Ab 15. Juni 2020 können Pflegebedürftige wieder an Betreuungsgruppen teilnehmen

 
 
 
 
 
 
Betreuungsgruppen für Pflegebedürftige starten wieder durch -
gute Nachricht für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige
 
Ab dem 15. Juni 2020 können Pflegebedürftige endlich wieder an
Betreuungsgruppen teilnehmen. Damit dürfen sie
seniorengerechte Angebote wie Singkreise oder Erzählcafés
besuchen und pflegende Angehörige erhalten die dringend
benötigte Unterstützung bei der Betreuung von pflegebedürftigen 
und demenzerkrankten Menschen in Corona-Zeiten. Zum Schutz
der Gäste und der Mitarbeiter vor dem Corona-Virus müssen
allerdings wichtige Hygienemaßnahmen eingehalten werden.
Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 hat sich die
Situation für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen
extrem verschärft, für viele sogar dramatisch. Denn fast alle
Unterstützungsangebote aus dem Pflege-Hilfesystem konnten
wegen Corona nicht mehr in Anspruch genommen werden,
etwa die Tagespflegen, Einzel- oder Gruppenbetreuung.
Angebote, in denen alte, demenzerkrankte oder schwerstkranke
Menschen mehrere Stunden betreut werden. Aktivierungsangebote wie
Gedächtnistraining, Sitzgymnastik und gemeinsames Singen bieten den
Pflegebedürftigen eine anregende Abwechslung, während es
den pflegenden Angehörigen ermöglicht, Kraft für den Alltag zu
schöpfen.
 
Frühzeitig Kontakt zum Träger des Betreuungsangebots aufnehmen
Ab dem 15. Juni 2020 können Betreuungsgruppen, die als Angebote zur
Unterstützung im Alltag im Sinne der Landesverordnung (AnFöVO)
anerkannt wurden, ihr Angebot nun wieder aufnehmen. Die Anbieter
orientieren sich dabei an den Hygieneempfehlungen und -richtlinien
des Robert-Koch-Instituts. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollten
sich auf erhöhte Schutzvorkehrungen einstellen - zum Beispiel, dass die
Betreuungspersonen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und dass ein
ausreichender Abstand und gute Handhygiene zu beachten sind.
Außerdem wird bei allen Gästen erfasst, ob Krankheitssymptome
vorliegen (sogenanntes Kurzscreening). Pflegebedürftige oder ihre
Angehörigen sollten sich rechtzeitig mit dem Träger der
Betreuungsgruppe in Verbindung setzen und erfragen, wann konkret
und unter welchen Voraussetzungen sie an dem Gruppenangebot wieder
teilnehmen können.
 
Abrechnung über die Pflegekasse möglich
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1-5 können diese
Unterstützungsleistungen über den sogenannten Entlastungsbetrag in
Höhe von monatlich 125 Euro finanzieren. Dazu müssen die Rechnungen
gesammelt und bei der Pflegekasse eingereicht werden. Nicht
verbrauchte Entlastungsbeträge aus 2019 können noch bis zum
30.09.2020 verwendet werden.
 
Kontakt:
Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz - Region Aachen/Eifel.
Frau Petra Rachner
Tel. (02404) 9 03 27 - 80