Vorstandssitzung BRH Euskirchen

Seniorenverband BRH Euskirchen:

Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder Veranstaltungen angeboten

(Kreis Euskirchen) „Gerade angesichts der Pandemie die Lebensbedingungen älterer Menschen verbessern!“, das war ein großes Thema der öffentlichen Vorstandssitzung des Seniorenverband BRH im Euskirchener „Welcome Parkhotel“. Die Führungsriege des BRH beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung und den Hürden bei der Wahrung des Mindestabstands sowie der aktuell steigenden Zahl der Infektionen mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

 

 

 

 

 

 

 

zum Foto: Die Führungsriege des Seniorenverband BRH Euskirchen beschäftigte sich trotz der höchst unsicheren Corona-Lagebewertung mit derzeitigen Themen, die gerade die älteren Menschen beschäftigen.

Vorbehaltlos nahmen die Seniorenvertreter bei ihrer Beratung die Wahlergebnisse und auch die Tarif-Forderungen im öffentlichen Dienst ins Visier. „Einige Parteien haben die älteren Menschen aus den Augen verloren und bei den Wahlen dann offensichtlich auch prompt die Quittung bekommen“, war eine Aussage, auf die man sich mehrheitlich einigen konnte. Ebenso zeigte sich eindeutig, dass die BRH-Vertreter bei den Bemühungen für Verbesserungen im öffentlichen Dienst sich statt Ruf nach allgemeinen Forderungen eher Verbesserungen für einige Berufe - die gerade in der Pandemie ihre „Frau oder Mann“ standen und auf Anerkennung stießen – gewünscht hätten. „Das wäre in der Öffentlichkeit auf größeres Verständnis gestoßen!“

Auch die weiteren Erörterungspunkte der Tagesordnung bestätigten, wie wichtig der Seniorenverband als ein Schutzwall gegen Versuche, die ältere Generation zu benachteiligen, ist. Da ging es überregional um festgestellte Mängel bei dem Einsatz ausländischer Pflegekräfte und um völlig unerklärliche Differenzen bei den Medikamentenpreisen sowie regional um die Bleibelastung in Mechernich sowie um die lobenswerte Seniorenumfrage in der Gemeinde Weilerswist. Kritisch befasste man sich auch mit den ständigen Filialen-Schließungen bei den Banken und der Post. „Auffallend ist doch, dass Geldinstitute immer häufiger zu Filial-Alternativen suchen und dabei immer die Älteren in einen Nachteil setzen.“

Inhaltlich wurden in der Sitzung speziell Sorgen der älteren Generation - wie etwa die gefühlte Einsamkeit - angesprochen. Zudem setzen die Älteren nach einem BRH-Umfrageergebnis zunehmend bei der Frage nach der Gestaltung des Wohnumfeldes auf gute Einkaufsmöglichkeiten, Ruhe und Sicherheit sowie vernünftige Verkehrsanbindung. Eindeutig hat die Corona-Krise zu empfindlichen Rückschlägen im Programm des BRH geführt wenn es um die weit über den Kreis hinaus bekannte Aktion „Urlaub ohne Koffer“ geht. So mussten alle Pläne 2020 über den Haufen geworfen, Verträge und Buchungen arbeits- und kostenintensiv storniert und alle Einzahlungen von Mitgliedern erstattet werden. Dazu gab es dann den Beschluss: „Sobald es das Pandemiegeschehen erlaubt, werden den älteren Menschen wieder finanzierbare Veranstaltungen angeboten, wie sie es in der Vergangenheit gewohnt waren!“ Und, es wurde als lobenswert festgehalten, dass der BRH aus dem Landesprogramm zur Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Krise in NRW von der Stadt Euskirchen einen finanzielle Förderungen erhalten hat. Die finanzielle Lage des BRH Euskirchen war auf der Sitzung auch großes Thema gewesen.(www.brh-euskirchen.de)