Fassadendämmung

Verbraucherzentrale
Datum: 29. August 2019 15:00

Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?
Materialien haben unterschiedliche Vorteile

Angenehme Kühle im Sommer, behagliche Wärme im Winter – für diesen Gewinn an Wohnqualität bei gleichzeitiger Energieeinsparung dämmen die Bürger im Kreis Euskirchen ihre Häuser. Welches Material aber hält die Wärme stets auf der richtigen Seite der Wand? „Es gibt längst nicht nur Polystyrol, das viele unter dem Markennamen Styropor kennen“, berichtet Energieberater Werner Reiner  von der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Neben weiteren Kunststoffen kommen natürliche Materialien wie Holz, Hanf oder Kork sowie Mineralwollen und -schäume in Frage. „Den passenden Dämmstoff für die eigene Fassade findet, wer sich klar macht, was ihm selbst am wichtigsten ist: Soll es zum Beispiel vor allem günstig sein? Umweltfreundlich? Oder so effektiv, dass nur eine dünne Schicht benötigt wird?“, erklärt Reiner. Als erste Orientierung hat er einige Punkte zusammengetragen:

  • Dämmwirkung: Grundsätzlich können alle Dämmstoffe dieselbe Wirkung erzielen – sie müssen dafür aber unterschiedlich dick angebracht werden. Das ist nicht nur eine Frage der Optik. Die Materialstärke kann zum Beispiel auch wichtig sein, wenn ein Dach nur wenig über eine Wand hinausragt, so dass kaum Spielraum für eine Verbreiterung bleibt. Oder bei der Vermeidung des sogenannten Schießscharteneffekts bei kleinen Fenstern. Hier haben Kunststoffe wie Phenolharz und Polyurethan die Nase vorn – sie benötigen die geringste Materialstärke. Es folgen das verbreitete Polystyrol, Mineralwolle und dann Naturfasern wie Holz und Hanf.
  • Ökologische Bilanz: Mit Blick auf die Umweltfolgen sind klar natürliche Rohstoffe wie Holz, Hanf oder Kork zu empfehlen. Sie bestehen aus nachwachsenden Ressourcen, ihr Recycling ist unproblematisch. Hanf und Kork haben zudem den Vorteil, dass ihre Herstellung viel weniger Energie benötigt als die von Kunststoffen. Auch für die künstlichen Dämmstoffe gilt allerdings: Ihr Einsatz spart innerhalb weniger Jahre mehr Energie ein, als für ihre Herstellung verbraucht wurde.
  • Kosten:Nur ein kleiner Anteil des Gesamtpreises für eine Fassadendämmung entfällt auf den Dämmstoff selbst. Den weitaus größeren Anteil machen Arbeits-, Gerüst- und andere Materialkosten aus. Die Preisunterschiede von Dämmstoffen führen also nicht zu großen Unterschieden bei den Gesamtpreisen. Am günstigsten ist Polystyrol, Phenolharz bildet das andere Ende der Skala. Dazwischen liegen Mineralwolle und Naturfasern.
  • Brandverhalten: Alle zugelassenen Dämmstoffe sind mit Blick auf den Brandschutz für Ein- und Zweifamilienhäuser bedenkenlos einsetzbar. Tatsächlich unbrennbar sind allerdings nur die mineralischen Stoffe. Wer hier also auf Nummer sicher gehen möchte, setzt zum Beispiel auf Mineralwolle.

Bei Fragen zur Wärmedämmung gibt die Energieberatung der Verbraucherzentrale gerne Auskunft. Wer Fragen zu den Themen Heizungsanlage, Heizen und Lüften, alternativen Energiequellen sowie Strom- und Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen kann ein kostenloser Termin in der Euskirchener Beratungsstelle, in der Wilhelmstraße 37, vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termine in Euskirchen im August zu allen Energiesparthemen:

Euskirchen in der Verbraucherzentrale                  01.08.2019 ab 15:00 Uhr

                                                                       15.08.2019 ab 15:00 Uhr

                                                                       29.08.2019 ab 15:00 Uhr

 

 

 

 

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