Forderung nach dem Erhalt bewährter Strukturen

LSV setzt sich für die Qualität der NRW-Altenpolitik ein
 
Wie geht es weiter in der Seniorenpolitik in Nordrhein-Westfalen? Die im vergangenen Frühsommer gebildete neue Landesregierung hat ihre Ressorts zugeschnitten. Hauptzuständig
ist das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit Minister Karl-Josef Laumann, hier ist auch die Landesseniorenvertretung verortet.
Die "Querschnittsaufgabe Alter" ist gleichwohl in verschiedenen Ministerien beheimatet.
Derzeit laufen Gespräche des LSV Vorstandes mit den Verantwortlichen in den Ministerien.
In diesen Gesprächen betonen die LSV-Vorsitzende Gaby Schnell ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder vor allem, dass bewährte Strukturen der Altenarbeit, die helfen können, die große Gestaltungsaufgabe „Alter“ zu lösen, unbedingt weitergeführt und weiterentwickelt werden müssten.
Denn als "Stimme der Älteren", wie die Landesseniorenvertretung im Koalitionsvertrag genannt wird, sieht die LSV im Erhalt und der ständigen Weiterentwicklung vorhandener und bewährter Stellen und Einrichtungen die richtigen Instrumente einer verantwortlichen Altenpolitik.
 
Gaby Schnell: "Natürlich kann jede neue Landesregierung die durch das Land geförderten Projekte in Frage stellen. Genau dies geschieht ja auch mit jedem Regierungswechsel.
Dabei werden auch Landesfinanzierungen eingestellt". Dennoch wünscht Schnell sich, dass auch das weiterhin Wertschätzung erfahren sollte, was Vorgänger-Regierungen erdacht und vorangebracht haben. "Aus der Sicht älterer Menschen im Generationenverbund bedarf es vieler verschiedener Ideen, Kräfte und Blickrichtungen, um die Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu meistern", erinnert die LSVVorsitzende daran, dass es eben nicht allein die großen Vorzeige-Projekte seien, die eine gute Arbeit in diesem Sinne leisteten.
 
"Gerade wir in NRW haben - etwa bei der wissenschaftlichen Alternsforschung, der Pflegeforschung oder bei langfristig angelegten Projekten und Aktivitäten wie etwa zur Qualität
und Partizipation in der offenen Altenarbeit, der Diskurse zu Altersdiskriminierung und Altersbildern sowie bei der Entwicklung wohnortnaher Versorgungen - vieles auch bundesweit
Beachtetes geschaffen. Hinzu kommt eine vorbildliche Vernetzung der seniorenpolitischen Akteure und Projekte als besondere Qualitätsstruktur in der Seniorenpolitik.
 
Hierauf sollten wir bauen und dafür machen wir uns stark".
 
 
Gaby Schnell
Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW