Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig

Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig
Betroffene Gas- und Stromkunden sollten umgehend reagieren
 
Der Energieversorger Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH
(BEV) hat Ende Januar 2019 Insolvenz beantragt und hat angekündigt,
die Kunden nicht mehr mit Gas und Strom zu beliefern. Seitdem reißen
bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen die
Anfragen von Ratsuchenden nicht ab. "BEV-Kunden sollten sich bei
Lieferstopp umgehend einen neuen Strom- bzw. Gasversorger suchen.
Bis ein neuer Lieferant die Energieversorgung übernimmt, sorgt das
örtliche Versorgungsunternehmen dafür, dass Betroffene nicht im
Dunkeln und Kalten sitzen müssen. Allerdings landen sie hierbei
zunächst in der Grundversorgung", erklärt Monika Schiffer, Leiterin der
Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Kommunale Energieversorger übernehmen automatisch die
Ersatzversorgung der betroffenen Kunden. Die Notfallaktion greift immer
dann, wenn ein Anbieter seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr
nachkommen kann und keinen Strom oder kein Gas mehr liefert.
Rat und Hilfe bei der Suche nach der passenden Alternative zur Stromund
Gasversorgung oder der Frage, was aus einem Guthaben beim
klammen Energie-Discounter BEV wird, bietet die Beratungsstelle der
Verbraucherzentrale in Euskirchen. Termine zur Rechtsberatung können
unter 02251 5064501 vereinbart werden.
Aktuelle Infos zur BEV-Insolvenz und den Folgen gibt's auch im Internet
unter www.verbraucherzentrale.nrw/bev.

Rechnung für digitale Stromzähler

Für digitale Stromzähler kann es Extra-Rechnung geben.
Stromanbieter regeln das uneinheitlich

 

Eine eigene Rechnung für den Stromzähler? Was auf den ersten Blick seltsam erscheint, kann durchaus seine Richtigkeit haben. Haushalte mit digitalem Zähler können diese Extra-Rechnung bekommen. Aber: „Nicht bei allen Stromkunden mit digitaler Verbrauchsmessung wird der Zähler einzeln abgerechnet. Bei manchen sind die Zählerkosten auch weiterhin Teil der Stromrechnung“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Das sei von Stromanbieter zu Stromanbieter unterschiedlich. Monika Schiffer hat einige Informationen rund um die Zählerabrechnung zusammengestellt.

Beratung rund um Stromrechnungen und andere Energiefragen gibt es in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Termine für die Rechtsberatung rund um die Energieabrechnung können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Euskirchen
53879 Euskirchen, Wilhelmstraße 37
Tel.(02251) 506 45 01       Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Hohe Inkassokosten

Aufgeblasene Inkassokosten?
Neinsagen ist erlaubt!

Eine zurückgewiesene Lastschrift, weil Gehalt oder Sozialleistung noch nicht auf dem Konto war. Ein Zahlendreher bei der Überweisung oder eine Rechnung, die wegen verspäteter Zustellung erst beglichen wurde, als die Zahlungsfrist schon verstrichen war. Wer nicht rechtzeitig zahlt riskiert, Post vom Inkassobüro zu bekommen – oftmals horrende Gebühren und Drohkulisse inklusive. „Die durch Zahlungsverzug entstehenden Kosten dürfen nicht unnötig aufgeblasen werden“, rät Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, Forderungen zu prüfen und nicht einfach draufloszuzahlen. Und sie warnt Schuldner, die in Raten abstottern wollen, vor zusätzlichen kostenträchtigen Stolperfallen: „In den Ratenzahlungsvereinbarungen wird häufig festgeschrieben, dass für die simple Festlegung, dass und in welcher Höhe Raten gezahlt werden können, eine zusätzliche Gebühr berechnet wird. Die ist dann meist noch höher als die Kostenposition für die allgemeine Inkassotätigkeit.“ Und die Bedingungen in den Vordrucken von Ratenzahlungsvereinbarungen haben zudem häufig Fußangeln: So soll fast immer die Gesamtforderung akzeptiert werden – inklusive der viel zu hohen Kosten. Die Verbraucherzentrale NRW hat für das richtige Verhalten gegenüber Inkassobüros die folgende Checkliste zusammengestellt:

  • Forderungs-Check:Auch wenn mit Gerichtsvollzieher, Kontosperrung oder Schufa-Eintragung gedroht wird: bei Schreiben von Inkassobüros ist erst einmal zu prüfen, für welche Forderung eigentlich gezahlt werden soll. Manchmal behaupten Inkassobüros einfach nur, dass Verträge geschlossen oder Rechnungen nicht beglichen wurden. Dagegen wappnet ein Check von Unterlagen und Kontoauszügen. Achtung: Zahlungen eintreiben dürfen überhaupt nur Inkassobüros, die auf der Internetseite www.rechtsdienstleistungsregister.de registriert sind.
  • Kosten-Check:Leider gibt es keine festen Regeln, wie hoch die Kosten eines Inkassobüros sein dürfen. Aber 70,20 Euro für die Mahnung einer einfachen Rechnung bis 500 Euro zu verlangen, ist zu viel. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW dürften dafür 27 Euro angemessen sein. Wichtig: Zusätzliche Kosten für Telefonate, einzelne Briefe oder Kontoführungsgebühren müssen nie gezahlt werden. Auslagen, um die Adresse des Schuldners zu überprüfen, sind nur zu übernehmen, wenn das auch wirklich notwendig war, weil der Schuldner etwa umgezogen war. Hat das Inkassobüro die Forderung vom ursprünglichen Gläubiger gekauft, darf es überhaupt keine Kosten berechnen, weil es so selbst zum Gläubiger geworden ist.
  • Ratenzahlung als Kostenfalle:Angesichts knapper Kassen oder in Schockstarre wegen vermeintlich drohender Vollstreckungsmaßnahmen scheint das Angebot des Inkassobüros zur Ratenzahlung oft wie ein rettender Strohhalm. Doch Achtung: Häufig wird in den Ratenzahlungsvereinbarungen festgeschrieben, dass Inkassobüros für die simple Zustimmung zur Ratenzahlung eine zusätzliche Gebühr berechnen dürfen. Bei einer Gesamtforderung bis 500 Euro können dafür nicht selten 81 Euro zu Buche schlagen. Kleinstraten lohnen sich deshalb oft nicht. Achtung: Selbst bei geringfügigen Ratenzahlungen wird die gesamte Forderung mit den vielfach ungünstigen Bedingungen anerkannt.
  • Ratenvereinbarung mit Fußangeln:Auch muss nicht alles, was in den Vereinbarungen vorgelegt wird, akzeptiert und unterschrieben werden. Denn häufig sind da Stolperfallen und nachteilige Bedingungen versteckt. Mal ist darin vorgegeben, dass die Gesamtforderung akzeptiert wird – einschließlich der viel zu hohen Kosten. Mal räumt sich auch das Inkassobüro ein, die Forderung noch in 30 Jahren verlangen zu können. Auch wollen Inkassobüros über Lohnabtretungen ohne Gerichtsbeschluss auf Einkommen oder Lohn zugreifen können. Solche Passagen sollten gestrichen oder handschriftlich geändert werden. Vor allem sollte nicht die Gesamtforderung mit sämtlichen Kosten, sondern allenfalls die Ursprungsforderung anerkannt werden.
  • Nicht einschüchtern lassen:Inkassobüros drohen häufig bei Nichtzahlung mit dem Gerichtsvollzieher, Schufa-Einträgen und sogar Haftbefehlen. Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern lassen und aus Angst einfach zahlen. Viele dieser Drohungen kann das Inkassobüro gar nicht einfach umsetzen.

Wissenswertes rund um Inkassokosten unter: www.verbraucherzentrale.nrw/inkasso

Informationen und rechtliche Beratung bietet auch die Verbraucherzentrale in Euskirchen nach Terminvereinbarung unter 02251 506 45 01.

Verbraucherzentrale NRW

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Wilhelmstraße 37
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Spendensammlungen

Wahre Wohltäter von falschen Fuffziger unterscheiden


Alle Jahre wieder wird in der Weihnachtszeit zu Spenden aufgerufen: Für Flüchtlinge, Notleidende in Krisengebieten, bedürftige Kinder, für kulturelle Anliegen oder für Tier- oder Umweltschutz werden per Post, via Internet und mit der Sammelbüchse in der Hand wohltätige Gaben gesammelt. Wer helfen möchte, sollte seine Spenden jedoch nicht allzu leichtgläubig verteilen. „Nicht jede Organisation, die verspricht, mit Euro und Cent Gutes zu bewirken, ist so seriös, wie sie sich gibt“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen: „Spender wollen auch bei wohltätigen Projekten wissen, was mit ihrem Geld passiert. Ob eine Organisation mit Spendengeldern solide umgeht und sich auch offen in die Karten gucken lässt, dies nur zwei von einer Handvoll weiterer Kriterien, die es Spendenwilligen erleichtern, falsche Fuffziger von wahren Wohltätern zu unterscheiden:

  • Briefpost fürs Gefühl:Wer einmal gespendet hat, erhält oft wieder Post. Spendenorganisationen nutzen auch kommerzielle Adresshändler und beziehen Anschriften durch Preisausschreiben oder von Versandhändlern. Mit Hilfe von Angaben über Alter, Beruf, Geschlecht und Wert der bestellten Ware lassen sich unterschiedliche Zielgruppen herausfiltern und anschreiben. Wer per Post um eine Spende gebeten wird, sollte sich bei Zweifeln an der Glaubwürdigkeit Zeit nehmen, die Organisation genauer unter die Lupe zu nehmen. Aufschluss bietet etwa ein Blick in den jeweiligen Jahresbericht, den seriöse Organisationen auf Anfrage zusenden. Vorsicht ist hingegen geboten, wenn die Werbepost – statt Daten und Fakten zu liefern – allein auf Gefühle zielt. Emotionsgeladene Texte und Mitleid erregende Fotos sind Kennzeichen unseriöser Werbung. Glaubwürdig hingegen sind klare, aussagekräftige Informationen und authentische Fotos mit einem erkennbaren Bezug zum jeweiligen Spendenzweck und transparente Einblicke in die Spendenverwertung.
  • Mit der Büchse unterwegs:In den meisten Bundesländern genügt es, einen Verein zu gründen, sich eine Satzung zu geben und auf Sammeltour zu gehen. Gerade die direkte Ansprache auf der Straße oder an der Haustür kann dazu verführen, rasch und unbedacht zu spenden. Erst recht, wenn versucht wird, mit Fotos angeblicher Folteropfer, hungernder Kinder oder gequälter Tiere Mitleid zu erregen und Druck ausgeübt wird. Doch bei den grausamen Bildern kann es sich um zweckentfremdete Aufnahmen handeln. Besser ist deshalb, zunächst abzuwinken und sich in Ruhe über die jeweilige Organisation zu informieren. Wer seriös agiert, offenbart in seinem Geschäftsbericht, wofür das Geld aus Spenden oder Mitgliedsbeiträgen ausgegeben wird. Dort sollte klar stehen, wie viel in Verwaltung und Werbung fließt und dass der größte Batzen (60 bis 65 Prozent) für den guten Zweck verwendet wird. Ist ein Verein oder eine Organisation als gemeinnützig anerkannt, ist dies ein Indiz für Glaubwürdigkeit. Karitativ anerkannte Spenden können zudem als Sonderausgabe steuerlich abgesetzt werden.
  • Spendenwerber im Internet:Eine eigene Homepage ist hingegen kein Garant für die Vertrauenswürdigkeit einer Organisation. Professionell gestaltete Internetseiten können zwar vordergründig einen glaubwürdigen Eindruck erwecken. Doch besser ist, hinter die Kulissen zu blicken und zu prüfen, ob im Impressum ein Ansprechpartner sowie eine ordentliche Adresse genannt sind. Wer Zweifel hegt, sollte um Informationen – Satzung, Jahresbericht, Prospekte – bitten und gucken, was andere Quellen im Netz über die jeweilige Organisation und ihre Aktivitäten äußern. Das gilt auch für die zahlreichen über soziale Medien – etwa per Facebook – verbreiteten Spendenaufrufe. Dort tummeln sich etliche Organisationen, Vereine, aber auch Shops oder einzelne Personen, die vorgeben, sich für eine wohltätige Aktion zu engagieren. Die ausgesendeten Appelle rühren mit mitleiderregenden Fotos direkt ans Herz und somit an die eigene Spendenbereitschaft. Statt Information zum Spendensammler und Belegen zu dessen sozialem Engagement, springen die jeweiligen Bankverbindungen für eine Überweisung meist jedoch sofort ins Auge.
  • Vorsicht bei Fördermitgliedschaften:Viele unseriöse Gruppen buhlen sogleich um feste Mitglieder oder drängen auf Überweisung einer Dauerspende. Meist sind die gewünschten Beiträge hoch. Zudem bindet man sich in der Regel für einen längeren Zeitraum. Denn im Unterschied zu sonstigen Haustürgeschäften lässt sich die Verpflichtung zumeist nicht innerhalb von zwei Wochen widerrufen. Oft fließt auch nur ein kleiner Teil der Beträge in Hilfsprojekte. Den weit größeren Teil der Spendengelder verschlucken meist Werbung und Verwaltung.
  • Wegweiser durch den Spendendschungel:Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergibt an förderungswürdige Organisationen auf Basis einer jährlichen Prüfung ein Spenden-Siegel. Derzeit dürfen sich damit rund 230 überwiegend soziale Organisationen schmücken. Allerdings: Geprüft werden nur Hilfswerke, die mindestens 25.000 Euro an Spenden in den vergangenen zwei Geschäftsjahren erhalten haben, sich außerdem selbst beim DZI für eine Prüfung melden und die Kosten hierfür zahlen. Kleinere Organisationen können dies oft nicht leisten. Wenn ein Verein in der DZI-Liste fehlt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass er unseriös ist. Trägt ein Spendenaufruf den DZI-Sternenkranz, ist hingegen garantiert, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und nachprüfbar ausweist, wie das Geld der Spender verwendet wird.

Verbraucherzentrale NRW

Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Keine Chance für den Schimmel

Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale zu Ursachen,
Vorbeugung und Sanierung
Jedes Jahr im Winter erobern sie die Wände: hässliche schwarze Flecken, oftmals
die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur
unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden.
Werner Reiner, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale
Euskirchen, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt,
wie jeder die eigene Wohnung schützen kann.
„Im Winter sind die Innenoberflächen der Außenwände vieler Häuser und
Wohnungen kalt. Dort kühlt sich schnell die warme Raumluft ab. Mit
sinkender Temperatur kann die Luft aber weniger Wasserdampf
aufnehmen, so dass an kalten Oberflächen die relative Luftfeuchte stark
ansteigt. „In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit
finden Schimmelpilze ideale Wachstumsbedingungen vor – auch wenn
keine Feuchtigkeit fühlbar oder Kondenswasser sichtbar sind“, erläutert
Werner Reiner.
Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmel heißt deshalb: raus mit
der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein
Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich,
denn es zeigt in Prozent an, wenn zu viel Wasser in der Luft ist. Ebenfalls
wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen.
Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur,
die nicht unter 16 Grad Celsius liegen sollte, hängen dabei ganz
wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des
Hauses ab. So wird eine relative Luftfeuchte von 60 Prozent bei einem gut
gedämmten Gebäude nicht so schnell zum Problem, während bei
schlechter Gebäudedämmung an kalten Tagen 40 Prozent zu viel sein
können. Je besser die Dämmung, umso geringer ist daher das
Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.
Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus
Sicht von Werner Reiner häufig ein Fall für Fachleute: „Nur wenn die
Ursache bekannt ist, können kleine und oberflächliche Schimmelschäden
in Eigenregie beseitigt werden. Ansonsten sollten Experten ans Werk
gehen und unbedingt auch die Schadensursache klären, sonst kommt der
Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur qualifizierte
Fachleute können sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen
Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden.
Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberaterinnen
und Energieberatern der Verbraucherzentrale.
Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden
hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. 
Wer Fragen zu den Themen Dämmen und Lüften sowie Strom- und
Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die anbieterunabhängige
Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen
kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden.
Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501
oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten.
Je nach Umfang des Themas werden 60 Minuten eingeplant.
Termine im Kreis Euskirchen im September 2018 zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
 
13.09.2018 ab 15:00 Uhr
27.09.2018 ab 15.00 Uhr

Rechtes und Schlechtes für Urlauber

Neue Pauschalreiseregeln seit 1. Juli

Gibt’s vor oder während einer Reise Pannen, Mängel oder geht der Veranstalter Pleite, sind Pauschalreisende meist abgesichert: Urlauber können etwa den Reisepreis mindern oder bekommen über die vorgeschriebene Insolvenzabsicherung des Anbieters ihr Geld zurück. Das galt bislang für Pauschalreisen, die im Reisebüro oder in Onlineportalen als Paket eines Veranstalters vermittelt werden. Wer allerdings nur einen Flug plus Hotel im Online-Reiseportal oder Reisebüro buchte, konnte diese Schutzrechte meist nicht nutzen. Seit 1. Juli gelten neue Regeln beim Pauschalreiserecht, die für mehr Klarheit und Verbraucherschutz auch beim Buchen von einzelnen Reiseleistungen in Online-Portalen und Reisebüros sorgen. Doch das neue Gesetz hat auch Verschlechterungen im Gepäck: „Erst wenn Veranstalter den Reisepreis nach der Buchung um mindestens acht Prozent anheben, können Urlauber künftig noch kostenlos vom Reisevertrag zurücktreten. Bislang lag diese Grenze bei fünf Prozent. Bislang war es verboten, den Reisepreis für Reisen, die nicht mehr als vier Monate vor Reisebeginn gebucht wurden, nachträglich anzuheben. Künftig können sich auch kurzfristiger gebuchte Reisen im Nachhinein verteuern, wenn dies bis zum 20. Tag vor Reiseantritt mitgeteilt wird“, zählt Monika Schiffer. Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen die wesentlichen Änderungen auf. Wichtig zu wissen, sind für Reisende jedoch auch folgende Details:

  • Verbundende Reiseleistungen künftig pauschal: Unternehmer, die mit Reisenden online einen Vertrag über eine einzelne Reiseleistung, etwa einen Flug, geschlossen haben, gelten künftig auch als Veranstalter einer Pauschalreise, wenn sie Kunden für dieselbe Reise einen Vertrag über eine weitere Reiseleistung, zum Beispiel einen Hotelaufenthalt, mit einem anderen Anbieter vermitteln. Dazu müssen sie Reisenden den Zugriff auf das Online-Buchungsverfahren des anderen Unternehmers ermöglichen sowie Namen, Zahlungsdaten und E-Mail-Adresse ihrer Kunden weiterleiten. Zusätzlich muss der weitere Vertrag spätestens 24 Stunden nach der Buchungsbestätigung für die erste Reiseleistung zustande kommen.
  • Insolvenzabsicherung ausgedehnt: Reisebüros oder Online-Reiseportale, die Kunden im Rahmen eines einzigen Kontakts mindestens zwei verschiedene Leistungen für eine Reise vermitteln und Zahlungen für diese Reiseleistungen entgegennehmen, müssen künftig als Vermittler dieser verbundenen Reiseleistungen eine eigene Insolvenzabsicherung vorlegen. Außerdem erhalten Urlauber ein Formblatt, aus dem hervorgehen muss, ob es sich bei der gebuchten Reise um eine Pauschalreise oder eine verbundene Reiseleistung handelt. Wird nur eine verbundene Reiseleistung vermittelt und informiert das Portal oder das Reisebüro die Kunden nicht entsprechend, bedeutet das automatisch eine Haftung wie beim Buchen bei einem Veranstalter. Kunden können dann bei Mängeln den Reisepreis nachträglich mindern und haben Anspruch auf Ersatzbeförderung, wenn etwa die Fluggesellschaft Pleite geht. Außerdem sind ihre Zahlungen bei einer Insolvenz des Veranstalters geschützt.
  • Leistungsänderungen des Veranstalters möglich:Veranstalter erhalten auch mehr Spielraum, um Leistungen nach der Buchung noch zu verändern. Wird zum Beispiel das bereits gebuchte Hotel getauscht und stattdessen vom Veranstalter ein anderes Urlaubsdomizil gewählt, gilt diese Änderung als akzeptiert, wenn Reisende dieser nicht aktiv widersprechen.
  • Weniger Schutz bei Tagesreisen und Ferienwohnungen:Die neuen Regelungen gelten künftig nicht mehr für Ferienwohnungen und -häuser, die Urlauber über einen Reiseveranstalter gebucht haben. Auch Tagesreisen bis zu 500 Euro sind ausgenommen. Das bedeutet: Reisende können im Fall von Mängeln oder Insolvenz des Veranstalters künftig nicht mehr auf Preisminderung nach dem deutschen Pauschalreiserecht oder auf Rückzahlung von Anzahlungen bei diesen Angeboten pochen. Ein Streit mit ausländischen Vermietern ist dann programmiert.
  • Fristverlängerung bei Reklamation von Reisemängeln:Bisher hatten Urlauber maximal einen Monat nach Rückkehr Zeit, um mögliche Ansprüche gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen. Künftig haben sie dafür zwei Jahre Zeit. Wie bisher müssen allerdings Mängel schon am Urlaubsort angezeigt und dokumentiert werden.

Bei rechtlichen Problemen rund ums Reisen, wegen einer Pauschalreise oder eines einzeln gebuchten Komponenten, Ärger mit dem Reisebüro oder dem Online-Buchungsportal hilft die Rechtsberatung in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37. Termine können vereinbart werden unter 02251 506 45 01.

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Die richtige Reiseversicherung mit im Gepäck

Abgesichert im Ausland unterwegs


Die Tage bis zum Sommerurlaub sind gezählt: „Wer jetzt alle Vorbereitungen für einen Auslandstrip trifft, sollte nicht nur an einen Reiseführer, sondern auch an den notwendigen Versicherungsschutz denken. Denn ohne die richtige Zusatzpolice müssen Urlauber im schlimmsten Fall einen Schaden aus eigener Tasche bezahlen“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Reiseplaner erhalten bei den Versicherungsgesellschaften Angebote zur unverzichtbaren Auslandsreisekrankenversicherung und zum vielfach sinnvollen Reiserücktrittsschutz. Diese Policen bieten oft bessere Konditionen als die Offerten auf Reiseportalen. Die Verbraucherzentrale Euskirchen erklärt, welche Versicherungen ins Reisegepäck gehören und bis wann sie abgeschlossen werden können:

  • Auslandsreisekrankenversicherung:Die Police für den Krankheitsfall ist der wichtigste Schutz für einen Trip in ferne Länder. Hierbei sollten Urlauber einen günstigen Jahresvertrag abschließen, der für mehrere Reisen im Jahr Gültigkeit besitzt. Vorteil: Der Versicherungsschutz gilt auch für spontane Ausflüge, etwa über das Wochenende ins Ausland. Wichtig jedoch: Unbedingt ins Kleingedruckte schauen. Denn eine Auslandsreise-Krankenversicherung begrenzt in der Regel die Dauer der vereinbarten Absicherung. Zumeist bieten die Jahres-Policen am Markt einen Schutz von höchstens 42 bis 70 Tagen pro Trip. Wer einen Aufenthalt von mehreren Monaten im Ausland plant, riskiert im Krankheitsfall hohe Kosten, auf denen er sitzen bleibt. Hier sollte eine Auslandsreisekrankenversicherung für eine lange Einzelreise abgeschlossen werden. Dieser Schutz kann auch noch kurz vor Reiseantritt – quasi last minute – abgeschlossen werden. Statt eines Abschlusses auf gepacktem Koffer empfiehlt sich jedoch ein gründlicher Preis-Leistungs-Vergleich von mehreren Versicherungsangeboten im noch ruhigen Vorfeld einer Reise.
  • Reiserücktrittsversicherung:Der Schutz bei unfreiwilligem Verzicht auf eine Reise – etwa bei Krankheit, Unfall, Tod des Partners beziehungsweise eines nahen Familienangehörigen oder bei Arbeitsplatzverlust – ist sinnvoll, wenn beispielsweise eine teure Reise lange im Voraus geplant wird. Auch für den Urlaub mit Kindern kann der Abschluss sinnvoll sein. Wer den Reiserücktritt versichert, sollte unbedingt darauf achten, dass auch gleichzeitig die Kosten für einen Abbruch des Urlaubs übernommen werden. Versicherer legen die Fristen für den Abschluss des finanziellen Schutzes individuell fest. Bei vielen Unternehmen kann ein Vertrag bis 30 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen werden. Urlauber, die sich für einen Schnelltrip entscheiden, müssen den Rücktrittsschutz innerhalb von ein bis drei Tagen nach der Buchung vereinbaren.
  • Reisegepäckversicherung:Verzichtbar ist hingegen in der Regel die Police für den Verlust des Reisegepäcks. Sie bietet für einen relativ hohen Beitrag nur minimalen Schutz. Denn der Reisende muss auf sein Gepäck so sorgfältig achten als ob es überhaupt nicht versichert sei. Kann ihm der Versicherer vorwerfen, nicht ausreichend auf Koffer und Co. achtgegeben zu haben, wird dem Versicherten ein Mitverschulden angerechnet und entsprechend weniger reguliert. Also wenn überhaupt, wird dann nur ein Teil des Schadens erstattet. Eine Gepäckversicherung muss spätestens bis zu dem Tag, an dem es losgeht, in trockenen Tüchern sein. Auf der sicheren Seite – vor allem auch bei online-Abschlüssen – ist, wer sich rechtzeitig um eine Police kümmert.
  • Hausratversicherung:Viele Gegenstände im Gepäck sind über diese Police geschützt. Es gibt dabei eine Obergrenze der möglichen Erstattung von maximal 10.000 Euro beziehungsweise zehn Prozent der Hausratversicherungssumme. Voraussetzung für eine Leistung ist, dass Sachen bei Raub, Einbruch entwendet oder durch einen Sturm beschädigt wurden. Weiteres Plus: Die Hausratversicherung erstattet den Neuwert, während die Reisegepäckversicherung nur für den Zeitwert aufkommt.



Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Wirksame Online-Kündigungen

 
Vormerken allein reicht nicht
Wirksame Online-Kündigungen

 
Ohne Unterschrift ist online vieles möglich: Mitglied werden, Verträge abschließen, Upgrades vornehmen, Zusatzleistungen hinzubuchen und Vereinbarungen auch wieder auflösen. Doch bei Kündigungen von digital abgeschlossenen Verträgen legen Telekommunikationsunternehmen, Dating-Dienste oder soziale Netzwerke abwanderungswilligen Kunden geschickt Steine in den Weg, um sie nicht ohne ausdrückliche schriftliche Erklärung gehen zu lassen. Ein fragwürdiges Bremsmanöver versuchen Anbieter etwa mit Hilfe einer aktivierbaren „Kündigungsvormerkung“ auf ihrer Webseite. „Hinter diesem auf den ersten Klick kundenfreundlichen Service, Vertragskunden rechtzeitig zum Laufzeitende an eine mögliche Kündigung zu erinnern, dient dieser Hinweis Online-Anbietern oft als Vorwand, um abtrünnigen Kunden einen Verbleib bei ihrem Angebot schmackhaft zu machen“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Sie erklärt, wie der Kniff Kunden von einer Kündigung abhält und wie dennoch ein Online-Vertrag erfolgreich gekündigt werden kann:
  • Vormerkung kein Ersatz für wirksame Kündigung:Wer den Button „Kündigungsvormerkung“ bei einem kostenpflichtigen Online-Angebot zum Surfen, Telefonieren, Daten oder Vernetzen anklickt, setzt damit nicht automatisch eine Kündigung zum vereinbarten Laufzeitende eines Vertrags in Gang. Die Vormerkung ist lediglich ein Hinweis, dass der gültige Vertrag zu einem bestimmten Termin mündlich oder schriftlich gekündigt werden kann.
  • Service dient der Kundenbindung:Anbieter installieren die Funktion „Kündigungsvormerkung“ auch auf ihren Webseiten, weil sie hoffen, dass Kunden vor Fristende anrufen, um sich nach neuen Angeboten zu erkundigen. Wankelmütige Kunden sollten jedoch nicht glauben, mit dem Häkchen bei der Kündigungsvormerkung und dem anschließenden Telefonat hätten sie in puncto Kündigung alles getan: Wer sich nicht zum Bleiben ermuntern lässt, muss dennoch ausdrücklich kündigen!
  • Nachteile für Kunden:Pech hierbei, dass die gesetzten Kündigungsfristen häufig nicht mehr eingehalten werden können und der Vertrag sich automatisch verlängert. Eine Vertragskündigung bei einem Online-Anbieter muss nicht unbedingt schriftlich erfolgen, sondern kann am Telefon auch mündlich erklärt werden, falls Firmen dies zulassen. Allerdings wird es für viele Kunden schwierig sein, eine mündliche Kündigung im Nachhinein nachzuweisen.
  • Richtig kündigen:Online-Firmen legen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) fest, in welcher Form die Kündigung eines Vertrages möglich ist. Hierbei können sie eine mündliche Kündigung am Telefon ausschließen, nicht aber den Vertragsstopp per E-Mail oder Fax. Mit einer schriftlichen Erklärung, in der eindeutig steht, „dass der Vertrag zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden soll“, sind abtrünnige Kunden auf der sicheren Seite. Bei der Kündigung müssen die gesetzten Fristen von bis zu drei Monaten beachtet werden. Das Fristende ist meist in den Vertragsunterlagen oder auch in den Rechnungen angegeben. Um den rechtzeitigen Eingang des Kündigungsschreibens bei Problemen nachzuweisen, sollte ein Brief per Einschreiben mit Rückschein versandt, der Sendebericht bei einem Fax aufbewahrt oder eine E-Mail mit Lesebestätigung auf den Weg gebracht werden. Anbieter sind nicht verpflichtet, eine Kündigung zu bestätigen. Für die meisten gehört dies jedoch zum Service.
Ob Kunden aus ihrem Handyvertrag rauswollen oder sie die Zustimmung zu Zusatzleistungen reut: Bei Kündigungsproblemen oder sonstigem Ärger rund um Online-Service-Verträge bietet die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße 37 rechtlichen Rat an. Termine können vereinbart werden unter 02251 506 45 01.

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