Digitalen Nachlass frühzeitig regeln

Digitalen Nachlass frühzeitig regeln
Vortrag der Verbraucherzentrale mit Tipps und Checkliste
 
Ein Leben ohne Internet, PC und Smartphone ist für die meisten
Menschen kaum noch vorstellbar: Verträge werden oft nur noch
online geschlossen, Einkaufen im Internet ist zur Normalität geworden
und soziale Netzwerke gehören zum Alltag. Die wenigsten Menschen 
sorgen sich allerdings darum, was mit ihren Fotos, Online-Profilen und
Nutzerkonten nach ihrem Tod passiert.
 
Auch Verträge laufen weiter und verursachen Kosten. Guthaben
und Sammelpunkte schlummern beim Anbieter und drohen zu
verfallen.
 
In einem Vortrag erläutert die Verbraucherzentrale in Euskirchen
Grundlegendes und Wissenswertes zum digitalen Nachlass und
gibt Ratsuchenden Tipps, um schon zu Lebzeiten die richtigen
Vorkehrungen zu treffen.
 
Am 14.05.2018 um 15:00 Uhr geht es um Fragen wie: Was soll
mit Profilen bei Facebook & Co. passieren? Wo bewahre ich
Zugangsdaten sicher und auffindbar auf? Welche Rechte und
Pflichten habe ich als Erbe? Es wird erläutert, was alles zum
digitalen Nachlass gehört und warum es sinnvoll ist, sich
frühzeitig darum zu kümmern. Abgerundet wird der Vortrag
mit praxisorientierten Tipps und einer kurzen Checkliste.
 
Der Vortrag ist für alle Interessierten kostenfrei.
Anmeldung für den einstündigen Vortrag mit anschließender
Diskussion bei der Beratungsstelle Euskirchen unter
Tel.: 02251 506 45 01
oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 
Weitere Informationen auch unter
www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort.

Das eigene Zuhause jetzt schon für den Winter wappnen

 
 
 
 
 
Energieberatung der Verbraucherzentrale im Mai 2018
 
Kleine Handgriffe, große Wirkung
 
Das eigene Zuhause jetzt schon für den Winter wappnen
 
Der Frühling steht vor der Tür, und die Heizung kann endlich in die
Sommerpause gehen. Trotzdem lohnt es sich, kurz an die kalten
Füße der vergangenen Monate zurückzudenken. Während der warmen
Jahreszeit ist nämlich die perfekte Gelegenheit, Wohnung oder Haus
mit ein paar einfachen und kostengünstigen Maßnahmen für den nächsten
Winter zu wappnen.
Werner Reiner, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-
Westfalen, hat die besten Tipps zusammengestellt.
 
Fenster und Türen abdichten
„Alte Fenster und Türen sind oft undicht. Zugluft und Energieverluste sind
die Folge“, erläutert Werner Reiner. Dichtungsbänder und Bürsten-
dichtungen lassen sich leicht selbst anbringen und schaffen zuverlässig
Abhilfe.
 
Umräumen
Ist der Heizkörper durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge verdeckt,
kann seine Wärme nicht voll genutzt werden. Außerdem kann das
Thermostatventil durch den Wärmestau unter der Abdeckung nicht
die richtige Raumtemperatur einstellen. Die Folge: Das Zimmer bleibt
kalt.
 
Heizkörper entlüften
Gluckernde Heizkörper sind nicht mehr vollständig mit Wasser gefüllt
und werden daher nicht richtig warm. Mit einem speziellen Schlüssel
und wenigen Handgriffen können sie entlüftet werden. „Informieren
Sie aber vorher Ihren Vermieter, Hauswart oder Hausverwaltung,
denn möglicherweise muss anschließend Wasser ins Heizungssystem
nachgefüllt werden“, rät der Energieexperte. 
 
Heizkörpernischen dämmen
Die Außenwand in Heizkörpernischen ist dünner und wird vom
Heizkörper stark erwärmt. So geht viel Wärme verloren. Ist zwischen
Heizkörper und Außenwand ausreichend Platz, können hinter dem
Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und so diese Wärmeverluste
reduziert werden.
 
Wer Fragen zu den Themen Dämmen, Heizen und Lüften sowie Strom-
und Energiesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige
Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen
kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden.
 
Eine Terminvereinbarung ist notwendig. Die Terminvergabe findet statt
unter 02251-5064501 oder per email an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten. Je nach Umfang des
Themas werden 60 Minuten eingeplant.
 
Termine im Kreis Euskirchen im Mai zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale 08.05.2018 ab 15:00 Uhr
24.05.2018 ab 15.00 Uhr

Sonderberatungen im April Verbraucherzentrale Euskirchen

Termine der Sonderberatungen im April 2018 in der Verbraucherzentrale Euskirchen
 
Energiespar-Einzelberatung zu Heizungstechnik, Regenerativen Energien und Wärmedämmung
 
Heiztechnik, Photovoltaik, Solare Warmwasserbereitung, Wärmedämmung, Feuchtigkeit und Schimmelbildung,
Förderprogramme u.a.
Berater:         Werner Reiner                  (Kosten: 5,00 € / 30 min.)                   
Termine:      Do        12.04.2018        15:00 – 18:00 Uhr
                     Do        26.04.2018        15:00 – 18:00 Uhr
 
Mietrechtsberatung
Fragen rund um Mieterhöhung, Kündigungsfristen, Wohnungsmängel, Nebenkosten u.a.
Berater:         Ralf Schilberz                   (Kosten: 20,00 €)                                                                                                    
Termin:         Mo       16.04.2018        10:00 – 13:00 Uhr
 
Beratung zu Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilienfinanzierung
Prüfung von Anlageprodukten, Beratung über die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge, Analyse der persönlichen Finanzsituation
Berater:         Christoph Hommel           (Kosten: 170,00 € / 90 min.)                                                                                           
Termine:       Do        05.04.2018        11:45 – 17:30 Uhr
 
Rechtsberatung durch Rechtsanwalt
Verbraucherverträge: z.B. Telekommunikationsdienstleistungen, Kaufverträge, Handwerkerverträge, Reiserecht, Fitnessstudio-Verträge, Beratung zum Energierecht
Berater:         Lutz Stader                      (Kosten: 30,00 € )                                                                                                     
Termine:      Di         03.04.2018        14:00 – 18:00 Uhr
                    Di         17.04.2018        14:00 – 18:00 Uhr                    
 
Versicherungsberatung
Ermittlung des Versicherungsbedarfs, Überprüfung der aktuellen Versicherungssituation zu allen privaten Versicherungen
Berater:         Sabine Nikel                   (Kosten: 40,00 € / 30 min. )                                                                                                    
Termin:          Di         24.04.2018                   14:00 – 18.00 Uhr
 
Vorherige Anmeldung erforderlich:          
 Beratungsstelle Euskirchen, Wilhelmstraße 37    
 Tel:      02251 / 506 45 01
 Fax:     02251 / 506 45 07
 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Öffnungszeiten:                                          
Mo        9:00 – 13:00 Uhr
Di         9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Do        9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Fr         9:00 – 13:00 Uhr

Saubere Luft trotz Öfen und Kaminen

Energieberatung der Verbraucherzentrale im April 2018

Saubere Luft trotz Öfen und Kaminen

Seit 1. Januar gelten strengere Feinstaub-Grenzwerte für Kamine und Kachelöfen
Verbraucher, die ihre vier Wände mit einem Kachelofen oder einem Kamin beheizen, müssen seit dem 1. Januar 2018 strengere Auflagen für den Betrieb ihrer Feuerstätte beachten.

Die wichtigsten Informationen zum Kamingenuss auf einen Blick:

Alte Öfen geben neben wohliger Wärme, auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. So erzeugt ein Kaminfeuer in einer Stunde etwa genauso viel Feinstaub, wie ein Dieselfahrzeug bei einer 100 Kilometer langen Fahrt. Neue Feuerstätten verbrennen effizienter als alte Öfen. Somit sparen sie Brennholz und produzieren weniger Feinstaub. Der Gesetzgeber reagierte, indem er die Feinstaub-Grenzwerte herabsetzte und festlegte, dass ab dem 1. Januar 2018 Öfen, die vor 1985 eingebaut wurden, mit Feinstaubfiltern nachgerüstet oder komplett ausgetauscht werden müssen. Außerdem können Gemeinden und Kommunen je nach Luftqualität Betriebsverbote für Feuerstätten aussprechen, wie es z. B. in Stuttgart bei Feinstaubalarm passiert.

Jeder Verbraucher kann selbst auf die Feinstaub-Emission Einfluss nehmen, indem er

  • gut abgelagertes, trockenes Brennholz verwendet
  • geeignete Anzünder verwendet
  • keinen Müll verbrennt
  • eine geeignete Feuerstätte zum Heizen nutzt
  • auf sehr hohe Raumtemperaturen verzichtet
  • Feuerstätten für Holzpellets wählt, diese haben weniger Feinstaubemissionen, statt solche mit Brennholz

Mit Brennholz zu heizen, ist häufig teurer als gedacht. Der Brennstoff ist zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber Kamine und Öfen haben oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter ausnutzen. Inwiefern es sich lohnt, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen, beantwortet Werner Reiner, Energieberater der Verbraucherzentrale in Euskirchen und gibt darüber hinaus eine Reihe genereller Empfehlungen zum Einbau einer Holzfeuerstätte sowie andere Tipps zum Thema Energie.

Weiterführende Informationen zur ersten Verordnung zur Durchführung des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes:

https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/BJNR003800010.html

Unabhängige Unterstützung bei Überlegungen zu einem Kaminofen gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Euskirchen.Auch wer Fragen zu den Themen Heizen und Lüften, Regelung sowie Strom- und Energiesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige Energieberatung. Zu allen Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten. Je nach Umfang des Themas werden 60 Minuten eingeplant.

Termine in Euskirchen im April zu allen Energiesparthemen:

Euskirchen in der Verbraucherzentrale         12.04.2018 ab 15:00 Uhr

                                                                26.04.2018 ab 15.00 Uhr

Ratgeber Geldanlage

 
Prioritäten setzen bei der Finanzplanung
Die passende Form der Geldanlage
 
Um die Finanzplanung auf ein solides Fundament zu stellen, müssen Anleger weder Börsenexperten noch Steuerfachleute sein. Vielmehr sind Grundkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge nötig, Wissen um die wichtigsten Formen der Geldanlage – und eine besonnene Abwägung. Bevor es um möglichst hohe Renditen geht, gilt es erst einmal, gravierende Fehler zu vermeiden. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Geldanlage. Einfache Strategien für Ihre Finanzplanung“ erläutert deshalb grundlegende Regeln, bevor er auf einzelne Produkte eingeht.
 
Im Zentrum stehen dabei die fünf wichtigsten Anlageziele: kurzfristige Liquidität, Sparen auf Anschaffungen. Sparen aufs Eigenheim, individuelle Altersvorsorge sowie eine freie Vermögensbildung. Da die wenigsten ihr Guthaben in allen Kategorien gleichzeitig verteilen können, sind Prioritäten zu setzen. Der Ratgeber begleitet Anlegerinnen und Anleger bei den ersten Planungsschritten und unterstützt sie dabei, die richtige Strategie zu entwickeln. Unter anderem geht er auf nachhaltige Geldanlagen ein, warnt vor nachteiligen Investitionen und hilft dabei, bestehende Verträge zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren. Wenn der Weg schließlich doch zu einer Anlageberatung führt, sind die Leserinnen und Leser mit der Checkliste am Ende des Buches für ein Beratungsgespräch gut gerüstet.
 
 
Der Ratgeber hat 208 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01
erhältlich.
 
 
Ich wünsche einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Euskirchen

i. A. Carmen Weeber

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Aktuelle Informationen der Verbraucherzentrale NRW erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
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Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Richtige Regeln beim Kaufen und Bezahlen beachten

Sich nicht beirren lassen
Richtige Regeln beim Kaufen und Bezahlen beachten

Händler müssen gekaufte Waren zurücknehmen, online-gekaufte Artikel können immer zurückgeschickt werden, Zahlungen mit Karte lassen sich ohne Weiteres rückgängig machen – Was auf den ersten Blick als gutes Recht der Kunden erscheint, erweist sich beim genauen Hinsehen jedoch oftmals als ein weit verbreiteter Irrglaube. Können Kunden etwa nach einem Online-Kauf georderte Schuhe, Kleid oder Hose bei Nichtgefallen zurückschicken, sind sie bei der Rückgabe solcher Waren im Laden auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Die unterschiedlichen Regeln für Waren aller Art im Geschäft oder im Online-Handel werden für viele Konsumenten immer unüberschaubarer. „Verbraucher benötigen hier dringend eine ordnende Orientierung und objektives Wissen, um einwandfreie Kaufentscheidungen zu treffen und bei Problemen angemessen zu reagieren“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Die Verbraucherschützer nehmen sich einiger weitverbreiteter Rechtsirrtümer an. Unter dem Motto „Denkste“ räumt die Verbraucherzentrale in Euskirchen mit den Irrungen und Wirrungen rund ums Kaufen und Bezahlen auf. Mit einem Würfel-Quiz und Infos stellen sie nachfolgenden Fehlinformationen die richtigen rechtlichen Hinweise gegenüber:

  • Verträge nicht nur mit Unterschrift gültig: Am Beispiel vom Kauf von Brötchenist es jedem sofort klar, dass es sich hierbei um einen Kaufvertrag handelt, bei dem niemand etwas unterschreiben muss. Bei einem mündlichen Vertragsabschluss am Telefon hingegen sind die angerufenen Kunden nachher häufig überrascht, dass sich aus einem bloßen Telefongespräch eine bindende Zahlungsverpflichtung ergeben kann. Der Einkauf von Waren oder die Zustimmung zu Serviceleistungen vollzieht sich also häufig ohne Unterschrift und ist somit gültig. Zwingend unterschrieben werden müssen jedoch alle Vereinbarungen, die in Schriftform abgeschlossen oder auch noch durch einen Notar beglaubigt werden müssen – wie etwa bei einem Immobilienerwerb.
  • Preisauszeichnungen nicht immer bindend:Auch wenn für ein Smartphone ein Preis von 79 Euro angegeben ist, muss der Verkäufer es nicht zwangsläufig zu diesem Preis verkaufen. Die Preisangaben bei Waren in Prospekten, Schaufenstern oder der Webseite sind für die Händler insoweit nicht bindend. Maßgeblich ist immer der Preis über den sich Käufer und Verkäufer an der Kasse verständigen. Trotzdem darf der Verkäufer natürlich nicht bewusst mit falschen Preisen werben.
  • Umtausch und Rückgabe nicht selbstverständlich:Die meisten Geschäfte bieten ihren Kunden die Möglichkeit, gekaufte Ware innerhalb einer bestimmten Zeit einfach wieder umzutauschen. Oft erstatten die Unternehmen dann den Kaufpreis oder stellen einen Warengutschein aus. Diese weit verbreitete Praxis und der rechtliche Umstand, dass bei den meisten Online-Käufen die georderten Waren tatsächlich zurück gegeben werden können, führen zu dem Irrglauben, es bestehe ein Recht auf Umtausch. Doch ein Umtausch oder die Rücknahme von Artikeln im Geschäft ist reine Kulanz des Verkäufers. Beim Kauf vor allem von teuren Waren im stationären Handel sollten sich Kunden vorab im Laden nach den Umtauschbedingungen erkundigen und sich vorsorglich eine Umtauschmöglichkeit- etwa auf dem Kassenbon – schriftlich bestätigen lassen.
  • Garantie und Gewährleitung nicht dasselbe: Beide Begriffe sind streng voneinander zu unterscheiden. Bei der Garantie handelt es sich um eine freiwillige Zusage von Herstellern für die Qualität oder Funktionstüchtigkeit ihrer Produkte geradezustehen. Diese Selbstverpflichtung gilt für die von den Herstellern individuell angegebenen Funktionen und Zeiträume. Eine Garantiezusage der Hersteller ist nicht zu verwechseln mit der gesetzlichen Gewährleistung. Bei dieser sind die Händler in rechtlicher Verantwortung: Sie müssen für zwei Jahre nach dem Kauf beziehungsweise nach Übergabe der Ware an den Kunden dafür einstehen, wenn die gekaufte Ware nicht einwandfrei war. Zeigen sich nach dem Kauf Mängel, müssen Kunden den Händlern jedoch zunächst eine Chance geben, die Ware zu reparieren oder durch eine fehlerfreie zu ersetzen. Erst in einem zweiten Schritt können Kunden von dem Kaufvertrag zurücktreten und auf die Erstattung des Kaufpreises pochen.
  • Nicht jede Kartenzahlung ist rückbuchbar:Das Zahlen mit Karte statt mit Bargeld ist auf dem Vormarsch. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Bezahlen mit Giro-Card und Unterschrift oder per Giro-Card und PIN. Nur wer seine Kartenzahlung auch per Unterschrift quittiert, kann den Kaufbetrag innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen auf sein Geldkonto zurückbuchen lassen. Bei diesem sogenannten Lastschriftverfahren erteilen Kunden per Unterschrift ihre Zustimmung, dass Händler den Kaufpreis vom jeweiligen Kundenkonto einziehen dürfen. Bei einer Kartenzahlung per PIN wird der Kaufbetrag sofort vom eigenen Konto abgebucht und an den Händler gezahlt. Eine Rückbuchung des Betrags ohne weitere Begründung fällt somit flach. Achtung: Die Möglichkeit, eine Lastschrift zurückbuchen zu lassen, bedeutet aber nicht, dass Kunden ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen müssen.

Ratsuchende, die gerne testen möchte, welchen Rechtsirrtümern sie beim Kaufen und Bezahlen unterliegen, können ihr Verbraucherwissen auf den Prüfstand stellen. Beim Besuch in der Beratungsstelle in der Wilhelmstraße 37 in Euskirchen oder im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/irrtuemerwarten die Verbraucherschützer unter dem Stichwort „Denkste“ mit einem Quiz und vielen rechtlichen Informationen auf, die Aufschluss zu den gängigsten Fehlinformationen beim Warenkauf im stationären oder virtuellen Handel geben.

Verbraucherzentrale NRW

Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Jahresrechnungen für Strom und Gas genau prüfen

Preiserhöhung übersehen? Bonus nicht bekommen?
Jahresrechnungen für Strom und Gas genau prüfen

Produkte, die auf dem Weg vom Regal zur Kasse teurer werden? Im Supermarkt wäre das kurios, bei Strom und Gas aber sind ähnliche Vorgänge gar nicht so selten. Schließlich vergeht nach Wahl eines Tarifs meist ein Jahr bis zur ersten Rechnung. In der Zeit kann nicht nur eine Bonuserwartung in Vergessenheit geraten, sondern auch der Preis steigen. Kunden haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Das Problem: Nicht immer sind Preiserhöhungen gut erkennbar. „Gerade wenn nur per E-Mail und in Online-Portalen kommuniziert wird, bleiben Mitteilungen leicht unter dem Radar der Kunden“, berichtet Monika Schiffer, Leiterin Beratungsstelle in Euskirchen. Manche Anbieter setzen anscheinend auf genau diesen Effekt. „Auch ein versprochener Bonus fehlt manchmal auf der Jahresrechnung oder wurde falsch berechnet“, sagt Schiffer. Nicht selten musste Sie sich in den letzten Jahren einschalten, damit Betroffene den vertraglich vereinbarten Bonus erhielten. Das Überprüfen der Rechnung sei deshalb unerlässlich. Ihre wichtigsten Tipps dafür:

  • Stimmt der Preis? Grundpreis und Preis pro Kilowattstunde müssen mit der Vertragsbestätigung oder der jüngsten Mitteilung einer Preisänderung übereinstimmen. Gibt es Abweichungen, ist Recherche angesagt: E-Mails durchforsten, im Online-Portal nach Informationen zur Preisänderung forschen oder beim Energieversorger eine Kopie der Mitteilung anfordern.
  • Sind Garantien eingehalten? Wird es trotz Preisgarantie teurer, liegt das meist an der Garantie selbst, die nicht alle Preisbestandteile umfasst. Hat der Anbieter das vorab deutlich gemacht, ist rechtlich nichts zu beanstanden. Beim Check, ob alle Versprechen erfüllt sind, sollte aber gleich der Sinn der ganzen Garantie auf den Prüfstand: Auch wenn sie verlockend nach Sicherheit klingen – eingeschränkte Preisgarantien haben keinen Mehrwert und sollten bei der nächsten Tarifwahl außer Acht bleiben.
  • Ist der Bonus richtig berechnet und ausbezahlt? Beim Anbieterwechsel gibt es oft einen Bonus. Ein Sofortbonus wird in der Regel in den ersten Belieferungsmonaten ausgezahlt, ein Neukundenbonus üblicherweise mit der ersten Jahresabrechnung gutgeschrieben. Fehlt er oder wurde er falsch berechnet, sollte beim Versorger nachgehakt und auf die Gutschrift bestanden werden.
  • Sind die neuen Abschläge realistisch? Die neuen Monatsabschläge müssen zum bisherigen Verbrauch passen. Realistische Werte erhält man so: Zunächst die Zahl der Kilowattstunden auf der Jahresrechnung mit dem aktuellen Preis pro Kilowattstunde malnehmen. Dann den sogenannten Grundpreis für das ganze Jahr hinzurechnen. Zum Schluss die entstandene Summe durch zwölf teilen.
  • Was bezahlen Neukunden im gleichen Tarif? Mit dem eigenen Preis vor Augen lässt sich in Online-Vergleichsportalen bequem ein Schnellcheck zu aktuellen Alternativen machen. Sogar beim bisherigen Anbieter haben Neukunden oft günstigere Preise als treue Vertragspartner. Auch wer einen neuen Tarif beim selben Unternehmen angeboten bekommt, sollte hier skeptisch sein. Schon ein Anruf kann manchmal reichen, um bessere Konditionen auszuhandeln – beim Preis und auch bei der möglichst kurzen Laufzeit.
  • Lohnt sich ein Anbieterwechsel? Gibt es beim bisherigen Versorger kein gutes Angebot, sollte ein Lieferantenwechsel geprüft werden. Eine Checkliste hierzu gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/checkliste-anbieterwechsel.
  • Schlechte Erfahrungen teilen! Die Verbraucherzentrale NRW sammelt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Fälle von Anbietern, die Boni nicht auszahlen oder Preiserhöhungen „verstecken“. Angenommen werden eingescannte Dokumente mit kurzer Fallschilderung und Kontaktdaten für Rückfragen. Eine Einzelfallberatung erfolgt auf diesem Weg allerdings nicht.

Konkrete Hilfe bei allen Fragen rund um die Energierechnung oder zum Lieferantenwechsel gibt es in der Beratungsstelle Euskirchen der Verbraucherzentrale NRW, Wilhelmstraße 37. Termine können unter 02251 5064501 vereinbart werden. 

Broschüre: Ausländische Pflegekräfte

Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte im Privathaushalt: Infos in Broschüre und am Beratungstelefon

 Im eigenen Haushalt rund um die Uhr versorgt zu werden – das wünschen sich viele ältere und pflegebedürftige Menschen. Die Beschäftigung einer ausländischen Haushalts- und Betreuungskraft erscheint hierbei eine gute Lösung: Denn mit Schlagworten wie

„24-Stunden-Betreuung“ oder „Häusliche Pflege für 24 Stunden“ versprechen Vermittlungsagenturen so eine problemlose Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Was verlockend klingt, ist jedoch teilweise illegal. „Wer eine Haushaltshilfe tatsächlich 24 Stunden rund um die Uhr beschäftigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit empfindlichen Geldbußen belegt werden kann“, darauf weisen Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen und das Projekt Kompetenznetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW (KoNAP) der Verbraucherzentrale NRW hin. In einer Neuauflage der Broschüre „Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte im Privathaushalt“ ist aktuell zusammengestellt, welche legalen Möglichkeiten es gibt, um eine ausländische Kraft zur Betreuung von Seniorinnen und Senioren einzustellen.

  • Knackpunkt Arbeitsrecht: Weil hierzulande eine ununterbrochene Tag-und-Nacht-Beschäftigung unzulässig ist, lässt sich eine 24-Stunden-Betreuung nur organisieren, wenn verschiedene Personen in drei Schichten arbeiten würden. Legal ist eine Anstellung außerdem nur, wenn Steuern und Sozialversicherungsbeiträge entweder in Deutschland oder im Herkunftsland der Haushalts- und Betreuungskraft nachweislich gezahlt werden. Die Broschüre zeigt daher auf, welche verschiedenen Anstellungsmodelle es gibt und was zu beachten ist, um die Vorgaben des Arbeitszeitrechtgesetzes einzuhalten.
  • Knackpunkt Aufgaben und Agenturen: Außerdem dürfen ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte in einem Privathaushalt nur bestimmte Aufgaben übernehmen. So bleibt etwas das Setzen von Spritzen nach deutschem Recht einer Fachkraft vorbehalten. Auch arbeitet nicht jede Vermittlungsagentur, die im Internet wirbt, seriös. Die Broschüre von KoNAP erläutert den Katalog möglicher Aufgaben von Betreuungskräften und gibt Tipps für die Wahl von Vermittlungsagenturen.
  • Knackpunkt Kosten: Ein Überblick über die Kosten verschiedener Modelle hilft bei der Entscheidung, ob das Konzept einer ausländischen Haushalts- und Betreuungskraft passt.

 

Die Broschüre „Ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte im Privathaushalt“ ist kostenlos in der Verbraucherzentrale in Euskirchen, Wilhelmstraße 37 erhältlich. Unter www.verbraucherzentrale.nrw/betreuungskraefte gibt es sie auch als kostenlosen Download im Internet.

 

Die Überarbeitung der Broschüre erfolgte im Rahmen des Projekts KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung (KoNAP), dessen Trägerin die Verbraucherzentrale NRW ist. Zum Angebot gehört auch ein kostenfreies Beratungstelefon für Fragen rund um das Thema ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte: zu erreichen sind die Expertinnen montags und mittwochs zwischen 14 und 16.30 Uhr unter der Rufnummer 0211/38 09 400.

  

Pflegewegweiser NRW

Wer sich über passende Pflegeberatungsstellen, Unterstützungsangebote sowie Angebote der Selbsthilfe informieren will, hat unter der Rufnummer 0800 4040044 den direkten Draht zu kompetenten Ansprechpartnerinnen: Der neue Pflegewegweiser NRW des KoNAP-Projekts ist kostenfrei montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr erreichbar.

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Öffnungszeiten:
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Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Neue Regeln im Zahlungsverkehr

Einfacher und preiswerter für Bankkunden

Online günstig Flüge buchen oder preiswert Medikamente in der Internetapotheke ordern – und dann satte Aufschläge fürs Bezahlen mit Kreditkarte berappen. Damit ist seit dem 13. Januar 2018 Schluss: „Für Kreditkartenzahlungen bei Buchungen sowie Einkäufen übers Internet dürfen Händler künftig keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das gilt europaweit – und wird durch die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie vorgegeben, die bis Mitte Januar in nationales Recht umgesetzt sein muss“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Die neuen Regeln gelten auch für besonders gängige Zahlungsmittel wie Girokarten oder Kreditkarten von Master Card oder Visa. Bei Kartenzahlungen im Laden dürfen ebenfalls keine Aufschläge berechnet werden. Generell untersagt sind auch Zusatzgebühren bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System. Bislang war nur vorgeschrieben, dass ein gängiges und zumutbares Zahlungsmittel ohne zusätzliche Kosten angeboten wird. Nachfolgend skizziert Monika Schiffer die wichtigsten Regeln für Bankkunden im Überblick:

  • Mehr Sicherheit für Kontoinhaber: Zahlungsdienstleister müssen beim Geldtransfer künftig eine stärkere Kundenauthentifizierung verlangen. Wollen Kunden zum Beispiel per Internet auf ihr Konto zugreifen, müssen sie demnächst mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Sie müssen über eine Girokarte verfügen, das Passwort fürs Konto nennen oder sich über ihren Fingerabdruck zu erkennen geben. Mit diesen Maßnahmen soll die Sicherheit bei Bezahlvorgängen erhöht werden. Diese Teilregelung tritt frühestens Mitte nächsten Jahres in Kraft.
  • Geringere Kundenhaftung:Bei unbefugtem Konto- und Kartenzugriff müssen Kunden künftig nicht mehr mit 150 Euro, sondern nur noch mit 50 Euro haften – sofern sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben. Ein solches Fehlverhalten von Kunden können die Geldinstitute jedoch nicht einfach behaupten, sondern sie müssen dies nachweisen.
  • Recht auf Lastschriftrückgabe bestätigt: Die Möglichkeit, Lastschriften ohne Angabe von Gründen innerhalb von acht Wochen nach Belastung zurückbuchen zu lassen, ist zwischen Kunden und Bank bereits vertraglich geregelt. Das Recht auf Lastschriftrückgabe wird nun noch weiter gesetzlich bekräftigt. Kunden können sich Lastschriften wie bisher innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen erstatten lassen. Lediglich die rechtliche Grundlage dafür ändert sich.
  • Mehr Transparenz bei reservierten Kartenzahlungen:Viele Hotels und Autovermietungen reservieren bei Buchung oder Anmietung einen bestimmten Betrag auf dem Kartenkonto ihrer Kunden. Das geht künftig nur noch, wenn Karteninhaber dem vorher zugestimmt haben. Erst dann ist die Kreditkartenfirma oder Bank berechtigt, diesen Betrag auf einem Kundenkonto vorübergehend zu sperren.
  • Neue Dienste im Zahlungsverkehr besser verankert:Kunden können Drittanbieter damit beauftragen, über ihren Online-Banking-Zugang Zahlungen vorzunehmen oder Kontoinformationen abzurufen. Mit der Zahlungsdienste-Richtlinie werden diese Firmen nun gesetzlich anerkannt und unterliegen der Finanzaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das bedeutet für Kunden: Sie dürfen diesen Diensten jetzt auch ihre PIN und TAN mitteilen. Bislang sahen die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken zum Onlinebanking häufig vor, dass Kunden ihre PIN und TAN bei bankfremden Diensten, etwa bei Sofortüberweisung, nicht nutzen konnten. Das neue Recht erlaubt Kunden nun ausdrücklich, solche Dienste zur Zahlung und Kontoinformation zu nutzen.
  • TAN-Liste bald Altpapier:Das sicherheitstechnisch längst veraltete iTAN-Verfahren mit durchnummerierter TAN-Liste auf Papier hat ausgedient. Viele Banken und Sparkassen haben bereits auf Chip-TAN oder App-basierte Verfahren umgestellt. Es ist damit zu rechnen, dass alle anderen demnächst umstellen und die TAN-Liste ins Altpapier wandert.

 

Bei rechtlichen Fragen und Problemen rund um Bankdienstleistungen bietet die Verbraucherzentrale NRW Rechtsberatung an. Termine können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

 Verbraucherzentrale NRW

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Öffnungszeiten:
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Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Frühbucherrabatte nicht gleich Schnäppchen

 

 

 

 

Clevere Urlauber vergleichen Leistungen und Preise

 Zahlreiche Reiseveranstalter werben zu Beginn des Jahres mit Frühbucherrabatten für den Sommerurlaub um die Gunst der Kunden: Wer seinen Sommerurlaub frühzeitig – bis Ende Februar – bucht, soll für seine rasche Entscheidung oft mit Preisnachlässen oder anderen Vergünstigungen bei Unterkunft und Verpflegung belohnt werden. „Was auf den ersten Blick als Schnäppchen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hingucken mitunter als Schmalspurangebot, bei dem eine Reihe zusätzlicher Kosten fällig werden“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen vor voreiligem Zuschlag. Sie rät, Preise und Leistungsumfang von Reiseofferten anhand folgernder Tipps zu vergleichen:

  • Freiwillige Leistung: Ob ein Frühbucherrabatt gewährt wird, hängt vom jeweiligen Reiseveranstalter ab. Nachlässe oder Vergünstigungen können innerhalb eines Angebots auch variieren, etwa wenn ein Rabatt nur für bestimmte Unterkünfte eingeräumt wird.
  • Preisvergleich: Die einzelnen Posten eines Frühbucherangebots lassen sich nur bei gleichen oder ähnlichen Leistungen vergleichen. Kunden sollten ihr Augenmerk hierbei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang richten. Ein Check vor Vertragsabschluss zeigt zum Beispiel, ob im Angebot der Transfer vom Flughafen zum Hotel oder die All-Inclusive-Verpflegung enthalten ist. Aber auch ein Vergleich mit anderen Angeboten kann sich lohnen: Denn viele Veranstalter bieten identische Leistungen an – etwa Flug und Unterkunft. Diese können bei dem einem Anbieter zum regulären Preis billiger sein als bei einem anderen Veranstalter zum reduzierten Preis. Gewährt der günstigere Anbieter zusätzlich noch einen Nachlass, ist bei einem Preisvergleich unterm Strich eine Ersparnis von mehreren hundert Euro drin.
  • Preisgünstigstes Angebot: Wer keine Lust hat, im Internet nach Schnäppchen zu jagen, sollte sich im Reisebüro nach möglichen Schnäppchen für ein Traumziel erkundigen. Die Reisevermittler müssen für die Preisdifferenz geradestehen, wenn sie nicht die günstigste Variante für das gewünschte Reiseziel aus ihrem Sortiment heraussuchen. Im Streitfall sollten Kunden – etwa mit Hilfe eines Zeugen – jedoch nachweisen können, dass sie sich nach dem billigsten Angebot erkundigt haben.
  • Unverbindliche Katalogpreise: Auf die Preisangaben im Katalog ist inzwischen kein Verlass mehr. Reiseveranstalter können die Preise noch nachträglich ändern. Auch hier müssen potenzielle Urlauber nach konkreten Kosten und möglichen Nachlässen fragen.
  • Preiserhöhungen nach Buchung: Werden Trips länger als vier Monate vor Reisebeginn gebucht, können Veranstalter den Preis für Pauschalreisen im Nachhinein ebenfalls verändern. Nachträgliche Preiserhöhungen werden aufgrund einiger kundenfreundlicher Urteile jedoch bei Frühbucherangeboten kaum noch erhoben.
  • Reiserücktrittsversicherung: Bei frühzeitiger Buchung sollte der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung bedacht werden. Der Versicherungspreis für den Ausfall oder Abbruch einer Reise ist im Vergleich zu den hohen Stornierungskosten ein Klacks. Allerdings werden Leistungen nur bei vertraglich vereinbarten Risiken – etwa bei unerwarteten schweren Erkrankungen, Schwangerschaft oder bei Tod naher Angehörige – gezahlt.

 

Bei weiteren rechtlichen Fragen zu Reisen hilft die Verbraucherezntrale Euskirchen in der Wilhelmstraße 37 weiter. Termine können unter 02251 506 4501 vereinbart werden.