Das Stadtmuseum Euskirchen zeigt noch bis zum 11. Oktober eine Ausstellung über die Flut. Sie heißt „Euskirchen und die Flut. Fünf Jahre nach der Katastrophe“ und erinnert an die Tage im Juli 2021 und an das, was danach kam.
Ein Ort zum Erinnern
Viele von uns haben diese Tage selbst erlebt. Manche haben ihr Zuhause verloren, andere haben Angehörige oder Nachbarn nicht wiedergesehen.
Eine Ausstellung kann nichts davon ungeschehen machen. Aber sie schafft einen Ort, an dem das Erlebte einen Platz hat und an den Sie in Ruhe gehen können, allein oder in Begleitung.
Wann Sie hingehen können
Das Stadtmuseum liegt in der Wilhelmstraße 32–34, mitten in Euskirchen, im selben Haus wie die Stadtbibliothek. Geöffnet ist:
- Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr
- Samstag von 11 bis 15 Uhr
- Sonntag von 11 bis 18 Uhr
- Montags geschlossen
Am 26. und 27. September ist der Eintritt frei
Am Wochenende des Knollenfests kostet der Besuch im Stadtmuseum nichts. Geöffnet ist an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr, am Samstag also drei Stunden länger als sonst. Dazu gibt es einen Markt mit alten Büchern über Euskirchen.
Zwei Abende zum Zuhören
Zur Ausstellung gehören zwei Veranstaltungen, bei denen Menschen erzählen:
- Donnerstag, 24. September 2026, 19 bis 21 Uhr – „Wie die Flut das Leben auf den Kopf stellte“. Die RTL-Journalistin Tanja Wodok erkrankte nach der Flut an einer Angststörung. An diesem Abend liest sie aus ihrem Buch über den Weg zurück. Seminarraum im ersten Stock. Eintritt 8 Euro, nur an der Abendkasse.
- Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19 Uhr – „So was haben wir noch nicht erlebt!“. Giulia Fanton und Dr. Heike Lützenkirchen stellen ein Forschungsprojekt vor. Dafür wurde untersucht, wie Menschen in der Euskirchener Innenstadt und in Schweinheim die Flut erlebt haben und was sie für das Zusammenleben bedeutete. Eintritt 5 Euro.
Für beide Abende bittet das Museum um Anmeldung. Für den 24. September nennt es dafür die Nummer 02251 65074-35, außerdem geht es per E-Mail an museum@euskirchen.de.
Wenn Sie nicht allein hingehen möchten
Manche gehen lieber zu zweit durch diese Ausstellung. Wenn es Ihnen so geht, fragen Sie eine Nachbarin oder jemanden aus Ihrem Verein. Hinterher lässt sich darüber sprechen. Wenn die Erinnerungen Sie nicht loslassen, ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt eine gute erste Adresse. Auch der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises Euskirchen berät Erwachsene, Jülicher Ring 32, Telefon 02251 15-466.
So erreichen Sie das Museum
Stadtmuseum Euskirchen, Wilhelmstraße 32–34, 53879 Euskirchen. Telefon 02251 65074-38, E-Mail museum@euskirchen.de. Was der Eintritt kostet und ob das Haus barrierefrei ist, steht nicht auf der Internetseite des Museums. Fragen Sie danach am besten am Telefon.
