Behinderten-Pauschbeträge

Endlich beschlossen: Gesetz zu Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge

(Euskirchen) Wir wissen schon gar nicht mehr, wie oft und dies jahrelang sich der Seniorenverband BRH NRW immer wieder hartnäckig für eine Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge eingesetzt hat. Und wie oft der verstorbene Ehrenpräsident des BRH NRW, Karl-Heinz Nitz, bei der Politik auf allen Ebenen mit dieser Forderung angeklopfte. Jetzt sind wir am Ziel: Das Bundeskabinett hatte den Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen beschlossen. Jetzt hat der Bundestag am 29.10.2020 das Gesetz zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Behinderten-Pauschbetragsgesetz) verabschiedet. Hoch zufrieden zeigte sich gegenüber seine Mitgliedschaft der BRH-Vorsitzende, Hans Burggraf: „Diese Regelung war längst überfällig!“

Mit dem Gesetz werden die Behinderten-Pauschbeträge verdoppelt und die steuerlichen Nachweispflichten verschlankt. Für Steuerpflichtige mit Behinderungen besteht im Einkommensteuergesetz die Möglichkeit, anstelle eines Einzelnachweises für ihre Aufwendungen für den täglichen behinderungsbedingten Lebensbedarf einen Behinderten-Pauschbetrag zu beantragen. Damit der Pauschbetrag seine Vereinfachungsfunktion auch zukünftig erfüllen kann, sollen die jahrelang unveränderten Behinderten-Pauschbeträge nun verdoppelt werden. Darüber hinaus sollen verschiedene Steuervereinfachungen die Steuerpflichtigen mit Behinderungen von Nachweispflichten und die Verwaltung von Prüfungstätigkeiten entlasten. (www.brh-euskirchen.de)


 

Leuchtende Gärten Zülpich

Eine Zauberwelt aus buntem Licht als erlebenswertes abendliches Spektakel

(Zülpich) Die kreisangehörige Stadt Zülpich existiert seit dem 1. Jahrhundert v. Chr., ist bekannt geworden mit der Schlacht von Zülpich im Jahr 496 und liegt heute etwa in der Mitte zwischen Bonn, Köln und Aachen. Jetzt machte die Stadt mit einer Besonderheit auf sich aufmerksam, die schon alleine einen lohnenden Grund bot, als Ziel hier einen Urlaubstag zu verbringen. Als es dunkel wurde, begann der Seepark zu leuchten, mit einer Bandbreite an Sehenswürdigkeiten, die Jung und Alt begeisterte.

So rief an zwei Wochenenden die Römerstadt inzwischen schon zum siebten Mal zu den „Leuchtenden Gärten Zülpich“ - diesmal an den Zülpicher See. Es war eine gelungene Premiere, denn mit dieser Veranstaltung war man vom innerstädtischen Wallgraben mit der Kulisse für ein faszinierendes Licht- und Klangspektakel an den Seepark gewechselt. Illuminiert wurde das Geschehen wieder vom preisgekrönten Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld (Unna), der die Runde am See bei guten Witterungsbedingen zum Abendspaziergang der besonderen Art machte.

Da der Seniorenverband BRH diese Veranstaltung leider wegen den Corona-Bedingungen nicht in sein Programm „Urlaub ohne Koffer“ einpacken konnten, sahen sich für den BRH schon mal Tourenleiter vor Ort um und erlebten eine schier wundervolle Welt zwischen Phantasie und Wirklichkeit, mit magischen Illuminationen, faszinierenden Klängen und dann auch noch an einem See. Die wunderschönen Projektionen verzauberten immer wieder die Besucher, die das Eintauchen in eine echte Traumwelt immer wieder mit vielen „Ahs“ und „Ohs“ begleiteten. Unsere Beobachter fällten dass Urteil: „Sehenswert. einfach toll!“

Sorgen wegen der Pandemie brauchte man nicht zu hegen, das weitläufige Parkgelände macht eine Durchführung der Leuchtenden Gärten unter Corona-Bedingungen möglich. Die Freude war also ungeteilt: Die mit warmen Lichttönen erleuchteten Wege, die erstrahlten Büsche und Bäume in den unterschiedlichsten Farben, selbst die Rasenflächen und Gebäude wurden mit Illuminationen faszinierend in Szene gesetzt. Die Besucher jeden Alters wurden regelrecht eingefangen, vom Tageslicht bekannte Ecken wurden durch phantastische Lichtinszenierungen neu interpretiert.

Man darf getrost an den Abenden jeweils von einer fünfstelligen Zahl an Besucher sprechen. Für uns vom Seniorenverband BRH ein Grund, den Besuch der Zauberwelt aus buntem Lichtals ein erlebenswertes abendliches Spektakel (Eintritt 9 Euro) im nächsten Jahr in unser Programm „Urlaub ohne Koffer“ als bunt, unterhaltsam und abwechslungsreich aufzunehmen.

Die Fotogalerie vom Lichtfestival stellte uns dankenswerterweise BRH-Mitglied Volker Lohmeyer zur Verfügung.

Weil wohl im nächsten Jahr hier und dort Interesse an einem Besuch besteht, haben wir uns erkundigt: Die Veranstaltung „Leuchtende Gärten im Seepark Zülpich“ gehören auch im kommenden Jahr wieder zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Die Veranstaltung ist aufgrund der weiteren Veranstaltungen im Seepark Zülpich bereits auf den 17. September 2021 bis 03. Oktober 2021 terminiert worden.

 


 

Vorstandssitzung BRH Euskirchen

Seniorenverband BRH Euskirchen:

Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder Veranstaltungen angeboten

(Kreis Euskirchen) „Gerade angesichts der Pandemie die Lebensbedingungen älterer Menschen verbessern!“, das war ein großes Thema der öffentlichen Vorstandssitzung des Seniorenverband BRH im Euskirchener „Welcome Parkhotel“. Die Führungsriege des BRH beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung und den Hürden bei der Wahrung des Mindestabstands sowie der aktuell steigenden Zahl der Infektionen mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

 

 

 

 

 

 

 

zum Foto: Die Führungsriege des Seniorenverband BRH Euskirchen beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

Vorbehaltlos nahmen die Seniorenvertreter bei ihrer Beratung die Wahlergebnisse und auch die Tarif-Forderungen im öffentlichen Dienst ins Visier. „Einige Parteien haben die älteren Menschen aus den Augen verloren und bei den Wahlen dann offensichtlich auch prompt die Quittung bekommen“, war eine Aussage, auf die man sich mehrheitlich einigen konnte. Ebenso zeigte sich eindeutig, dass die BRH-Vertreter bei den Bemühungen für Verbesserungen im öffentlichen Dienst sich statt Ruf nach allgemeinen Forderungen eher Verbesserungen für einige Berufe - die gerade in der Pandemie ihre „Frau oder Mann“ standen und auf Anerkennung stießen – gewünscht hätten. „Das wäre in der Öffentlichkeit auf größeres Verständnis gestoßen!“

Auch die weiteren Erörterungspunkte der Tagesordnung bestätigten, wie wichtig der Seniorenverband als ein Schutzwall gegen Versuche, die ältere Generation zu benachteiligen, ist. Da ging es überregional um festgestellte Mängel bei dem Einsatz ausländischer Pflegekräfte und um völlig unerklärliche Differenzen bei den Medikamentenpreisen sowie regional um die Bleibelastung in Mechernich sowie um die lobenswerte Seniorenumfrage in der Gemeinde Weilerswist. Kritisch befasste man sich auch mit den ständigen Filialen-Schließungen bei den Banken und der Post. „Auffallend ist doch, dass Geldinstitute immer häufiger zu Filial-Alternativen suchen und dabei immer die Älteren in einen Nachteil setzen.“

Inhaltlich wurden in der Sitzung speziell Sorgen der älteren Generation - wie etwa die gefühlte Einsamkeit - angesprochen. Zudem setzen die Älteren nach einem BRH-Umfrageergebnis zunehmend bei der Frage nach der Gestaltung des Wohnumfeldes auf gute Einkaufsmöglichkeiten, Ruhe und Sicherheit sowie vernünftige Verkehrsanbindung. Eindeutig hat die Corona-Krise zu empfindlichen Rückschlägen im Programm des BRH geführt wenn es um die weit über den Kreis hinaus bekannte Aktion „Urlaub ohne Koffer“ geht. So mussten alle Pläne 2020 über den Haufen geworfen, Verträge und Buchungen arbeits- und kostenintensiv storniert und alle Einzahlungen von Mitgliedern erstattet werden. Dazu gab es dann den Beschluss: „Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder finanzierbare Veranstaltungen angeboten, wie sie es in der Vergangenheit gewohnt waren!“ Und, es wurde als lobenswert festgehalten, dass der BRH aus dem Landesprogramm zur Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Krise in NRW von der Stadt Euskirchen einen finanzielle Förderungen erhalten hat. Die finanzielle Lage des BRH Euskirchen war auf der Sitzung auch großes Thema gewesen.(www.brh-euskirchen.de)

BRH - Informationsdienst Nr. 10/2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Anregung: Vielleicht haben Sie Freunde, Bekannte oder Verwandte, für die unser Infodienst ebenfalls interessant wäre. Gerne können Sie diesen empfehlen in der Hoffnung, neue Mitglieder für unseren Verband zu gewinnen.

Für jedes durch Sie neu geworbene Mitglied erhalten Sie eine Werbeprämie von 10 Euro.

Bitte unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen um neue Mitglieder!

Im Anhang befindet sich der aktuelle Informationsdienst,

            „Unser BRH in NRW“ – Ausgabe 10/2020

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Fahrzeugkontrolle

 


Fahrzeugkontrolle sorgte beim Senior für gehörigen Schrecken

(NRW) „Sie dürfen das Kraftfahrzeug gar nicht fahren, wissen Sie das?“ jagte der junge Polizeibeamte unserem Jung-Senior einen Schrecken ein. Zuvor war er mit dem Hinweis "Fahrzeugkontrolle" angehalten worden. In den letzten Jahren schon oft passiert, nur diesmal war alles anders, wie er seinem BRH berichtet.

Wie immer wurden auch bei diesem Stopp die Papiere ordnungsgemäß ausgehändigt, doch dieser Polizist prüfte sehr genau. Er entdeckte bei der genauen Fahrzeug-Kontrolle einen Passus im Führerschein, dem unser Senior bislang kaum Beachtung geschenkt hatte: "Prüfung für Klasse 3 auf Kraftfahrzeug mit Getriebeautomatik abgelegt". Die Schlussfolgerung daraus war für den Polizisten eindeutig: Er darf deshalb kein Fahrzeug mit Gangschaltung fahren.

Die Rettung kam in Form eines "gelben Engels", der ADAC wusste es genauer: Bei Führerscheinen mit einem Automatik-Vermerk ist der Stichtag 31.3.1986 zu berücksichtigen.

Wenn der Führerschein vor dem Stichtag ausgestellt wurde und sowohl die Ausbildung als auch die Fahrprüfung ausschließlich auf einem Automatik-Fahrzeug absolviert wurden, trägt der Führerschein zwar den Vermerk "Fahrerlaubnis der Klasse 3 beschränkt auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit Getriebeautomatik".

Aber es gilt die Ausnahme: Wer vor dem Stichtag die Prüfung auf einem Automatik-Fahrzeug ablegte, unterliegt keiner Beschränkung. Mit einer solchen Fahrerlaubnis dürfen also sowohl Fahrzeuge mit Schaltgetriebe als auch Automatik-Fahrzeuge gefahren werden.

Der Stichtag ist also von Bedeutung: Ist der Führerschein nach dem Stichtag ausgestellt, dürfen mit diesem Führerschein nur Automatik-Fahrzeuge gefahren werden. Die Streichung des Automatik-Vermerks ist dann nur möglich, wenn nachträglich eine Prüfung auf einem Kfz mit Schaltgetriebe abgelegt wird.

Weil der letzte Hinweis möglicherweise für unsere Enkel von Bedeutung sein kann, hat der Seniorenverband BRH nachgefragt und bestätigt bekommen: Fahrschüler, die heute Ausbildung und Prüfung auf Automatik machen, werden in aller Regel schon von der Fahrschule "über die Folgen" aufgeklärt. Es bleibt dann letztlich deren Entscheidung. Umfassender sei natürlich die Prüfung auf Schaltgetriebe, da diese dann später Automatik mit umfasst.

Und wie sieht es bei den heutigen Elektro-Autos aus? Noch einmal kommt der ADAC zu Wort: Eine Unterscheidung zwischen Elektro und Verbrenner wird derzeit durchaus in Fachkreisen diskutiert. Sie wird vielleicht in ein paar Jahren auch kommen.



 

Landesgartenschau NRW

Für Gartenfreunde auf jeden Fall die Reise wert

(NRW) Der Besuch der Landesgartenschau NRW in Kamp-Lintfort stand auf dem Besuchsprogramm des Seniorenverband BRH. Der Corona-Situation geschuldet, musste diese Tour, für die sich viele Senioren interessierten, abgesagt werden.   

Gleichwohl wurde die Landesgartenschau NRW wohl als einzige im Bund in diesem Jahr geöffnet. Dort, wo in der knapp 40 000-Einwohner-Stadt nordwestlich von Duisburg sich viele Jahrzehnte alles um den Steinkohlebergbau drehte, befindet sich nun ein grünes Pendant. Auf dem Kamper Berg liegt das denkmalgeschützte Kloster Kamp, das die BRH-Senioren schon einmal vor zwei Jahren besuchten.

Was die älteren Menschen in der Landesgartenschau erwartet, hat nun BRH-Mitglied Günter Gymnich für den Seniorenverband schon einmal erkundschaftet. Er brachte schöne Fotos mit und berichtet: „Die geplante BRH-Reise war ja leider nicht möglich, deshalb sind wir per PKW nach Kamp Lintfort gefahren.

Ob es sich lohnt, ist auch eine individuelle Angelegenheit. Für Gartenfreunde sind die Mustergärten auf jeden Fall die Reise wert. Es gibt viele Anregungen. Auch wichtig, die Blumen und Sträucher etc. sind beschriftet. Wenn einem etwas gefällt, kann man sich so problemlos Notizen machen. Nicht zu vergessen: Es gibt auch einen Verkaufsbereich für Pflanzen und wie immer, kitschige Dekor-Artikel.

Ein Schuttlebus fährt alle 15 Minuten in Richtung Kloster Kamp. Darauf sollte man auf keinen Fall verzichten. Hier wurde kräftig investiert. Die Gartenanlage ist absolut sehenswert. Für Musikfreunde gibt es mehrmals täglich klassische Musik. Nicht so gut fanden wir das Angebot für Essen und Trinken. Aber noch ein Tipp: Der Italiener neben dem Nordausgang ist sehr gut.“

Bevor Gymnich seine Foto-Galerie zeigt, weiß er noch zu berichten: „Wohl bedingt durch die Pandemie, ging es überall eher ruhig zu. Einen Parkplatz zu finden war problemlos und erstaunlicherweise auch ohne Gebühr!“

Neues zum Thema Bewohnerparkbereich

In der Stadt überraschend neuer Bewohnerparkbereich:
Der Seniorenverband BRH fragt nach

(Euskirchen) Ältere Menschen, die seit Jahr und Tag in Euskirchen vor der Haustüre parken konnten, wurden jetzt überrascht: Ihre Straße wurde auf einmal in einen Bewohnerparkbereich einbezogen. Zum Beispiel im Euskirchener Innenstadtraum u.a. der Bereich der Carmanstraße zwischen Bergerstraße und Sebastianusstraße. Weil das gerade für die älteren Menschen Fragen aufwirft, hat sich der Seniorenverband BRH eingeschaltet und die Stadt um Informationen gebeten.

Achim Könn vom Fachbereich Recht und Ordnung der Stadt, reagierte prompt und bemerkte: “Es ist richtig. Weil sich seit Jahren insbesondere ältere und mobilitätseingeschränkte Anwohner darüber beschweren, dass die Straßenparkplätze im innenstadtnahen Bereich von Pendlern und Besuchern, aber auch von Geschäftsinhabern und deren Personal, derart stark beparkt werden, dass die Bewohner selbst kaum noch freie Parkflächen in zumutbarer Entfernung zu ihren Wohnungen finden, habe die Stadt Ende 2019 beschlossen, einige Bewohnerparkbereiche auszuweiten.“

Die Fragen der Senioren beantwortet die Stadt auch: Zurzeit werden die zusätzlich erforderlichen Parkscheinautomaten installiert. Sobald dies geschehen ist, müssen Nichtanwohner einen Parkschein ziehen, was zu einer erheblichen Entzerrung der Parkplatznot führen wird. Die Anwohner selbst erhalten zum Preis von 30,70 € pro Jahr einen Bewohnerparkausweis. Dieser ist bei der SVE erhältlich. Erforderlich sind lediglich der Personalausweis und der Fahrzeugschein.

Was für die Anwohner wichtig ist: Die Ordnungsbehörde kontrolliert das frühestens ab dem 01. Setember 2020. Die Stadt kann dem Vorschlag des BRH nicht folgen, einen Rechtsanspruch auf einen freien Parkplatz beim Bewohnerparken zu geben. Auch können keine öffentlichen Stellplätze angemietet werden, weil es sich hier um Allgemeingut handelt. Auch eine Ermäßigung der Jahresgebühr – z.B. wegen Sperrungen der Straße – kann man nicht folgen. Die Stadt: „Da die Gebühr lediglich 30,70€ pro Jahr beträgt und kein Rechtsanspruch auf einen Parkplatz besteht, ist eine Ermäßigung für diese Tage (rechnerisch 0,67 €) nicht vorgesehen.“

Allerdings verspricht die Stadt, die betroffenen Anwohner schon bald durch eine entsprechende Pressemitteilung zu informieren.

BRH-Aktuell Nr. 08/2020

BRH-Aktuell informiert über

01 Worauf man beim Handwerkerauftrag achten sollte
02 Genug trinken im Sommer
03 Trinktipps bei schwacher Blase
04 Startschuss für nationale Demenzstrategie
05 Neue Website der Verbraucherzentralen: Genussvoll älter werden
06 Schnutenpulli ist das plattdeutsche Wort des Jahres
07 Denglisch: Thermalbad nennt sich Fortyseven

Hier finden Sie alle Informationen.

Die Corona-Warn-App

BRH meint: „Corona-Warn-App“ – eine gute Sache, auch für die Senioren

(Euskirchen) Millionen Deutsche sind seit der Empfehlung der Bundesregierung zur Installation der sogenannten „Corona-Warn-App“ bereits gefolgt. "Ich weiß nichts über dich, aber ich beschütze dich", wirbt die „Warn-App“ für sich und ihre Mission, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir vom Seniorenverband BRH meinen: „Corona-Warn-App – eine gute Sache, auch für die Älteren!“  

Eine „App“ (ironisch gemeint – ein schönes deutsches Wort) steht für „Application Software“ und meint für uns Ältere verständlich ausgedrückt ein Computerprogramm, welches unterschiedliche Funktionen erfüllen kann. Die „Warn-App“ hilft aktiv bei der Bekämpfung der Pandemie, es sollen erste Warnhinweise bei Nutzern angezeigt werden, die mit Infizierten über einen gewissen Zeitraum Kontakt haben. Im Klartext heißt das: Die „Corona-Warn-App“ benachrichtigt Nutzer, wenn sie sich für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. Es wird zudem je nach Art der Begegnung zwischen niedrigem und erhöhtem Risiko unterschieden. Ziel der App ist dann, Infektionsketten schneller zu unterbrechen.

Je mehr Menschen dabei mitmachen, desto größer ist der Nutzen. Die Nutzung der App ist freiwillig. Der BRH empfiehlt gerade den Älteren, die „Corona-Warn-App“ auf ihr Smartphone zu laden. Einen Mangel gibt es allerdings noch: So ist die App nicht für ältere Smartphones verfügbar. Besserungsbedarf ist daher dringend angesagt, denn in Bezug auf ältere Smartphones sind Seniorinnen und Senioren besonders betroffen!

Wer sich nun für ein Aufladen (neudeutsch: Download) interessiert, dem bietet der Seniorenverband BRH Hilfe an. So gibt es Hilfestellungen bei Karin Olschewski (02251 53857) und Volker Lohmeyer (02251 56904). Einen guten Vorschlag haben wir zudem bei unserer Umfrage erhalten: „Am besten für technisch hilfebedürftige ältere Herrschaften ist es nach meiner Erfahrung, wenn Kinder oder Enkel im Familienkreis Mama und Papa oder Oma und Opa zur Hand gehen. Die „Kids“ sind meistens in der Nähe, haben zwar nie Zeit, aber für die Einrichtung dieser „Corona-Warn-App“ wird es reichen.“ (brh-euskirchen.de)

 

Mit dem Sesseldreirad in die Eifel

 

Bewegung verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität!

(Kuchenheim) Wenn man sogenannte Bewegungsmuffel in unserem Bekanntenkreis mit denjenigen vergleicht, die regelmäßig sportlichen Aktivitäten nachgehen, dann kommt man schnell zum Fazit: Wer sich viel bewegt, lebt besser. Bewegung verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität, insbesondere dann, wenn man beobachtet hat, welch wunderschöne erste Frühlingstage bereits hinter uns liegen. Wir vom Seniorenverband BRH stellen Ihnen heute eine Art der Bewegung vor, die vielleicht so manchen fasziniert: Mit dem Sesseldreirad in die Eifel.

Der Hinweis kommt von BRH-Mitglied Siegfried Speichert: „Mit einem bequemen Dreirad über die Felder in die Eifel zu fahren ist ein Vergnügen. Besonders, wenn man seit einigen Jahren auf den Rollator angewiesen ist, wenn man sich außer Haus bewegt. Auch wenn der Rollator wegen seiner großen Räder selber auch eifeltauglich ist, habe ich das Radfahren doch sehr vermisst!“

Speichert kam vor einem Jahr auf die Idee, ein Dreirad müsse her. Und so hat er bei zwei Bonner Fahrradhändlern – in seinem Heimatort gibt es keine Modelle zum ausprobieren – auf verschiedenen Dreirädern geprobt, ob das für ihn überhaut in Frage kommt. Und das war richtig so. Denn auf normalen hochrädrigen Einkaufsrädern mit Sattel kam er nicht zurecht. Aus der Erfahrung berichtet er: „Als Zweiradfahrer stützt man sich auf den Lenker, um das Rad auszubalancieren. Das darf man beim Dreirad nicht!“

Nun gibt es für Senioren Dreiräder mit kleineren Rädern und Lehnsessel. Darauf sitzt man von Anfang an entspannt und hat die Füße jederzeit am Boden. Und sofort kann man losfahren. Umlernen muss man nur wegen der Kurventechnik. Kurven müssen deutlich langsamer genommen werden als mit dem Zweirad. Und man muss auf die Bodenneigung achten. Radwege sind oft in der Kurve nach außen abgeschrägt, was im Tempo berücksichtigt werden muss wegen einer gewissen Kippgefahr.

Einen Sommer ist unser BRH’ler zunächst ohne elektronische Unterstützung (Pedelec) gefahren. Aber wegen seiner Muskelschwäche erwies sich das zu anstrengend. Sein aktuelles Rad ist jetzt dementsprechend nachgerüstet, und so flitzt er durch die Felder und sogar über die Bergwege zur Hardtburg und rund um den nahen Steinbachsee mit Höhenunterschieden, und das schon seit Februar. Außer bei Regen ist er auch bei kühlem Wetter unterwegs, sogar im Januar und Februar, was er früher ungern gemacht hat. „Solchen Spaß macht mir das Fahren. Und die Leute, die mir begegnen, schauen mich meist freundlich und etwas neugierig an“, berichtet unser Senior. Mit manchen komme er auch ins Gespräch. „Also, mir ist es nicht peinlich, damit zu fahren. Schon mit dem Rollator habe ich die derartige Scheu abgelegt. Sonst wäre ich ja Gefangener in meinem schönen Haus!“

Ein Fahrradhelm muss nicht getragen werden, ist aber zu empfehlen. Sicherheitsgurte gibt es nicht. Bei der Elektronik muss man fleißig runterschalten, damit der Start leichter fällt. Vor allem beim Bremsen nicht noch mal vorwärtstreten, da sonst ein elektronischer Schub einen in die Kreuzung vorkatapultiert! Gepäckkörbe sind auf Wunsch auch zu haben. Ein Dreirad passt durch jede Standardtür, entsprechend ist der Platzbedarf in einer Garage. Die Fahrradhändler beraten einen gerne und lassen Zeit zum Probe fahren. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Hochbeinige Räder sind preiswert, Sesseldreiräder oder gar Liegedreiräder liegen zwischen 2.000 und 8.000 €. Ein Grund für die Preise, so sieht es Speichert, sind die niedrigen Produktionszahlen. Zuschüsse von der Krankenkasse sind wohl möglich, aber nach den von ihm gelesenen Urteilen nur schwer zu erreichen. Der Dreirad-Fan: „Es kommt wohl darauf an, ob dies Gefährt das einzige ist, mit dem der Behinderte beweglich ist. Wenn das aber schon mit einem Rollator klappte, sind die Erfolgsaussichten auf Zuschuss niedrig.“

Der Kauf hat sich für ihn gelohnt. Er habe wieder mehr Reichweite , kann damit alleine, aber auch mit seiner Frau Monika Radtouren unternehmen, und habe deshalb auch wieder mehr Freude am Leben. „Und das ist einiges wert!“ Für Interessierte steht er übrigens auch für Nachfragen bereit: 02251/51185.

Weitere Beiträge ...

  1. Maskenpflicht