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Geld zurück von Kasse oder Rente? Vorsicht, Betrug

Verbraucherzentrale

Seit dem 25. September 2026 verspricht eine E-Mail im Namen der AOK eine Rückerstattung von 478,90 Euro. Sie ist gefälscht, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Im Betreff heißt es, Ihre Rückerstattung warte auf Bestätigung. Als Grund nennt die Mail eine Prüfung von Belegen und Beiträgen aus den vergangenen Jahren. Das Geld sei schon vorbereitet, Sie müssten es nur noch über einen Link freigeben. Bis zum 7. Oktober 2026 soll das geschehen. Danach sei der Anspruch angeblich verloren.

Eine Woche vorher kam dieselbe Masche im Namen der Deutschen Rentenversicherung. Dort ging es um 387,44 Euro, angeblich zu viel gezahlte Beiträge aus den Jahren 2024 und 2025. Wer das Geld haben wollte, sollte über einen Link seine Bankverbindung bestätigen, und zwar innerhalb von 30 Tagen.

Der Köder ist diesmal Geld
Andere Betrugsmails drohen damit, Ihr Konto einzuschränken. Diese beiden locken mit einer Zahlung. Die Verbraucherzentrale nennt die Aussicht auf Geld ausdrücklich ein Lockmittel. Dazu kommen Referenz- und Bearbeitungsangaben, damit die Mail glaubwürdig wirkt. Zwischen dem 21. und 24. September hat die Verbraucherzentrale außerdem falsche Mails im Namen von ELSTER, der Sparkasse, der Bank N26 und PayPal gemeldet.

Daran erkennen Sie die Fälschung
Die Verbraucherzentrale nennt bei der AOK-Mail diese Warnzeichen:

  • eine unpersönliche Anrede statt Ihres Namens
  • eine merkwürdige Absenderadresse
  • Geld, das Ihnen angeblich zusteht
  • ein Link, über den Sie etwas freigeben sollen
  • eine kurze Frist

Verlassen Sie sich aber nicht allein auf diese Zeichen. Auch eine Mail mit Ihrem Namen und einem echt aussehenden Logo kann gefälscht sein. Selbst die Absenderadresse lässt sich fälschen.

So gehen Sie vor
Klicken Sie nicht auf den Link und antworten Sie nicht. Eine Antwort verrät den Betrügern nur, dass Ihre Adresse benutzt wird. Dann kommen noch mehr solcher Mails.

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihnen wirklich Geld zusteht, fragen Sie selbst nach. Nehmen Sie dafür nie die Telefonnummer oder Adresse aus der Mail. Gehen Sie in eine Geschäftsstelle oder Beratungsstelle, oder nutzen Sie die Kontaktdaten auf der echten Internetseite. AOK-Versicherte schauen in die AOK-App, ins Kundenportal oder auf die bekannte Internetseite der AOK. Für Ihr Rentenkonto gelten nur die offiziellen Seiten der Deutschen Rentenversicherung.

Leiten Sie die falsche Mail an phishing@verbraucherzentrale.nrw weiter. Bitte direkt weiterleiten, nicht als Anhang. Die Verbraucherzentrale wertet solche Mails aus und warnt damit andere. Danach löschen Sie die Mail.

Wenn Sie schon geklickt haben
Dann löschen Sie die Mail nicht. Die Polizei braucht sie als Beweis. Haben Sie nur den Link geöffnet, bringen Sie Ihr Virenschutzprogramm auf den neuesten Stand. Dann prüfen Sie damit den ganzen Computer.

Haben Sie Kontodaten, PIN oder Passwort eingegeben, rufen Sie sofort Ihre Bank an. Karten und Konten sperren Sie über den Sperr-Notruf 116 116. Ändern Sie danach Ihre Passwörter, prüfen Sie Ihre Kontoauszüge besonders regelmäßig und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Schämen muss sich dafür niemand.

Mehr dazu im Vortrag
Die Verbraucherzentrale NRW erklärt am Dienstag, 13. Oktober 2026, von 18:30 bis 20 Uhr in einem Vortrag im Internet, wie Sie sich vor Phishing und Anlagebetrug schützen. Es spricht ihr Finanzexperte Dr. Ralf Scherfling. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich, über das Programm Zoom. Den Zugang finden Sie direkt auf der Seite des Vortrags bei der Verbraucherzentrale.

Passend dazu: Ist diese E-Mail von meiner Bank echt? So prüfen Sie das

Wenn Sie Anzeige erstatten wollen
Kreispolizeibehörde Euskirchen, Telefon: 02251 799-299
In einem Notfall wählen Sie die 110.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW, Phishing-Radar vom 18. bis 25. September 2026.

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