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Betrug im Kreis Euskirchen: Was die Polizei im Oktober gemeldet hat

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Im Oktober hat die Polizei Euskirchen fünf Fälle gemeldet, in denen Betrüger und Trickdiebe ältere Menschen im Kreis hereinlegen wollten. Viermal kamen sie an Geld oder Schmuck. Einmal hat eine aufmerksame Angehörige den Betrug verhindert.

Mechernich: eine Notlage auf TikTok
Eine 68-jährige Frau aus Mechernich bekam Nachrichten über TikTok, eine App für kurze Videos. Der Unbekannte gab vor, in Not zu sein, und bat sie mehrmals um Überweisungen. Sie verlor dabei einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich. Das geschah Ende September, die Polizei hat den Fall am 9. Oktober gemeldet.

Euskirchen: ein angeblicher Fluch
Am 7. Oktober sprach eine fremde Frau eine 68-Jährige in der Innenstadt an, im Bereich der Veybachstraße. Sie redete ihr ein, auf ihr liege ein Fluch, der auch ihren Sohn treffen könne. Für ein Ritual sollte die Seniorin mehrere Tausend Euro in ein Küchentuch wickeln. Die Fremde band das Tuch zu und gab es zurück. Als die Frau es am nächsten Morgen öffnete, lagen darin nur noch Papiertücher.

Zülpich: ein Schockanruf ohne Erfolg
Am 12. Oktober bekam ein Senior in Zülpich einen Anruf. Seine Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht, und nur eine Kaution im oberen fünfstelligen Bereich hole sie aus der Haft. Es folgten weitere Gespräche mit einer angeblichen Polizistin, einem angeblichen Richter und einer Frau mit weinerlicher Stimme, die sich als Familienmitglied ausgab. Eine Angehörige bekam mit, was da lief, und sagte einem weiteren Familienmitglied Bescheid. Es floss kein Geld.

Mechernich: eine falsche Pflegerin
Am 13. Oktober klingelte gegen 17 Uhr eine Frau bei einer Seniorin in der Straße Im Schmidtenloch. Ihre Kleidung ließ sie wie eine Mitarbeiterin eines mobilen Pflegedienstes aussehen. Die beiden rauchten zusammen auf dem Balkon. In dieser Zeit kam vermutlich eine zweite Person in die Wohnung. Danach fehlten mehrere Schmuckstücke und eine Handtasche.

Euskirchen: der „Prinz von Dubai“
Drei Monate lang hatte eine ältere Frau aus Euskirchen über das Internet Kontakt zu jemandem, der sich als Prinz von Dubai ausgab. Als er um Geld bat, überwies sie insgesamt 15.000 Euro. Die Polizei nennt das Love-Scamming, also Liebesbetrug. Die Täter spielen Gefühle vor, um Vertrauen zu gewinnen und dann an Geld zu kommen.

Was die Polizei rät
Die Hinweise stammen aus den Meldungen zu diesen Fällen.

  • Geben Sie Fremden nie Bargeld oder Schmuck. Das gilt auch für ein Ritual oder einen angeblichen Segen.
  • Polizei und Staatsanwaltschaft verlangen am Telefon nie eine Kaution oder Geld. Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf.
  • Rufen Sie Ihre Angehörigen oder die Polizei selbst an. Nehmen Sie dafür nie eine Nummer, die Ihnen der Anrufer genannt hat.
  • Überweisen Sie kein Geld an Menschen, die Sie nur aus dem Internet kennen und nie getroffen haben.
  • Sprechen Sie vor einer größeren Überweisung mit jemandem, dem Sie vertrauen.
  • Ist das Geld schon überwiesen, melden Sie sich sofort bei Ihrer Bank. Vielleicht lässt sich die Zahlung noch stoppen. Heben Sie Nachrichten und Belege auf und erstatten Sie Anzeige.

Die Polizei bittet außerdem darum, mit älteren Angehörigen über diese Maschen zu sprechen. In Zülpich hat eine Angehörige den Betrug rechtzeitig bemerkt.

Aus Euskirchen selbst gibt es einen Film zu diesem Thema. Der Film der SIE-Projektgruppe Euskirchen zum Enkeltrick auf YouTube stammt aus dem Jahr 2018.

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Wenn Sie unsicher sind
Polizei Euskirchen, Telefon: 02251 799-0
In einem Notfall wählen Sie die 110.

Quelle: Kreispolizeibehörde Euskirchen, Meldungen vom 9., 13., 20. und 23. Oktober 2026.

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