Energieberatung Oktober 2019

Verbraucherzentrale
Datum: 10. Oktober 2019 15:00

Energie und Geld nicht unnötig verheizen.

Spartipps für die kühleren Monate


Nach dem Sommer erwachen die Heizungen aus dem Sommerschlaf. Damit steigt auch der Energiebedarf für jedes gemütliche Zuhause deutlich an. „Die Heizung verbraucht im Privathaushalt rund 70 Prozent der insgesamt benötigten Energie“, erklärt Werner Reiner, Energieberater Verbraucherzentrale in Euskirchen. „Entsprechend groß sind die Sparmöglichkeiten.“ Er hat zusammengestellt, was Verbraucher mit wenig Aufwand tun können, um diesen Winter weniger Heizenergie zu benötigen: • Freie Bahn für die Wärme: Ein Heizkörper braucht Freiraum, sonst verteilt sich die Wärme nicht richtig im Zimmer. Hinter Vorhängen oder Möbeln steckt ein Thermostat im Wärmestau, regelt die Heizung schnell wieder herunter – und der Rest des Raums bleibt zu kalt. Deshalb gilt: Keine bodenlangen Vorhänge vor Heizkörpern und größere Möbel mit mindestens 30 Zentimeter Abstand platzieren. • Der richtige Dreh am Thermostat: An einem Thermostat wird eingestellt, wie warm ein Raum werden soll – nicht, wie schnell das geht. Weites Aufdrehen bringt keinen Vorsprung. Die Stellung „3“ auf einem Standardthermostat führt in der Regel zu rund 20 Grad. Wer hingegen „5“ wählt, setzt Kurs auf circa 26 Grad. Wird dann womöglich unerwünschte Wärme durch das offene Fenster wieder herausgelüftet, geht viel Heizenergie unnötig verloren. Besser also: Wohlfühltemperatur messen und gezielt anpeilen. Programmierbare Thermostate erlauben verschiedene zeitliche Voreinstellungen und erleichtern so die Kontrolle über den Energieverbrauch. • Sparflamme nachts und bei Abwesenheit: Wenn alle schlafen oder niemand zuhause ist, kann eine Wohnung ruhig kühler sein. Deshalb empfiehlt es sich, die Temperatur mehrfach am Tag an die Situation anzupassen. Möglich ist das entweder per Dreh an Heizkörperthermostaten oder über die zentrale Steuerung. Absenkungen können einiges bringen: Jedes Grad weniger spart circa sechs Prozent Energie und damit Kosten. Zu weit sollte man dabei allerdings nicht gehen. Fällt die Temperatur unter 16 Grad, steigt das Schimmelrisiko stark an.  • Kurz und heftig lüften: Für gesunde Raumluft und zur Vermeidung von Schimmel ist Frischluft unerlässlich. Wer keine Lüftungsanlage hat, nutzt dafür die Fenster, und zwar am besten in vollem Umfang: Mehrmals am Tag wenige Minuten lang die Fenster weit zu öffnen, ist in der Heizperiode die empfohlene Vorgehensweise. Ideal ist sogar kurzer Durchzug. Anders als beim dauerhaften Lüften kühlen dabei nämlich die Oberflächen von Wänden, Möbeln und Co. nicht stark aus. Dadurch ist der Energieverlust beim kurzen und heftigen Lüften insgesamt geringer. • Wenn’s gluckert, Luft ablassen: Luft im Heizungssystem führt nicht nur zu störenden Geräuschen, sondern auch zu schlechterer Wärmeverteilung. Die Heizung höher zu drehen, behebt das Problem nicht und kostet extra Energie. Echte Abhilfe kann dagegen die Entlüftung von Heizkörpern schaffen. Hierzu gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet.  
Bei Fragen rund um das Heizen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Wer Fragen zu den Themen Dämmen und Lüften sowie Strom- und Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Zu allen Energiesparthemen kann ein kostenloser Termin in der Euskirchener Beratungsstelle, in der Wilhelmstraße 37, vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
 
Termine im Kreis Euskirchen im Oktober 2019 zu allen Energiesparthemen:
 
Euskirchen in der Verbraucherzentrale

10.10.2019 ab 15:00 Uhr
24.10.2019 ab 15.00 Uhr

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