Tipps fürs Bestellen per Mausklick

Geschenke vom Onlinehändler

Weihnachtseinkäufe im Internet vom heimischen Sofa aus können bequem und günstig sein: ohne Kontakt zu anderen, Ladenschluss und Parkplatzsuche. „Doch auch dort lauern Fallen. Online-Shopper sollten sich weder von schönen Internetseiten noch von tollen Versprechungen und vermeintlich günstigen Preisen blenden lassen“, rät die Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Bei Bestellungen per Mausklick sollte etwa auf vollständige Anschriften der Firmen, auf Datenschutz, Art der Bezahlung und die Versandkosten geachtet werden. Folgende Tipps helfen, den Geschenke-Stress aus Onlineshops wegzuklicken:

  • Preisvergleich und Datenschutz: Viele Produkte sind im Internet nur günstiger zu haben, wenn die Preise online mit denen im stationären Handel verglichen werden. Kunden sollten zudem Präsente in Shops bestellen, die eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Das erschwert eine Einsicht durch Dritte. Verschlüsselte Datenverbindungen sind am „s" hinter dem „http" in der Adress-Zeile des Browsers zu erkennen. Bei den Datenschutzbestimmungen ist darauf zu achten, ob die eigenen Angaben nur verwendet werden, um die Bestellung zu erfüllen, oder ob sie auch für Werbung genutzt oder gar an Dritte weitergegeben werden sollen.
  • Check des Vertragspartners: Vor der Bestellung sollten sich Kunden vergewissern, dass der Firmenname, die sogenannte ladungsfähige Adresse (Postanschrift mit Land, Ort, Straße) und der Verantwortliche des Anbieters leicht aufrufbar sind. Nur so wissen sie, an wen sie sich wenden müssen, falls es Probleme gibt. Wer auf der Homepage keine Adresse oder nur ein Postfach findet, sollte misstrauisch sein. Hilfreich sind oft auch Foren im Internet, in denen Kunden ihre Erfahrungen darstellen. Wird dort bereits über Lieferengpässe, Probleme bei Reklamationen oder bei der Rückabwicklung von Verträgen nach einem Widerruf berichtet, sollte besser auf eine Bestellung verzichtet werden.
  • Zusatzkosten und Zahlungsweise: Damit sich die Schnäppchen nicht als Mogelpackung erweisen, sind auch die Zusatzkosten wie Versand- und Überweisungskosten sowie Zustellgebühren (bei Nachnahmesendungen) in die Gesamtrechnung einzubeziehen. Sonst wird ein vermeintlicher Preisvorteil schnell zur Kostenfalle. Kunden haben zwar kein Recht auf Wahl einer bestimmten Zahlungsart, doch meist gibt es mehrere Alternativen. Online-Anbieter müssen auch einen gängigen Zahlungsweg kostenfrei ermöglichen. Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt der Ware per Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung. Damit riskieren Kunden nicht, keine, eine andere als die bestellte oder eine fehlerhafte Ware zu erhalten und anschließend dem Geld hinterherlaufen zu müssen. Vorsicht gilt bei Vorkasse.
  • Widerrufs- oder Rückgaberecht:Fast jeder im Internet geschlossene Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Das gilt auch für Verträge über Waren, die auf einer Auktionsplattform von einem gewerblichen Händler ersteigert werden. Der Widerruf muss gegenüber dem Vertragspartner am besten per E-Mail, Fax oder Brief erklärt werden. Die bestellte Ware einfach nicht anzunehmen oder zurückzusenden, gilt nicht als Widerruf! Die 14tägige Frist beginnt beim Kauf von Waren im Internet dann, wenn der Käufer ordnungsgemäß, in klarer und verständlicher Weise über sein Widerrufsrecht informiert worden ist und die Ware erhalten hat. Bei bestellten Dienstleistungen beginnt die Widerrufsfrist allerdings bereits mit Vertragsschluss.
  • Rücksendung: Geht die bestellte Ware innerhalb der gesetzten Frist zurück, muss der Händler neben dem Kaufpreis auch die Kosten für die Hinsendung erstatten. Das gilt jedoch nur für die Kosten des Standardversands und nicht für die Zusatzkosten einer Expresslieferung. Im Gegenzug muss der Kunde die Kosten für die Rücksendung der unwillkommenen Waren tragen – es sei denn, der Händler bietet an, die Rücksendekosten zu übernehmen. Dieser bleibt auch auf den Kosten sitzen, wenn er vor Vertragsschluss nicht darüber informiert hat, dass Kunden die Kosten der Rücksendung selbst zahlen müssen. Bei mangelhafter Ware haben Käufer dieselben Gewährleistungsrechte wie bei einem Kauf im stationären Handel.

 

Weitere Beratung zum Kaufrecht im Handel – stationär und online – bietet die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37 unter 02251 5064501 oder per E-Mail an . Die persönliche Beratung erfolgt nach vorheriger Terminvergabe und unter Berücksichtigung des höchstmöglichen Gesundheitsschutzes für die Beteiligten.

Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.: 02251 50645-01
Fax: 02251 50645-07

www.verbraucherzentrale.nrw/euskirchen


Öffnungszeiten:
Mo. 09:00-13:00 Uhr
Di. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
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Wie vermeidet man kostspielige Vertragsverlängerungen?

Teure Vergesslichkeit -

Wer kennt das nicht? Der Kündigungstermin wird knapp verpasst und automatisch verlängert sich der Laufzeitvertrag um mehrere Monate. Manchmal sogar gleich um ein ganzes Jahr, was ungewollt hohe Folgekosten nach sich zieht. "Verbraucher vergessen häufig, dass sich Verträge am Ende der Laufzeit automatisch verlängern. Das böse Erwachen kommt, wenn die monatlichen Beträge weiter gezahlt werden müssen", erklärt Monika Schiffer, Beratungsstellenleiterin der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. "Gerade im Bereich Telekommunikation mit einer üblichen Vertragslaufzeit von zwei Jahren rächt sich das: Wer vergisst, beweisbar zu kündigen, hat das Nachsehen." Ähnliches sei aber auch bei anderen Laufzeitverträgen zu beobachten. Damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, rät Monika Schiffer folgende Punkte beim Thema Kündigung zu beachten:

  • Kündigungsfrist verstehen und einhalten: Eine dreimonatige Kündigungsfrist bedeutet zum Beispiel, dass spätestens drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit die Kündigung beim Anbieter eingegangen sein muss - nicht exakt drei Monate vorher. Man kann dies also auch schon deutlich früher tun. Schiffer erläutert: "Wer seine eigene Vergesslichkeit kennt und genau weiß, dass der Vertrag am Ende der Laufzeit sicher beendet sein soll, kann alternativ auch einfach sofort, also gleich nach Abschluss des Vertrages kündigen. Der Kunde muss allerdings nachweisen können, dass der Vertragspartner die Kündigung auch rechtzeitig erhalten hat.“
  • Kündigungsbestätigung einfordern:Hier gilt Beweisbarkeit vor Bequemlichkeit: Das Kündigungsschreiben sollte am besten per Einschreiben mit Rückantwort versendet werden - so erhält man einen sicheren Beweis für den Zugang der Kündigung. E-Mails oder die Nutzung von Kontaktformularen auf den Seiten der Anbieter haben im Streitfall nicht die gleiche Beweiskraft wie eine datierte Rückantwort des Anbieters. „Daran ändert auch eine ‚Lesebestätigung‘ des E-Mail-Programms nichts“, weiß die Beratungsstellenleiterin Schiffer. „Ratsuchende weisen immer wieder empört darauf hin, dass die Firma die Kündigung über das Kontaktformular hundertprozentig erhalten haben müsse. Sie verkennen jedoch, dass bei einer Kündigung der Kunde selbst für deren Zugang verantwortlich ist, juristisch gesehen also die Beweislast trägt.“
  • Versteckte Werbeanrufe durchschauen:Oftmals erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher nach der Kündigung noch einen Anruf der Firma unter dem Vorwand, man habe noch Rückfragen zur Kündigung oder der Vertrag müsse verlängert werden. "Hier darf man sich nicht verunsichern lassen", so Schiffer. „Die meisten Verträge im Telekommunikationsbereich haben eine eingebaute Vertragsverlängerung. Es handelt sich nur um den Versuch, die Menschen in ein Gespräch zu einem erneuten Vertragsabschluss zu locken." Interessant dabei: Ein Vertragsabschluss im Bereich Telekommunikation kann nach gegenwärtiger Rechtslage auch rein mündlich am Telefon wirksam erfolgen, die Kündigung muss jedoch mindestens in Textform – also z.B. per E-Mail erfolgen.

Wer sich zum Thema "sichere Kündigung" beraten lassen möchte, erreicht die Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen zu den untenstehenden Zeiten telefonisch unter der Nummer 02251 5064501 oder per Mail unter euskirchen@verbraucherzentrale.nrw. Für persönliche Beratungstermine muss ein Termin vereinbart werden.

Erreichbarkeit:

Mo. und Fr. 09:00-13:00 Uhr

Di. und Do. 09:00-13:00 Uhr sowie 14:00-18.00 Uhr

Vorsorge für Online-Accounts

Verbraucherzentralen geben hilfreiche Tipps

Immer mehr Menschen sind digital unterwegs. Sie wickeln ihre Einkäufe, ihre Bank- und Gesundheitsangelegenheiten und einen großen Teil ihrer privaten Kommunikation online ab. Viele wichtige Vertragsdaten oder Informationen sind daher oft nur virtuell vorhanden. Doch wer entscheidet über Online-Bankgeschäfte, den Account bei einer Krankenkasse oder bei anderen Dienstleistern, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist?

Ob Krankheit, Schlaganfall oder Tod – es kann jeden treffen, in jedem Alter. „Wir empfehlen deshalb, sich frühzeitig darüber Gedanken zu machen, wer Zugang zu den Online-Accounts erhalten soll und was in solchen Fällen zu tun ist“, sagt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. „Denn im Ernstfall haben auch Ehepartner und Kinder nur dann einen Zugang zu den Online-Accounts, wenn deren Inhaber dies rechtzeitig mit einer Vorsorgevollmacht geregelt hat.“

Sechs Tipps der Verbraucherzentralen

  • Benennen Sie eine bevollmächtige Person
    Ihre normale Vorsorgevollmacht können Sie um eine Vorsorgevollmacht für digitale Angelegenheiten ergänzen. Hier können Sie bestimmen, wer die Verwaltung der digitalen Konten übernehmen soll. Die Person kann mit derjenigen aus der Vorsorgevollmacht identisch sein, muss es aber nicht.
  • Regeln Sie, was mit Ihren Daten und Online-Accounts geschehen soll
    Außerdem können Sie in dieser Vollmacht detailliert regeln, wie mit den digitalen Konten umgegangen werden soll. Welche Daten sollen gelöscht werden? Wie soll die Vertrauensperson mit dem Account in einem sozialen Netzwerk umgehen? Wann sollen welche Online-Verträge gekündigt werden?
  • Unterschreiben Sie die Vollmacht
    Die Vollmacht wird erst mit Ihrer Unterschrift und einem Datum wirksam. Übergeben Sie die Vollmacht am besten an die bevollmächtigte Person, die sie dann am besten auch aufbewahrt. Alternativ können Sie die bevollmächtigte Person auch über den Aufbewahrungsort der digitalen Vorsorgevollmacht informieren. Informieren Sie am besten auch Ihre Angehörigen darüber, dass Sie Regelungen für Ihre Online-Accounts getroffen haben.
  • Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Online-Accounts
    Eine Übersicht aller Accounts mit Benutzernamen und Kennworten hilft Ihnen und der bevollmächtigten Person, den Überblick zu behalten und keinen Account zu vergessen. Sie können diese Liste auf Papier oder in einer Excel-Tabelle führen. Halten Sie diese Liste stets aktuell, ergänzen Sie neue Accounts und löschen alle, die Sie nicht mehr nutzen möchten. Sie können auch einen Passwort-Manager nutzen. Diese Programme speichern auf Wunsch die Passwörter zu verschiedenen Zugängen und können auch starke Passwörter erstellen. Anwender müssen sich auf diese Weise nur noch ein einziges gutes Master-Passwort merken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt etwa das Programm KeePass. Die Stiftung Warentest hat im Januar 2020 Testergebnisse für 14 Passwort-Manager veröffentlicht.
  • Bewahren Sie die Liste mit Ihren Online-Accounts sicher auf
    Deponieren Sie die Liste zum Beispiel in einem Tresor oder einem Bankschließfach. Sie können die Liste auch auf einem USB-Stick oder anderen externen Medien speichern. Um ihn vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen, sollte auch der Stick mit den sensiblen Daten am besten in einem Tresor oder einem Bankschließfach hinterlegt werden. Beachten Sie, dass ein USB-Stick äußeren Einflüssen ausgesetzt ist. Gespeicherte Daten können verloren gehen.
  • Prüfen Sie, ob eine externe Datenverwaltung für Sie in Frage kommt
    Es gibt auch Firmen, die eine Verwaltung der digitalen Accounts als Online-Leistung anbieten. Allerdings werden sie meist erst tätig, wenn der Nachlass eines Account-Inhabers zu regeln ist. Wie sicher der Service der Anbieter ist, lässt sich nur schwer beurteilen. Die Checkliste der Verbraucherzentralen hilft, Online- Anbieter zu bewerten, die die Regelung des digitalen Nachlasses versprechen.

Anleitungen, welche Vorkehrungen für Accounts bei Facebook, Google und Co. getroffen werden können, einen kostenlosen Mustervordruck für das Verfassen einer Vollmacht sowie eine Musterliste für die persönlichen digitalen Daten finden Interessenten auf www.verbraucherzentrale.de/digitale-vorsorge.

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Neue Reisewarnungen in Europa

Was heißt das konkret für Urlauber?

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt wieder an – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern quer durch Europa. Gefühlt im Wochentakt werden europäische Regionen von der Bundesregierung deshalb zum Risikogebiet eingestuft. Seit dem 14. August warnt das Auswärtige Amt nun auch wieder vor Reisen nach Spanien, inklusive der Urlaubsinsel Mallorca. Was bedeutet das konkret für die Verbraucherinnen und Verbraucher, die gerade dort ihre Ferien verbringen? Und was für diejenigen, die eine Reise in ein bislang als sicher geltendes Reiseland wie Spanien geplant haben? Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, hat Antworten:

Müssen Urlauber direkt abreisen, die zurzeit in einer zum Risikogebiet erklärten Region Ferien machen?

Nein, zu einer sofortigen Abreise ist niemand verpflichtet. Pauschalreisende haben aber das Recht, den Reisevertrag zu kündigen, wenn ein sogenannter Reisemangel die vorgesehene Reise erheblich beeinträchtigt. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn aufgrund von Corona am Urlaubsort während der gesamten Reisezeit eine Quarantäne einzuhalten wäre. Gehört auch die Beförderung zur gebuchten Pauschalreise dazu, muss der Reiseveranstalter nach einer Kündigung unverzüglich für die Rückreise der Urlauber sorgen.

Individualreisende müssten sich dagegen selber und auf eigene Kosten um ihre vorzeitige Rückreise kümmern. Allerdings müssen sie nicht abreisen, sondern können auch den ursprünglich gebuchten Rückflug nutzen. Es könnte jedoch sein, dass Airlines aufgrund der Pandemie-Lage Flüge streichen. Die Reisenden sollten also frühzeitig prüfen, ob der gebuchte Rückflug weiterhin wie geplant angeboten wird.

Was müssen Urlauber nach ihrer Rückkehr aus dem Risikogebiet beachten?

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass die Urlauber nach der Rückkehr nach Deutschland dazu verpflichtet sind, einen Corona-Test zu machen. Der Test ist kostenlos. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sich die Reisenden in Quarantäne begeben. Wer ein negatives Ergebnis aus einem Test am Urlaubsort vorweisen kann, das nicht älter als 48 Stunden ist, muss sich in Deutschland nicht erneut testen lassen.

Welche Möglichkeiten haben Verbraucher, wenn sie bereits eine Reise in ein Risikogebiet gebucht haben?

Die Reisewarnung ist ein starkes Argument dafür, dass Verbraucher, die eine Pauschalreise gebucht haben, kostenfrei von der Reise zurücktreten können. Letztlich kommt es aber auf den Einzelfall an.

Klar ist: Aufgrund der Covid-19-Lage kann es zu massiven Einschränkungen am Urlaubsort kommen und damit zu einer erheblichen Beeinträchtigung der geplanten Reise. Es ist ebenfalls möglich, dass der gesamte Urlaub von Seiten des Reiseveranstalters abgesagt wird. In diesem Fall können die Urlauber verlangen, dass der Reisepreis vollständig vom Veranstalter erstattet wird. Eine Umbuchung der Reise oder ein Gutschein muss dagegen nicht akzeptiert werden.

 Pauschalurlauber, deren Reisezeit noch in der Zukunft liegt und die keinesfalls mehr reisen wollen, sollten abwägen. Wenn sie mit einer Stornierung warten, könnten sich die Stornoentgelte erhöhen, sollte sich bis zum Reisezeitpunkt die Corona-Situation am Reiseziel wieder entspannen. Bei früherer Stornierung gehen die Verbraucher andererseits das Risiko ein, dass die Reisewarnung zum geplanten Urlaubsstart noch besteht und sie deshalb zur kostenlosen Stornierung berechtigt wären. Dann müssten schon gezahlte Stornoentgelte vom Reiseveranstalter wieder zurückverlangt werden. Da die Rechtslage hierzu noch nicht eindeutig geklärt ist, kann es hierüber zum Streit kommen.

Unser Tipp: Reisende sollten zumindest über die Zeitspanne mit einer Rücktrittserklärung abwarten, in der sich die Stornokosten nicht erhöhen.

Welches Risiko gehen Verbraucher ein, wenn sie jetzt eine Reise in ein Risikogebiet buchen?

 Wer jetzt davon ausgeht, dass sich die Lage im Herbst wieder beruhigt hat und eine Reise - zum Beispiel nach Spanien - trotz der Reisewarnung bucht, nimmt das Risiko bewusst in Kauf. Ob in einem solchen Fall eine kostenlose Stornierung der Reise dann später noch möglich ist, ist rechtlich unklar.

Weitere Informationen zu akuten Verbraucherthemen bietet die örtlichen Beratungsstelle in Euskirchen. Die Beratungsstelle ist unter 02251 506 4501 oder per Email an erreichbar. Beratungen finden telefonisch oder nach Terminvereinbarung persönlich statt.

 

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Kostenlose Corona-Tests für alle Urlauber

Um eine zweite Infektionswelle zu verhindern, bietet die Bundesregierung rechtzeitig zum Ende der Sommerferien in NRW kostenlose Corona-Tests für alle Reiserückkehrer an. Für viele Reisende sind die Tests freiwillig. „Urlauber, die in einem Risikogebiet ihre Ferien verbracht haben, sind aber seit dem 8. August verpflichtet, sich testen zu lassen“, informiert die Verbraucherzentrale NRW. Alles Wissenswerte rund um die kostenfreien Corona-Tests für Urlauber hier im Überblick:

  • Wer kann einen kostenlosen Corona-Test machen?Alle Reiserückkehrer nach Deutschland haben ab sofort die Möglichkeit, einen kostenlosen Test auf Covid 19 zu machen. Die Kosten dafür werden seit dem 1. August 2020 übernommen, wenn der Test innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgt.
  • Wo kann ich mich testen lassen?Den Test kann man an entsprechenden Teststationen am Flughafen, Bahnhof oder anderen Knotenpunkten in der Nähe von Grenzübergängen machen. Unter der Telefonnummer 116 117 gibt es Auskunft, wo darüber hinaus in Wohnortnähe Tests angeboten werden. Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte jedoch unbedingt vorher einen Termin vereinbaren.
  • Pflicht-Test bei Einreise aus einem Risikogebiet:Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich vom 8. August an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Dann gilt: Wer von einer Reise in ein Risikogebiet zurückkehrt, muss sich entweder innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise testen lassen oder innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr.
    Wichtig ist: Bis ein gültiges Testergebnis vorliegt, müssen die Quarantäneregeln eingehalten werden.
  • Was sind Corona-Risikogebiete?Zu den Risikogebieten gehören aktuell viele Länder außerhalb Europas wie die USA, Russland oder große Teile der Türkei. Aber auch innerhalb Europas sind verschiedene Risikogebiete ausgewiesen, zum Beispiel seit Anfang August 2020 Serbien oder die spanischen Regionen Katalonien, Aragon und Navarra sowie die Provinz Antwerpen. Eine laufend aktualisierte Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) gibt Auskunft, welche Länder als Risikogebiet definiert sind.
  • Gibt es Sanktionen?Bei Verstoß gegen die genannten Pflichten zur Meldung, Testung, Nachweispflicht oder zur häuslichen Quarantäne können die zuständigen Behörden Bußgelder verhängen.
  • Wer muss das Testergebnis an das Gesundheitsamt weitergeben?Reisende, die aus einem Risikogebiet kommen, müssen ein negatives Testergebnis selbst mit der vom Arzt ausgestellten Testbescheinigung gegenüber dem Gesundheitsamt nachweisen. Wiederholungstest empfohlen: Ein negatives Testergebnis stellt immer nur eine Momentaufnahme dar. Deshalb ist fünf bis sieben Tage nach dem Test eine Wiederholungstestung auf Covid 19 sinnvoll.

Weitere Informationen zu akuten Verbraucherthemen bietet die Euskirchener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37. Es muss unbedingt ein Termin vereinbart werden unter 02251 506 45 01 oder per Email an .

 

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Corona-Trend Kontaktlose Zahlung: Praktisch, aber riskant?

Corona-Trend Kontaktlose Zahlung:
Praktisch, aber riskant?

Mit Karte, bitte“ – immer weniger Kunden zahlen aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus an den Kassen von Supermärkten und Händlern bar. Der Trend geht zur Kartenzahlung, und zwar am liebsten kontaktlos. Ob mit Girokarte, Kreditkarte oder dem Smartphone - kontaktloses Bezahlen ist vielfältig möglich, meistens auf Grundlage der „Near Field Communications“-Technologie (NFC). Wenn der Kunde bezahlen möchte, hält er sein NFC-fähiges Smartphone oder die Kredit- oder Girokarte mit NFC-Chip bis zu einem Abstand von einigen Zentimetern an das Lesegerät, und schon wird der Betrag abgebucht. Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die angesagte Bezahlmethode:

Bis zu welcher Summe kann man an der Kasse kontaktlos bezahlen?

Bisher waren in Deutschland meist nur Zahlungen bis 25 Euro ohne PIN oder anderweitige Freigabe (Fingerabdruck, Gesichtsscan) möglich, auch wenn die Vorgaben der EU kontaktlose Zahlungen bis zu 50 Euro ermöglichen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Deutsche Kreditwirtschaft aber beschlossen, die Grenze entsprechend anzuheben. Nach einer kurzen Umsetzungsphase sollte es inzwischen allen Kunden mit NFC-tauglichen Karten oder Smartphones möglich sein, bis zu 50 Euro kontaktlos zu bezahlen.

Ist dies auch mehrfach hintereinander problemlos möglich?

Ja, aber zur eigenen Sicherheit gibt es Begrenzungen. Der Betrag der vorherigen Zahlungsvorgänge seit der letzten Freigabe mit PIN darf insgesamt maximal 150 Euro betragen bzw. die Anzahl der vorherigen Zahlungen seit der letzten Freigabe nicht fünf Vorgänge übersteigen. Es kann also auch bei der Kontaktloszahlung ab und zu notwendig werden, eine Freigabe zu erteilen. So wird sichergestellt, dass der Kontoinhaber die Zahlungen alle selbst auslöst und das Konto nicht missbräuchlich leer geräumt werden kann.

Wer trägt den Schaden, sollte die Karte unberechtigt von Dritten eingesetzt werden?

Wenn das Konto eines Kunden durch Missbrauch einer Kontaktloszahlung belastet wird, übernimmt die Bank den Schaden.

Worauf sollte man bei der kontaktlosen Zahlung achten?

Trotz der genannten Sicherungsgarantie durch die Bank ist es wichtig, beim Einsatz des Smartphones oder der Karte umsichtig zu bleiben. Sollte die Eingabe des PINs notwendig werden, diesen verdeckt eingeben. Das gilt ebenso für das Freischalten des Telefons durch einen Entsperrcode. Auch die regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge bleibt sinnvoll. Unrechtmäßige Buchungen sollten sofort gegenüber der Bank angezeigt, die Karte gesperrt werden. Sollte die Girokarte betroffen sein, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, auch die Karte für das elektronische Lastschriftverfahren bei der Polizei zu sperren (KUNO). Und wenn das Smartphone verloren geht, sollte man daran denken, dass dort womöglich Zahlungsdaten hinterlegt sind und genau so handeln, als hätte man eine Karte verloren.

Manche Verbraucherinnen und Verbraucher möchten die NFC-Funktion vielleicht gar nicht nutzen. Was können sie tun?

Die neue Generation von Zahlungskarten unterstützt regelmäßig die NFC-Funktion. Wer diese zum Beispiel aus Sicherheitsbedenken nicht haben möchte, kann den NFC-Chip bei manchen Banken deaktivieren lassen. Andere Finanzinstitute bieten diesen Service leider nicht an. Dann kann der Kartenbesitzer die NFC-Funktion durch eine entsprechende Schutzhülle unterbinden. Auch manche neueren Geldbörsen können einen solchen Schutz gewährleisten.

Weitere Informationen rund um mobiles Bezahlen finden Sie hier: https://www.verbraucherzentrale.nrw/mobil-bezahlen

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu akuten Verbraucherfragen gibt auch die Euskirchener Beratungsstelle, aktuell per Telefon unter 02251 5064501 oder Email an .

Hilfreiche Hinweise rund um Corona-Fragen im Verbraucheralltag gibt’s ebenfalls online unter www.verbraucherzentrale.nrw/corona.

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
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Fax (02251) 506 45 07


Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Energieschulden möglichst trotz Corona-Aufschubs begleichen

Energieschulden möglichst trotz Corona-Aufschubs begleichen

Was Kunden im Zahlungsrückstand tun können

Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie haben einige Energieversorger angekündigt, freiwillig vorübergehend auf Gas- und Stromsperren zu verzichten. Darüber hinaus gilt eine neue gesetzliche Vorgabe: Haushalte, die fortlaufende Zahlungsverpflichtungen wie die Abschläge für Strom und Gas nicht bedienen können, erhalten in der akuten Krise einen maximal dreimonatigen Zahlungsaufschub. Das gilt jedoch höchstens bis zum 30. Juni 2020 und nur für Verträge, die vor dem 8. März 2020 geschlossen wurden. Außerdem muss der Zahlungsverzug auf die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen sein. Neben Energieverträgen gilt das auch für Wasser-, Telefon- und Internetverträge.

Auch wenn ein Zahlungsaufschub gewährt wird, bedeutete das keine Zahlungsbefreiung für die Kunden“, betont Monika Schiffer, Leiterin der Beratungsstelle in Euskirchen. Spätestens wenn die Corona-Krise abklinge, könne im Energiebereich auch das Abdrehen der Gas- oder Stromversorgung wieder zum Thema werden. Sie empfiehlt deshalb, bei Zahlungsschwierigkeiten den Energieversorger zu kontaktieren, die eigene Situation zu schildern und Lösungen zu besprechen. Einige Handlungsmöglichkeiten hat sie zusammengetragen:

  • Ratenzahlung:Wer offene Rechnungen nicht auf einen Schlag begleichen kann, sollte um eine Ratenzahlung bitten. Wichtig: Die monatlichen Raten dürfen nicht zu hoch sein. Wenn sie das verfügbare Budget sprengen, reißen sie an anderen Stellen neue Löcher in die Haushaltskasse – schlimmstenfalls entstehen zusätzliche Schulden.
  • Stundung:Bei absehbar vorübergehenden Zahlungsproblemen lässt sich auch jenseits des neuen und vorübergehenden gesetzlichen Anspruchs eine Stundung aushandeln. Das bedeutet, dass die Schulden erst später zurückgezahlt werden müssen. Hierauf können zum Beispiel Arbeitnehmer in Kurzarbeit verweisen oder Menschen, die gerade Krankengeld beziehen.
  • Darlehen: Wer Sozialleistungen erhält, kann vom Jobcenter oder dem Sozialamt Geld leihen, um seine Energieschulden zu begleichen. Ein solches Darlehen können Betroffene formlos beantragen
  • Weiter Abschläge zahlen!Nach wie vor gilt: Die monatlichen Abschläge für Strom oder Gas müssen früher oder später bezahlt werden. Wer durch die Corona-Pandemie in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, kann aber bis zum 30. Juni 2020 ein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht geltend machen. Dazu sollte er den Energieversorger informieren und muss gegebenenfalls nachweisen, dass Folgen der Pandemie derzeit die Wahrung eines angemessenen Lebensunterhalts gefährden. Es kann jedoch auch in dieser Situation sinnvoll sein, zumindest Teilzahlungen zu leisten, um die Rückstände nicht zu hoch auflaufen zu lassen.
  • Hilfe suchen!Betroffene müssen nicht allein gegen drohende Energiesperren vorgehen. Unterstützung bei allen nötigen Schritten gibt es zum Beispiel bei der Euskirchener Verbraucherzentrale unter 02251 5064501. Auch Rechtsanwälte und andere Schuldnerberatungen können helfen.

 

Die Verbraucherzentrale steht Ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Bitte beachten Sie, dass eine persönliche Beratung zurzeit jedoch nur telefonisch unter 02251 5064501 oder per Mail an erfolgen kann. Alle Kontaktmöglichkeiten zur Verbraucherzentrale finden Sie unter https://www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen.

 

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Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
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Tipps gegen Abzocke von unseriösen Notdiensten

 

 

Weltverbrauchertag 2020

Planvolles Vorgehen statt Panik gefragt
Tipps gegen Abzocke von unseriösen Notdiensten

Fällt die Tür von außen ins Schloss oder ist der Abfluss verstopft – dann wird rasche Hilfe oftmals teuer. Als Retter in der Not bieten Schlüsseldienste und Rohrreiniger ihre Dienste an. Doch eine auffällige Anzeige im Branchenbuch oder der Anruf bei einem Vermittlungsdienst lotsen Betroffene nicht immer zu einer seriösen und kostentransparenten Firma. „Viele hilfreiche Türöffner oder Rohrreiniger leisten zwar rasche Abhilfe, nutzen im Gegenzug jedoch die Notlage der Kunden mit intransparenten und überteuerten Preisen schamlos aus“, warnen Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen und Kriminalhauptkommissar Anton Dickopp von der Kreispolizeianlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März. Wer vorsorgt und weiß, wen man im Ernstfall zuverlässig um Hilfe bitten kann und wer trotz Stresssituation die Kosten vor dem Anrücken eines Notdienstesvergleicht und die einzelnen Rechnungsposten nach getaner Arbeit kritisch prüft, ist vor bösen Überraschungen sicher. Unter dem Motto „Ruhe bewahren – planvoll vorgehen“ hilft die Verbraucherzentrale NRW hierbei mit folgenden Hinweisen:

  • Besonnen in akuter Notlage agieren:Trotz Stresssituation sollten Betroffene überlegen, ob ein sofortiger Notdiensteinsatz notwendig ist oder bis zum nächsten Werktag warten kann. Eventuell kann das Problem auch selbst oder mit Hilfe von Nachbarn gelöst werden – etwa indem bei einem Wasserrohrbruch erst einmal der Haupthahn zugedreht wird.
  • Seriösen Helfer finden: Muss sofort ein Fachmann ran, ist der eigene Bekanntenkreis die erste Auskunftsstelle. Denn hat ein Betrieb gut gearbeitet, ist er sicher eine Empfehlung wert. Wer Hilfe braucht, der sollte ortsansässige Unternehmen bevorzugen, um hohe Fahrtkosten zu vermeiden. Vorsicht bei Firmen mit Namen „AAA! Häufig steckt hinter solch einem Namensanfang nur das Ziel, im Branchenbuch ganz oben zu stehen. Bei der Suche im Internet empfiehlt sich ein Blick ins Impressum. Hier müssen etwa Name, Adresse und
    E-Mail Adresse stehen.
  • Telefonischer Kontakt:Wer Abhilfe sucht in einem Notfall sollte beim ersten Anruf eines Dienstes das Problem möglichst konkret schildern. Im nächsten Schritt sollte nach der Höhe der Anfahrtskosten gefragt werden. Im Falle einer Auftragsvergabe ist es sinnvoll, einen verbindlichen Festpreis zu vereinbaren. Bei einem Schlüsseldienst etwa kostet die Öffnung einer lediglich zugefallenen Tür in Nordrhein-Westfalen inklusive Anfahrt tagsüber und an Werktagen circa 90 Euro. Für einen Akut-Einsatz in der Nacht, an Sonn- oder Feiertagen werden im Schnitt 140 Euro berechnet. Zum Vergleich von Firmenpreisen und -konditionen sollten nach Möglichkeit zwei oder drei Angebote eingeholt werden.
  • Auf sachgerechte Leistungen achten:Ist eine Tür nur ins Schloss gefallen, muss sie in den meisten Fällen weder aufgebrochen noch das Schloss ausgebaut werden. Beides ist aber häufige Praxis, um die Kosten in die Höhe zu treiben. Zugezogene Türen lassen sich meist ohne Beschädigung im Nullkommanichts vom Fachmann öffnen. Auch bei der Rohrreinigung ist oftmals der Einsatz von schwerem technischem Gerät unnötig. Unseriöse Firmen nutzen auch häufig eine Rohrverstopfung, um Verbraucher zu einer unnötigen Rohrsanierung zu überreden.
  • Rechnung prüfen:Die Rechnung sollte nur dann vollständig bezahlt werden, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind und sie überprüft haben, ob das Problem gelöst wurde. Wird eine ortsansässige Firma beauftragt, können nur die Fahrtkosten innerhalb der Ortsgrenzen in Rechnung gestellt werden. Außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten kommen oft noch Nacht- und Feiertagszuschläge hinzu. Erlaubt sind hierbei Zuschläge von bis zu 100 Prozent – allerdings nur für Lohn und lohnabhängige Kosten und nicht für Material- oder Fahrzeugkosten. Wer eine ungewöhnlich hohe Rechnung bekommt, sollte am besten nur eine Anzahlung unter Vorbehalt leisten und die Rechnung im Anschluss unabhängig prüfen lassen. Betroffene sollten sich auch nicht nötigen lassen, mit einem drängelnden Dienstleister zum nächsten Geldautomaten zu fahren. Barzahlung kann nur verlangt werden, wenn dies vorher vereinbart wurde. Wer sich bedroht fühlt, sollte sich nicht scheuen, die Polizei über den Notruf 110 anzurufen.
  • Vorsorge für alle Fälle treffen:Vorsorgliche, die einen Schlüssel beim Nachbarn deponieren oder die Rufnummer eines seriösen Betriebs an die Pin-Wand heften, sind auf den Einsatz eines unbekannten Notdienstes nicht angewiesen. Bestens gewappnet ist, wer sich im Vorfeld nach Preisen von seriösen Notdiensten in Wohnnähe erkundigt und deren Rufnummer parat hat.

 

Rechtlichen Rat bei überhöhten Rechnungen von unseriösen Notdiensten bietet die Euskirchener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37. Termine können unter 02251 5064501 vereinbart werden.

Noch mehr Wissenswertes zu Notdiensten gibt’s unter www.verbraucherzentrale.nrw/notdienste. Wemeine Rohrsanierung aufgedrängt wurde, erhält kostenlos rechtlichen Rat unter der Rufnummer (02 11) 38 09 300.

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Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?

Energieberatung der Verbraucherzentrale im April 2020
Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?
 
Materialien haben unterschiedliche Vorteile
Angenehme Kühle im Sommer, behagliche Wärme im Winter – für
diesen Gewinn an Wohnqualität bei gleichzeitiger Energieeinsparung
dämmen die Bürger im Kreis Euskirchen ihre Häuser. Welches Material
aber hält die Wärme stets auf der richtigen Seite der Wand? „Es gibt
längst nicht nur Polystyrol, das viele unter dem Markennamen Styropor
kennen“, berichtet Energieberater Werner Reiner von der
Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Neben weiteren Kunststoffen
kommen natürliche Materialien wie Holz, Hanf oder Kork sowie
Mineralwollen und -schäume in Frage. „Den passenden Dämmstoff für
die eigene Fassade findet, wer sich klar macht, was ihm selbst am
wichtigsten ist: Soll es zum Beispiel vor allem günstig sein?
Umweltfreundlich? Oder so effektiv, dass nur eine dünne Schicht benötigt
wird?“, erklärt Reiner. Als erste Orientierung hat er einige Punkte
zusammengetragen:
 Dämmwirkung: Grundsätzlich können alle Dämmstoffe dieselbe
Wirkung erzielen – sie müssen dafür aber unterschiedlich dick
angebracht werden. Das ist nicht nur eine Frage der Optik. Die
Materialstärke kann zum Beispiel auch wichtig sein, wenn ein Dach nur
wenig über eine Wand hinausragt, so dass kaum Spielraum für eine
Verbreiterung bleibt. Oder bei der Vermeidung des sogenannten
Schießscharteneffekts bei kleinen Fenstern. Hier haben Kunststoffe wie
Phenolharz und Polyurethan die Nase vorn – sie benötigen die geringste
Materialstärke. Es folgen das verbreitete Polystyrol, Mineralwolle und
dann Naturfasern wie Holz und Hanf.
 Ökologische Bilanz: Mit Blick auf die Umweltfolgen sind klar
natürliche Rohstoffe wie Holz, Hanf oder Kork zu empfehlen. Sie
bestehen aus nachwachsenden Ressourcen, ihr Recycling ist
unproblematisch. Hanf und Kork haben zudem den Vorteil, dass ihre
Herstellung viel weniger Energie benötigt als die von Kunststoffen. Auch
für die künstlichen Dämmstoffe gilt allerdings: Ihr Einsatz spart innerhalb
weniger Jahre mehr Energie ein, als für ihre Herstellung verbraucht
wurde.
 Kosten: Nur ein kleiner Anteil des Gesamtpreises für eine
Fassadendämmung entfällt auf den Dämmstoff selbst. Den weitaus
größeren Anteil machen Arbeits-, Gerüst- und andere Materialkosten aus.
Die Preisunterschiede von Dämmstoffen führen also nicht zu großen
Unterschieden bei den Gesamtpreisen. Am günstigsten ist Polystyrol,
Phenolharz bildet das andere Ende der Skala. Dazwischen liegen
Mineralwolle und Naturfasern.
 Brandverhalten: Alle zugelassenen Dämmstoffe sind mit Blick
auf den Brandschutz für Ein- und Zweifamilienhäuser bedenkenlos
einsetzbar. Tatsächlich unbrennbar sind allerdings nur die mineralischen
Stoffe. Wer hier also auf Nummer sicher gehen möchte, setzt zum
Beispiel auf Mineralwolle.
Bei Fragen zur Wärmedämmung gibt die Energieberatung der
Verbraucherzentrale gerne Auskunft. Wer Fragen zu den Themen
Heizungsanlage, Heizen und Lüften, alternativen Energiequellen sowie
Strom- und Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die
anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen
Energiesparthemen kann ein kostenloser Termin in der Euskirchener
Beratungsstelle, in der Wilhelmstraße 37, vereinbart werden. Die
Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an
Termine in Euskirchen im April zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
02.04.2020 ab 15:00 Uhr
16.04.2020 ab 15:00 Uhr
30.04.2020 ab 15:00 Uhr

Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Wann die Hausratversicherung einspringt

Urlaubszeit ist Einbruchzeit:
Wann die Hausratversicherung einspringt
2018 gab es in Nordrhein-Westfalen rund
ein Viertel weniger Wohnungseinbrüche. So
erfreulich der Rückgang auch ist, für die rund 30.000 Betroffenen ist dies
kaum ein Trost. „Die Einbrecher kennen die Schwachstellen von Häusern.
Deshalb ist es wichtig, den Sicherheitslücken der eigenen vier Wände vorbeugend einen Riegel vorzuschieben“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Wenn Diebe dennoch auf Beutezug gegangen sind, dann ist die Hausratversicherung der Schlüssel für finanziellen Ersatz von Schmuck, Elektroartikeln oder gestohlener Kleidung. „Einbruchopfer müssen dabei allerdings ein paar Dinge beachten. Denn ansonsten wird riskiert, dass der Versicherer – trotz Hausratversicherung – seine Leistungen kürzt oder sogar überhaupt nicht für den Schaden aufkommt“, weiß Monika Schiffer. Folgendes ist zu beachten, um den Versicherungsschutz bei Wohnungseinbruch nicht zu gefährden:
• Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl: Damit das bei einem Einbruch gestohlene Wohnungseigentum über die Hausratversicherung abgesichert ist, muss sich der Einbrecher beispielsweise mit Gewalt oder einem Werkzeug Zugang verschafft haben. Kommen die Langfinger also durch die offen gelassene Terrassentür ins Haus, besteht kein Versicherungsschutz!
• Anzeige bei der Polizei: Der Einbruchdiebstahl ist unverzüglich bei der Polizei und dem Versicherer zu melden. Selbstverständlich eigentlich, dass der Schaden so gering wie möglich zu halten ist, also zum Beispiel entwendete Scheck und Kreditkarten sofort gesperrt werden.
• Liste vom Diebesgut: Über die gestohlenen und beschädigten Gegenstände muss umgehend eine Liste für Polizei und Versicherung angefertigt werden. Diese sogenannte Stehlgutliste ist einerseits die Grundlage für die Schadensabwicklung mit der Versicherung, andererseits eine Fahndungshilfe für die Polizei. Vorteilhaft, wenn die Wertgegenstände wie Schmuck und Teppiche im eigenen Haushalt schon katalogisiert zur Hand sind. Wer vorausschauend eine solche Wertgegenstände-Liste anlegen will, findet ein Muster unter www.polizei-beratung.de
• Was ersetzt wird: Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Werden Laptop, Teppiche oder sogar das Haustier mitgenommen, gibt’s vom Versicherer zumeist so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu heutigen Preisen neu gekauft werden kann. Übernommen werden auch Reparaturkosten für beschädigtes Inventar oder für beim Einbruch beschädigte Türen und Fenster.
 
Persönliche Beratung rund um Hausrat- und andere Versicherungen gibt es bei der Versicherungsberatung in der Verbraucherzentrale Euskirchen in der Wilhelmstraße 37.
Ein 30-minütiges Beratungsgespräch kostet 40 Euro.
Termine können unter 022515064501 vereinbart werden. Zusätzlich ist auch das Verbrauchertelefon NRW ist zu Versicherungsfragen zentral erreichbar – und zwar donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.