Energieberatung im Januar 2018

Verbraucherzentrale
Vergangenes Datum: 18. Januar 2018 15:00

 

 

Elektroheizung fast nie empfehlenswert

Energieberatung der Verbraucherzentrale warnt vor Kostenexplosion

In der Heizsaison taucht sie in den Werbeanzeigen wieder überall auf: die Elektroheizung. Die Anbieter versprechen neben niedrigen Heizkosten, auch hohen Komfort und sogar ein gutes Gewissen dank Kohlendioxid-Reduktion.

Werner Reiner, Energieberater der Verbraucherzentrale in Euskirchen, warnt jedoch vor bösen Überraschungen. „Statt zu sparen treibt eine Stromheizung die Energiekosten oft in ungeahnte Höhen, besonders, wenn das Haus schlecht gedämmt ist“, erklärt der Energieexperte. Immer wieder, so Reiner, kommen Verbraucher in die Beratung, die sich ihre astronomisch hohe Stromrechnung nicht erklären können.

Besonders teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, wie z.B. die massiv beworbenen Infrarot-Flächenheizungen. Im Gegensatz zum etwas günstigeren Nachtstrom, kostet Strom tagsüber deutlich mehr, durchschnittlich 30 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Für Gas fallen für jede Kilowattstunde rund sieben, für Heizöl umgerechnet etwa neun und für Holzpellets fünf Cent an. Damit sind die Energiekosten einer Elektroheizung zwei- bis dreimal so hoch wie bei anderen Energieträgern. „Einsparungen, die auf Grund vergleichsweise niedriger Investitionskosten versprochen werden, sind damit in kurzer Zeit wieder aufgezehrt“, weiß der Energieberater. Und auch für den Klimaschutz ist die Elektroheizung lediglich unter bestimmten Voraussetzungen ein Gewinn: Emissionen können nur gesenkt werden, wenn Strom ausschließlich über einen zertifizierten Ökostromtarif bezogen wird. Den gibt es allerdings nicht als Nachtstromtarif. Bei den meisten Angeboten verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport also deutlich höhere Kohlendioxid-Emissionen als andere Energieträger.

Verbraucher, die eine größere Investition planen, sollten sich deshalb unbedingt anbieterunabhängigen Rat einholen, empfiehlt Monika Schiffer, Leiterin der Euskirchener Verbraucherzentrale. „Bei einer neutralen Bewertung der individuellen Situation wird meist schnell klar, welches Heizsystem für den jeweiligen Verbraucher das Beste ist.“

 

Wer Fragen zu den Themen Heizen und Lüften, Regelung sowie Strom- und Ener­giesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale.Zu allen Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten. Je nach Umfang des Themas werden 60 Minuten eingeplant.

Termine in Euskirchen im Januar zu allen Energiesparthemen:

Euskirchen in der Verbraucherzentrale

04.01.2018 ab 15:00 Uhr

18.01.2018 ab 15.00 Uhr

 

Verbraucherzentrale NRW

Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

 

 

Alle Daten


  • 18. Januar 2018 15:00
  • 4. Januar 2018 15:00

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