Tipps fürs Bestellen per Mausklick

Geschenke vom Onlinehändler

Weihnachtseinkäufe im Internet vom heimischen Sofa aus können bequem und günstig sein: ohne Kontakt zu anderen, Ladenschluss und Parkplatzsuche. „Doch auch dort lauern Fallen. Online-Shopper sollten sich weder von schönen Internetseiten noch von tollen Versprechungen und vermeintlich günstigen Preisen blenden lassen“, rät die Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Bei Bestellungen per Mausklick sollte etwa auf vollständige Anschriften der Firmen, auf Datenschutz, Art der Bezahlung und die Versandkosten geachtet werden. Folgende Tipps helfen, den Geschenke-Stress aus Onlineshops wegzuklicken:

  • Preisvergleich und Datenschutz: Viele Produkte sind im Internet nur günstiger zu haben, wenn die Preise online mit denen im stationären Handel verglichen werden. Kunden sollten zudem Präsente in Shops bestellen, die eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Das erschwert eine Einsicht durch Dritte. Verschlüsselte Datenverbindungen sind am „s" hinter dem „http" in der Adress-Zeile des Browsers zu erkennen. Bei den Datenschutzbestimmungen ist darauf zu achten, ob die eigenen Angaben nur verwendet werden, um die Bestellung zu erfüllen, oder ob sie auch für Werbung genutzt oder gar an Dritte weitergegeben werden sollen.
  • Check des Vertragspartners: Vor der Bestellung sollten sich Kunden vergewissern, dass der Firmenname, die sogenannte ladungsfähige Adresse (Postanschrift mit Land, Ort, Straße) und der Verantwortliche des Anbieters leicht aufrufbar sind. Nur so wissen sie, an wen sie sich wenden müssen, falls es Probleme gibt. Wer auf der Homepage keine Adresse oder nur ein Postfach findet, sollte misstrauisch sein. Hilfreich sind oft auch Foren im Internet, in denen Kunden ihre Erfahrungen darstellen. Wird dort bereits über Lieferengpässe, Probleme bei Reklamationen oder bei der Rückabwicklung von Verträgen nach einem Widerruf berichtet, sollte besser auf eine Bestellung verzichtet werden.
  • Zusatzkosten und Zahlungsweise: Damit sich die Schnäppchen nicht als Mogelpackung erweisen, sind auch die Zusatzkosten wie Versand- und Überweisungskosten sowie Zustellgebühren (bei Nachnahmesendungen) in die Gesamtrechnung einzubeziehen. Sonst wird ein vermeintlicher Preisvorteil schnell zur Kostenfalle. Kunden haben zwar kein Recht auf Wahl einer bestimmten Zahlungsart, doch meist gibt es mehrere Alternativen. Online-Anbieter müssen auch einen gängigen Zahlungsweg kostenfrei ermöglichen. Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt der Ware per Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung. Damit riskieren Kunden nicht, keine, eine andere als die bestellte oder eine fehlerhafte Ware zu erhalten und anschließend dem Geld hinterherlaufen zu müssen. Vorsicht gilt bei Vorkasse.
  • Widerrufs- oder Rückgaberecht:Fast jeder im Internet geschlossene Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Das gilt auch für Verträge über Waren, die auf einer Auktionsplattform von einem gewerblichen Händler ersteigert werden. Der Widerruf muss gegenüber dem Vertragspartner am besten per E-Mail, Fax oder Brief erklärt werden. Die bestellte Ware einfach nicht anzunehmen oder zurückzusenden, gilt nicht als Widerruf! Die 14tägige Frist beginnt beim Kauf von Waren im Internet dann, wenn der Käufer ordnungsgemäß, in klarer und verständlicher Weise über sein Widerrufsrecht informiert worden ist und die Ware erhalten hat. Bei bestellten Dienstleistungen beginnt die Widerrufsfrist allerdings bereits mit Vertragsschluss.
  • Rücksendung: Geht die bestellte Ware innerhalb der gesetzten Frist zurück, muss der Händler neben dem Kaufpreis auch die Kosten für die Hinsendung erstatten. Das gilt jedoch nur für die Kosten des Standardversands und nicht für die Zusatzkosten einer Expresslieferung. Im Gegenzug muss der Kunde die Kosten für die Rücksendung der unwillkommenen Waren tragen – es sei denn, der Händler bietet an, die Rücksendekosten zu übernehmen. Dieser bleibt auch auf den Kosten sitzen, wenn er vor Vertragsschluss nicht darüber informiert hat, dass Kunden die Kosten der Rücksendung selbst zahlen müssen. Bei mangelhafter Ware haben Käufer dieselben Gewährleistungsrechte wie bei einem Kauf im stationären Handel.

 

Weitere Beratung zum Kaufrecht im Handel – stationär und online – bietet die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37 unter 02251 5064501 oder per E-Mail an . Die persönliche Beratung erfolgt nach vorheriger Terminvergabe und unter Berücksichtigung des höchstmöglichen Gesundheitsschutzes für die Beteiligten.

Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.: 02251 50645-01
Fax: 02251 50645-07

www.verbraucherzentrale.nrw/euskirchen


Öffnungszeiten:
Mo. 09:00-13:00 Uhr
Di. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
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Wie vermeidet man kostspielige Vertragsverlängerungen?

Teure Vergesslichkeit -

Wer kennt das nicht? Der Kündigungstermin wird knapp verpasst und automatisch verlängert sich der Laufzeitvertrag um mehrere Monate. Manchmal sogar gleich um ein ganzes Jahr, was ungewollt hohe Folgekosten nach sich zieht. "Verbraucher vergessen häufig, dass sich Verträge am Ende der Laufzeit automatisch verlängern. Das böse Erwachen kommt, wenn die monatlichen Beträge weiter gezahlt werden müssen", erklärt Monika Schiffer, Beratungsstellenleiterin der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. "Gerade im Bereich Telekommunikation mit einer üblichen Vertragslaufzeit von zwei Jahren rächt sich das: Wer vergisst, beweisbar zu kündigen, hat das Nachsehen." Ähnliches sei aber auch bei anderen Laufzeitverträgen zu beobachten. Damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, rät Monika Schiffer folgende Punkte beim Thema Kündigung zu beachten:

  • Kündigungsfrist verstehen und einhalten: Eine dreimonatige Kündigungsfrist bedeutet zum Beispiel, dass spätestens drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit die Kündigung beim Anbieter eingegangen sein muss - nicht exakt drei Monate vorher. Man kann dies also auch schon deutlich früher tun. Schiffer erläutert: "Wer seine eigene Vergesslichkeit kennt und genau weiß, dass der Vertrag am Ende der Laufzeit sicher beendet sein soll, kann alternativ auch einfach sofort, also gleich nach Abschluss des Vertrages kündigen. Der Kunde muss allerdings nachweisen können, dass der Vertragspartner die Kündigung auch rechtzeitig erhalten hat.“
  • Kündigungsbestätigung einfordern:Hier gilt Beweisbarkeit vor Bequemlichkeit: Das Kündigungsschreiben sollte am besten per Einschreiben mit Rückantwort versendet werden - so erhält man einen sicheren Beweis für den Zugang der Kündigung. E-Mails oder die Nutzung von Kontaktformularen auf den Seiten der Anbieter haben im Streitfall nicht die gleiche Beweiskraft wie eine datierte Rückantwort des Anbieters. „Daran ändert auch eine ‚Lesebestätigung‘ des E-Mail-Programms nichts“, weiß die Beratungsstellenleiterin Schiffer. „Ratsuchende weisen immer wieder empört darauf hin, dass die Firma die Kündigung über das Kontaktformular hundertprozentig erhalten haben müsse. Sie verkennen jedoch, dass bei einer Kündigung der Kunde selbst für deren Zugang verantwortlich ist, juristisch gesehen also die Beweislast trägt.“
  • Versteckte Werbeanrufe durchschauen:Oftmals erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher nach der Kündigung noch einen Anruf der Firma unter dem Vorwand, man habe noch Rückfragen zur Kündigung oder der Vertrag müsse verlängert werden. "Hier darf man sich nicht verunsichern lassen", so Schiffer. „Die meisten Verträge im Telekommunikationsbereich haben eine eingebaute Vertragsverlängerung. Es handelt sich nur um den Versuch, die Menschen in ein Gespräch zu einem erneuten Vertragsabschluss zu locken." Interessant dabei: Ein Vertragsabschluss im Bereich Telekommunikation kann nach gegenwärtiger Rechtslage auch rein mündlich am Telefon wirksam erfolgen, die Kündigung muss jedoch mindestens in Textform – also z.B. per E-Mail erfolgen.

Wer sich zum Thema "sichere Kündigung" beraten lassen möchte, erreicht die Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen zu den untenstehenden Zeiten telefonisch unter der Nummer 02251 5064501 oder per Mail unter euskirchen@verbraucherzentrale.nrw. Für persönliche Beratungstermine muss ein Termin vereinbart werden.

Erreichbarkeit:

Mo. und Fr. 09:00-13:00 Uhr

Di. und Do. 09:00-13:00 Uhr sowie 14:00-18.00 Uhr

Ratgeber: Trennung und Scheidung

Das Ende einer Ehe – rechtliche und finanzielle Folgen
Ratgeber hilft durch die Phasen von Trennung und Scheidung

Mit einer Trennung verliert man nicht nur seine Partnerin oder seinen Partner, sondern auch das gemeinsame Zuhause, den gewohnten Alltag und geschmiedete Zukunftspläne. Doch auch, wenn die gemeinsame Lebensführung endet, die Verantwortung füreinander und für gemeinsame Kinder bleibt erst einmal bestehen. Was geregelt werden muss, ob es Einkommen oder Vermögen zu verteilen gibt, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Trennung und Scheidung“ gibt einen Überblick über wichtige Fragen, auf die Eheleute und eingetragene Lebenspartner in dieser Situation Antworten suchen.

Das Buch geht auf alle rechtlichen und finanziellen Folgen ein – und zwar in der Reihenfolge, in der sie üblicherweise relevant sind. Die ersten Kapitel behandeln somit drängende Fragen, wie die, wer in der gemeinsamen Wohnung bleibt, wie der Umgang mit Kindern geregelt wird oder wer wie viel Unterhalt bekommt. Später werden die Aufteilung des Vermögens, der Versorgungsausgleich oder erbrechtliche Konsequenzen zum Thema. Außerdem erfahren die Leserinnen und Leser, wie ein Scheidungsverfahren abläuft und was in steuerrechtlicher Hinsicht zu beachten ist. Dabei begegnen ihnen immer wieder zwei Beispielfamilien, mit deren Hilfe die beschriebenen Konstellationen anschaulich nachvollziehbar werden.

Der Ratgeber „Trennung und Scheidung. Ihre Rechte und finanziellen Ansprüche“ hat 240 Seiten, kostet 14,63 Euro (Preis gültig bis 31. Dezember 2020) und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung erhältlich.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555.


Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
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Tel.: 02251 50645-01
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Auf gute Nachbarschaft; Rechte und Pflichten

Ratgeber informiert über Rechte im Miteinander

Nachbarn können hilfreich sein – wenn sie zum Beispiel Pakete entgegennehmen oder während des Urlaubs die Blumen gießen. Doch wie sieht es mit dem guten Miteinander aus, wenn Äste vom Nebengrundstück in den eigenen Garten ragen oder laute Musik die Nachtruhe stört? Insbesondere in Corona-Zeiten, in denen viele häufiger zu Hause sind als sonst und Rücksicht in besonderem Maße gefragt ist? Hier können scharfe Auseinandersetzungen entstehen. Doch auch ein ausgewachsener Streit muss nicht vor Gericht enden. Im Vorteil ist dabei, wer seine Rechte kennt. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Meine Rechte als Nachbar“ vermittelt einen Überblick, welche Beeinträchtigungen Mieter und Eigentümer hinnehmen müssen und wogegen sie sich wehren können.

Das Buch ie Themen reichen von stinkenden Komposthaufen über bellende Hunde bis zu laut tobenden Kindern. Entscheidend ist dabei häufig die Frage, ob eine wesentliche Beeinträchtigung vorliegt. Wie sich das darlegen lässt. erörtert der Ratgeber. Mit zahlreichen Praxisbeispielen erläutert er zudem, wie sich Konflikte beilegen lassen. Ein Stichwortverzeichnis zeigt Leserinnen und Lesern auf einen Blick, in welchem Kapitel sie Informationen zu ihrem individuellen Thema finden.

Der Ratgeber „Meine Rechte als Nachbar“ hat 224 Seiten und kostet 14,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37,

Tel. 02251 506 45 01 nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung erhältlich.

Öffnungszeiten:
Mo. 09:00-13:00 Uhr
Di. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Fr. 09:00-13:00 Uhr

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555.