragt werden. Hierbei ist Eile geboten, denn die alten Beschlüsse und Bescheide gelten so lange, bis dem Kreditinstitut eine anders lautende Entscheidung zugeht.

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Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Inspektion für die Heizung

Energieberatung der Verbraucherzentrale im Juli 2019
Inspektion für die Heizung
Ungewartete Heizkessel verfeuern bares Geld
Der jährliche Kundendienst für den eigenen PKW ist für die meisten
selbstverständlich, schließlich soll das Fahrzeug sicher sein und
nicht mehr Sprit verbrauchen als nötig. Die Wartung der eigenen
Heizungsanlage ist dagegen weit weniger üblich – und doch genauso
wichtig. „Die regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer
der Anlage und hilft, Umweltbelastung und Betriebskosten zu
senken“, erklärt Werner Reiner, Energieberater der
Verbraucherzentrale in Euskirchen. „Außerdem gehört sie laut
Energieeinsparverordnung (EnEV) zu den Pflichten des Betreibers.“
 
Eine professionelle Wartung umfasst zum Beispiel die Kontrolle der
Verschleißteile und Sicherheitsfunktionen sowie die Überprüfung
von regeltechnischen Funktionen und Systemkomponenten. Aus
wirtschaftlicher Sicht besonders wichtig ist außerdem die Reinigung
des Heizkessels, denn hier können sich Ablagerungen aus 
Verbrennungsrückständen bilden und die Wärmeabgabe behindern.
Ein erhöhter Brennstoffverbrauch ist die Folge, so Reiner.
 
Wer eine Inspektion durchführt, muss laut EnEV die Fachkunde dafür
besitzen. Der Wartungsvertrag eines Fachbetriebes kann das
unkompliziert regeln. Allerdings sollten Verbraucher vor
Vertragsabschluss unbedingt Leistungen und Preise verschiedener
Installateure vergleichen.
 
Nicht zuletzt kann die regelmäßige Wartung zum Anlass genommen
werden, die Heizungsanlage insgesamt auf Herz und Nieren zu prüfen.
Aus vielen Anlagen lässt sich bereits mit einfachen und
kostengünstigen Maßnahmen mehr Effizienz herausholen.
 
Bei Fragen zu Wartung und Optimierung der eigenen Heizungsanlage gibt
die Energieberatung der Verbraucherzentrale gerne Auskunft. Wer Fragen
zu den Themen Dämmen, Heizen und Lüften, alternativen Energiequellen
sowie Strom- und Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die
anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen
Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle,
in der Wilhelmstraße 37, vereinbart werden. Die Terminvergabe findet
statt unter 02251-5064501 oder per email an
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Individuelle Beratungen zum Energiesparen gibt es zum Nulltarif im
Basis-Check der Verbraucherzentrale NRW – direkt vor Ort, bei
Verbrauchern zu Hause. Auch die Energieberatung in der
Beratungsstelle ist jetzt kostenlos.
 
Termine in Euskirchen im Juli zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale 04.07.2019 ab 15:00 Uhr
                                                        18.07.2019 ab 15.00 Uhr

Ratgeber Pflegegutachten. Antragstellung, Begutachtung, Bewilligung

Realistisches Bild vermitteln
Ratgeber bereitet Angehörige auf Pflegegutachten vor

Nicht übertreiben, nicht untertreiben, sachlich bleiben – das sind die wichtigsten Ratschläge für den Ortstermin bei der Erstellung des Pflegegutachtens. Der Besuch des Gutachters ist für Betroffene und Angehörige ein überaus wichtiger Termin, da er die zentrale Voraussetzung für eine Einstufung als „pflegebedürftig“ ist. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Das Pflegegutachten“ gibt Hilfestellung und bereitet die Leserinnen und Leser auf das entscheidende Treffen vor.

 

Es geht im Wesentlichen darum, zu erfassen, welche Fähigkeiten und Einschränkungen bei der betroffenen Person vorhanden sind. Im Buch geschilderte Beispiele aus dem Alltag können dabei helfen, ein möglichst realistisches Bild zu vermitteln. Deshalb sollten Angehörige schon im Vorfeld notieren, welche Tätigkeiten im Laufe eines Tages zu erledigen sind. Die Checkliste im Anhang des Ratgebers hilft einzuschätzen, wie selbstständig der Pflegebedürftige noch ist. Aktuelle ärztliche Befundberichte, eine Übersicht über regelmäßig eingenommene Medikamente sowie eine Vertrauensperson als Begleitung sind weitere wichtige Hilfen während des Begutachtungstermins. Das Buch bietet neben den Verhaltenstipps wichtige Informationen zur Beantragung des Gutachtens und einen kurzen Überblick über das Verfahren und die Leistungen der Pflegeversicherung.

 

Der Ratgeber „Das Pflegegutachten. Antragstellung, Begutachtung, Bewilligung“ hat 152 Seiten, kostet 9,90 Euro und ist in der Verbraucher-zentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01

erhältlich.

Aktuelle Informationen der Verbraucherzentrale NRW erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw


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Öffnungszeiten:
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Telefonieren und Simsen ins EU Ausland

Gedeckelte Gebühren ab 15. Mai

Egal ob per Handy oder übers Festnetz: Telefonate aus Deutschland in andere EU-Länder kosten ab 15. Mai netto nur noch maximal 19 Cent pro Minute. Eine SMS darf ab dann für höchstens sechs Cent ohne Mehrwertsteuer versandt werden. „Die mobile Kommunikation wird durch die neuen Regelungen innerhalb der EU vereinfacht und preiswerter“, lobt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Die Regelung zu den neuen Preisobergrenzen für Telefonate vom Inland ins EU-Ausland gilt jedoch zunächst nur für eine Dauer von etwa fünf Jahren. Was Kunden rund um die Einführung der Preisobergrenzen sonst noch wissen sollten, erklärt Monika Schiffer:

  • Einheitliche Preisobergrenzen:Seit zwei Jahren gilt in der Europäischen Union der Grundsatz, dass die Nutzung vom Handy zum Telefonieren, Nachrichten senden und im Internet surfen im EU-Ausland grundsätzlich nicht teurer sein darf als zu Hause. Mit der Festsetzung von Preisobergrenzen für Anrufe und SMS von daheim in die EU-Länder hinein ist die eine weitere Hürde für die Vereinheitlichung der Kosten genommen. Das heißt: Wer auf Basis seines in Deutschland geschlossenen Vertrags eine Telefonverbindung in einem EU-Land anwählt oder dorthin eine Kurznachricht schickt, dem werden höchstens die Kosten in Höhe der neuen Preisobergrenzen berechnet.
  • Besonderheiten:Die Preisobergrenze gilt für Telefonate oder SMS, wenn die verbrauchten Einheiten nutzungsabhängig pro Minute oder pro SMS abgerechnet werden. Telekommunikationsunternehmen können zusätzlich spezielle Tarife anbieten, in denen die Preisobergrenze nicht berücksichtigt wird. Dies ist etwa der Fall, wenn Kunden einen Tarif buchen, der Gespräche sowie SMS ins EU-Ausland aber auch für Drittländer umfasst. Für solche speziellen Tarife können Anbieter die Preise weiterhin selbst festlegen. Auch bei Flatrate-Verträgen, die neben den EU-Ländern auch Auslandsgespräche in Nicht-EU Länder umfassen, müssen die Preisobergrenzen nicht beachtet werden. Dies ändert sich schlagartig, sobald die Minuten- oder SMS-Pakete der Flatrate aufgebraucht sind. Ab dann dürfen nur Kosten in Höhe der gedeckelten Preise berechnet werden. Kunden sollten für Auslandsgespräche rechtzeitig prüfen, ob ein Flatrate-Tarif für sie trotz Wegfall der Preisobergrenzen günstiger ist.
  • Nicht zwingend automatische Umstellung:Die Preisobergrenzen gelten ab dem 15. Mai. Bei speziellen Tarifen treten die neuen Regelungen abhängig vom Tarif erst nach einer Frist von zwei Monaten automatisch zum 15. Juli in Kraft. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt kostenfrei in den gedeckelten Tarif zu wechseln. Wer seinen speziellen Tarif beibehalten will muss dies seinem Telefonanbieter vor Fristablauf ausdrücklich mitteilen. Kunden sollten sich rechtzeitig darüber informieren, welcher Tarif für sie der günstigste ist, um nicht durch die automatische Umstellung in eine Kostenfalle zu geraten.
  • Mobilfunkkosten außerhalb der EU:Telefonieren und Simsen in Länder, die nicht zur Europäischen Union gehören, können weiterhin sehr schnell ins Geld gehen. Die Preisdeckelung gilt nämlich nicht bei Verbindungen in Länder wie Thailand, der Schweiz oder der Türkei. Auch bei einer Kreuzfahrt auf hoher See oder während eines Flugzeug-Trips innerhalb der EU können die Kosten fürs Simsen und Surfen schnell explodieren, wenn sich das Handy über einen Satelliten in das Mobilfunknetz einwählt. Hierfür gelten bisher noch keine Preisobergrenzen.

 

Werden fürs mobile Telefonieren und Surfen ins Ausland überhöhte Kosten berechnet, prüft die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße in Euskirchen die Rechnungen des Anbieters und hilft, unberechtigte Forderungen abzuwehren. Termine können unter 02251 5064501 vereinbart werden. Basisinformationen zu den neuen Regeln beim Roaming gibt’s ebenfalls online unter www.verbraucherzentrale.nrw/roaming-faq.


Beratungsstelle Euskirchen

Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Ratgeber Vereinsrecht und Ehrenamt

Unverzichtbares Engagement
Ratgeber erläutert rechtliche Aspekte des Ehrenamts

Sie sind Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, betreuen Flüchtlinge, helfen im Altenheim oder trainieren Kinder im Sportverein: Ohne das Engagement von Ehrenamtlern würden viele Bereiche in unserer Gesellschaft nicht funktionieren. Der unentgeltliche Einsatz ist unverzichtbarer Bestandteil einer solidarischen Gemeinschaft und stärkt den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es gibt jedoch rechtliche Aspekte, die unbedingt zu berücksichtigen sind. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Vereinsrecht und Ehrenamt“ bietet einen Überblick über Regeln und gibt Tipps zur Gestaltung der Tätigkeit.

Oft sind engagierte Menschen innerhalb eines Vereins besser abgesichert. Der Gesetzgeber ist jedoch sowohl beim Vereinsrecht als auch hinsichtlich des Ehrenamts in den vergangenen Jahren immer wieder aktiv geworden, um das Engagement zu erleichtern. Der Ratgeber klärt auf, worauf ein Ehrenamtler, ein Verein, und zwar sowohl der Vorstand als auch jedes einzelne Mitglied unbedingt achten sollten. Im Zentrum stehen die Haftung für Schäden, die steuerliche Behandlung von Honoraren, der Umgang mit Spenden, aber es geht auch um Themen wie Datenschutz oder Urheberrecht. Zu vielen dieser Aspekte bietet dieses Handbuch für alle Ehrenamtler konkrete Vorschläge für Satzungsformulierungen an.

Der Ratgeber „Vereinsrecht und Ehrenamt“ hat 192 Seiten, kostet 14,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.


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Freitag 9-13 Uhr

Das Erbe rechtzeitig regeln

Neuer Ratgeber hilft beim Verfassen des eigenen Testaments

Noch nicht einmal jeder fünfte Deutsche hat sein Testament verfasst. Allzu gerne schiebt man das unangenehme Thema Tod auf die lange Bank. Doch was, wenn es soweit ist und der letzte Wille noch immer nicht steht? Dann bestimmt das Gesetz die Erbfolge, und die entspricht nicht immer den Wünschen und Vorstellungen des Verstorbenen. Damit es dazu nicht kommt, sollte man sich früh genug mit dem eigenen Nachlass befassen. Das neue „Handbuch Testament“ der Verbraucherzentrale beantwortet hierzu alle wichtigen Fragen.

Sollte ich mit meinem Ehepartner ein gemeinschaftliches Testament errichten? Möchte ich mich darauf beschränken, Personen als Erben einzusetzen? Oder will ich auch andere Verfügungen wie Vermächtnisse, Auflagen, Enterbungen oder Teilungsanordnungen treffen? Der Ratgeber bietet Erläuterungen und praktische Tipps, ergänzt um Vorlagen, Formulierungsbeispiele, Checklisten und Mustertestamente. Diese können herausgetrennt und abgeheftet werden, stehen aber auch online zur Verfügung. Eins sollten die Leserinnen und Leser jedoch stets im Hinterkopf behalten: Es gibt kein Testament „von der Stange“. Die Entscheidung, wer was bekommen soll, muss letztlich jeder selbst treffen. Den letzten Willen richtig zu gestalten, ist hingegen nicht schwer, wenn man die grundlegenden Regeln des Buchs beachtet.

Der neue Ratgeber „Handbuch Testament“ hat 220 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01

erhältlich.


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Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig

Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig
Betroffene Gas- und Stromkunden sollten umgehend reagieren
 
Der Energieversorger Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH
(BEV) hat Ende Januar 2019 Insolvenz beantragt und hat angekündigt,
die Kunden nicht mehr mit Gas und Strom zu beliefern. Seitdem reißen
bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen die
Anfragen von Ratsuchenden nicht ab. "BEV-Kunden sollten sich bei
Lieferstopp umgehend einen neuen Strom- bzw. Gasversorger suchen.
Bis ein neuer Lieferant die Energieversorgung übernimmt, sorgt das
örtliche Versorgungsunternehmen dafür, dass Betroffene nicht im
Dunkeln und Kalten sitzen müssen. Allerdings landen sie hierbei
zunächst in der Grundversorgung", erklärt Monika Schiffer, Leiterin der
Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Kommunale Energieversorger übernehmen automatisch die
Ersatzversorgung der betroffenen Kunden. Die Notfallaktion greift immer
dann, wenn ein Anbieter seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr
nachkommen kann und keinen Strom oder kein Gas mehr liefert.
Rat und Hilfe bei der Suche nach der passenden Alternative zur Stromund
Gasversorgung oder der Frage, was aus einem Guthaben beim
klammen Energie-Discounter BEV wird, bietet die Beratungsstelle der
Verbraucherzentrale in Euskirchen. Termine zur Rechtsberatung können
unter 02251 5064501 vereinbart werden.
Aktuelle Infos zur BEV-Insolvenz und den Folgen gibt's auch im Internet
unter www.verbraucherzentrale.nrw/bev.